Das Konzert endet mit Dimitri Schostakowitschs 5. Sinfonie, die 1937 – in einer Epoche der Schauprozesse und „Säuberungen“ – entstand. Bis Ende 1938 „verschwinden“ in der Sowjetunion 1,5 Millionen Menschen, und der Komponist hält in seiner Wohnung stets einen gepackten Koffer für den Fall einer Verhaftung bereit, die – so scheint es – unausweichlich ist. Manfred Honeck bezeichnet das Werk als „Ausdruck eines Menschen, der die Grausamkeiten seiner Zeit persönlich überlebt hat. Im dritten Satz erscheinen mir die Solo-Blasinstrumente in ihrem reduzierten Klang wie eine stille Anspielung auf jene, die unter dem Stalinismus gelitten haben und deportiert wurden.“
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