Samstag, 13. Juni 2026

Traviata im Moulin Rouge-Stil: Arena von Verona startet Opernfestival

Mit einer Neuinszenierung von Giuseppe Verdis „La Traviata“ im Stil des Moulin Rouge ist am Freitagabend die 103. Ausgabe des Opernfestivals in der Arena di Verona eröffnet worden. Die vom schottischen Regisseur Paul Curran inszenierte Produktion wurde von den rund 12.000 Zuschauern mit mehr als zehn Minuten Applaus gefeiert.

„La Traviata“, die vor 80 Jahren als erste Nachkriegsproduktion in der Arena gezeigt wurde, steht insgesamt 13 Mal bis zum Saisonabschluss auf dem Spielplan. - Foto: © ANSA / US Arena Verona - @ennevi foto

Curran verlegt Verdis Oper in das Paris der Belle Époque zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Inszenierung greift die Atmosphäre von Montmartre und des Moulin Rouge auf. Zu den Bühnenbildern von Juan Guillermo Nova gehörten unter anderem überdimensionale Champagnergläser und eine Nachbildung des berühmten Gipselefanten, der einst im Garten des Moulin Rouge stand. Die Kostüme stammen von Stefano Ciammitti. Inspiration lieferte auch der Film „Moulin Rouge“ aus dem Jahr 2001, bei dem Curran lange mit Regisseur Baz Luhrmann zusammenarbeitete.

Foto: © ANSA / US Arena Verona - @ennevi foto

Schäden wegen Unwetter

Die Premiere stand zunächst unter keinem guten Vorzeichen. Ein schweres Unwetter hatte wenige Tage zuvor Bühnenbilder und technische Anlagen beschädigt. Mitarbeiter und Techniker der Arena arbeiteten nach Angaben der Veranstalter rund um die Uhr, um die Schäden rechtzeitig vor der Eröffnung zu beseitigen.

In der Rolle der Violetta überzeugte die 28-jährige Sopranistin Martina Russomanno bei ihrem Debüt in der Arena von Verona. An ihrer Seite sang der Tenor Yusif Eyvazov, ehemaliger Ehemann der Wahlösterreicherin Anna Netrebko, als Alfredo Germont. Die Partie des Giorgio Germont übernahm der Bariton Amartuvshin Enkhbat.

Foto: © ANSA / US Arena Verona - @ennevi foto



Am Pult des Orchesters der Arena stand Michele Spotti, Musikdirektor der Oper und des Philharmonischen Orchesters von Marseille. Zur Eröffnung des Festivals waren zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Unterhaltung nach Verona gekommen.

„La Traviata“ steht 13 Mal am Spielplan bis zum Saisonabschluss

„La Traviata“, die vor 80 Jahren als erste Nachkriegsproduktion in der Arena gezeigt wurde, steht insgesamt 13 Mal bis zum Saisonabschluss auf dem Spielplan. Das Opernfestival läuft bis 12. September, so lange wie nie zuvor. Es umfasst insgesamt 53 Abende mit Opern, Konzerten und Tanzveranstaltungen. Vorgesehen sind sechs Opernproduktionen sowie sechs Sonderveranstaltungen.

Foto: © ANSA / GIORGIO MARCHIORI



Am 30. August tritt die austro-russische Sopranistin Anna Netrebko in der „Aida“ auf. Aufgeführt werden im Laufe des Opernfestivals zwei verschiedene Produktionen von „Aida“, darunter jene des legendären Opernregisseurs Franco Zeffirelli, sowie aktuelle Inszenierungen von „Nabucco“ und „La Bohème“. Außerdem steht „Turandot“ zum 100. Jahrestag der Uraufführung auf dem Programm.

apa/stol

Stellenanzeigen


Teilzeit






Teilzeit





powered by
Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden