Montag, 7. September 2026

Behandlung des Kiefernprozessionsspinners 10.-11. September 2026

Die laufende Überwachung des Kiefernprozessionsspinners (Thaumetopoea pityocampa) im Forstinspektorat Schlanders deutet für den Winter 2026/2027 und das kommende Frühjahr 2027 erneut auf ein stärkeres bis starkes Auftreten hin. Die Situation wird fortlaufend vor Ort beurteilt. Gr...

Behandlung des Kiefernprozessionsspinners 10.-11. September 2026 - Foto: © Marktgemeinde Mals

Die laufende Überwachung des Kiefernprozessionsspinners (Thaumetopoea pityocampa) im Forstinspektorat Schlanders deutet für den Winter 2026/2027 und das kommende Frühjahr 2027 erneut auf ein stärkeres bis starkes Auftreten hin. Die Situation wird fortlaufend vor Ort beurteilt. Grundlage dafür sind die Fangzahlen spezieller Pheromonfallen sowie die bereits an den Nadeln in den Kronen der Schwarzkiefern festgestellten Eigelege.

Daher ist eine Behandlung stark befallener Bestände am Vinschger Sonnenberg mit einem Präparat auf Basis von Bacillus thuringiensis erforderlich. Vorrangig behandelt werden stark frequentierte Waldgebiete in tieferen Lagen sowie Bereiche entlang von Wanderwegen und Mountainbike-Trails. Die Behandlungsfläche umfasst insgesamt 500 ha Schwarzkiefernwald.

Das Forstinspektorat Schlanders teilt mit, dass das biologische Präparat Bacillus thuringiensis laut Wetterprognosen voraussichtlich am Donnerstag, 10. und Freitag, 11. September 2026 per Hubschrauber auf den betroffenen Waldflächen ausgebracht wird. Witterungsbedingt sind kurzfristige Verschiebungen möglich. Die Maßnahme wird vom Südtiroler Forstdienst in Abstimmung mit der Universität Padua und mit Genehmigung des Gesundheitsministeriums durchgeführt.

Das eingesetzte Mittel ist für Menschen und Tiere – darunter Haustiere, Säugetiere, Insekten und Käfer – unschädlich. Seine Wirkung entfaltet es erst im Verdauungstrakt der Schmetterlingsraupen, nachdem diese behandelte Kiefernnadeln aufgenommen haben. Das biologische Bekämpfungsmittel baut sich innerhalb weniger Tage ab.

Am jeweiligen Behandlungstag bringen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forststationen in den Morgenstunden an den Zugängen zu den betroffenen Wanderwegen Hinweisschilder und Absperrbänder an.

Die Bevölkerung sowie Wandernde und Mountainbiker werden dadurch darauf hingewiesen, die gekennzeichneten Wege und Trails an diesem Tag weder zu begehen noch zu befahren.



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