Zwar habe man die darauf folgenden Zusicherungen zur Kenntnis genommen, an der dramatischen Lage vor Ort habe sich bislang jedoch nichts geändert: Eine tragfähige Lösung fehle weiterhin.
Kulturschaffende zur beruflichen Umorientierung gezwungen
„Der Herbst nähert sich mit Riesenschritten und unsere Kulturschaffenden haben immer noch keine Absicherung“, kritisiert die Allianz. Die Folgen des anhaltenden Lehrerprotestes an den Schulen treffen die Szene hart: Da außerschulische Initiativen und Schulprojekte stark zurückgefahren wurden, bleiben Aufträge in großem Stil aus.Erste Kulturschaffende sehen sich laut der Allianz bereits dazu gezwungen, sich beruflich komplett zu orientieren. Die Einschnitte würden zudem weit über das kommende Schuljahr hinauswirken und das kulturelle Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche nachhaltig schädigen.
Besonders deutlich werde der Verlust beispielsweise beim Theater an den Schulen. Solche Initiativen fördern laut der Allianz die emotionale Intelligenz, stärken das Selbstbewusstsein und lehren junge Menschen das freie Sprechen – Kompetenzen, die weit über das Klassenzimmer hinausreichen.
„Die Kultur darf nicht zum Spielball verschiedener Interessen werden“, mahnt das Bündnis, dem zahlreiche Verbände, Kollektive und Kulturinstitutionen Südtirols angehören.
Daten und Fakten zu Schulbeginn
Um das Ausmaß des Schadens schwarz auf weiß zu belegen, führt die Allianz derzeit eine empirische Erhebung durch. Die Ergebnisse und konkreten Zahlen sollen pünktlich zu Schulbeginn der Öffentlichkeit präsentiert werden.Gleichzeitig ergeht ein dringender Appell an die Verhandlungspartner: „Die konsequente Fortsetzung und Vertiefung der Verhandlungen und deren Abschluss zum Wohl aller – der Südtiroler Kultur, der Bildung, der Kulturschaffenden, der Lehrpersonen und der Schüler*innen – ist jetzt unbedingt notwendig“


