Im Hauptberuf kümmert sich die Algunderin Siller um die „Gästebespaßung und -bewirtung in der elterlichen Frühstückspension“, wie sie es selbst nennt. Ihre Leidenschaft für Musik lebt sie auf den Bühnen des Landes aus. Besonders oft wird sie für Anlässe gebucht, bei denen große Gefühle im Mittelpunkt stehen – Hochzeiten, Beerdigungen, Taufen. Ihre Stimme bekommt dort den Raum, den sie braucht: von sanft bis kraftvoll.
„Wenn am Ende alles offenbleibt“
Ihre neue Single „Zwischen die Zeilen“ widmet sich jenen Zwischentönen, die zwischen zwei Menschen entstehen können. „Es geht um unausgesprochene Dinge“, sagt Siller. „Wenn jemand Zeichen sendet, die man nicht deuten kann – und am Ende alles irgendwie offenbleibt.“ Der Song ist bewusst im Südtiroler Dialekt gehalten. „In meiner Muttersprache kann ich mich am besten ausdrücken. Und ich glaube, es berührt die Menschen noch einmal anders.“Musikalisch bewegt sich der Titel zwischen reduziertem Singer-Songwriter-Sound und modernem Pop. Was mit einer rhythmisch getragenen Akustikgitarre beginnt, entwickelt sich schrittweise weiter und gewinnt spätestens im zweiten Refrain an Tiefe. Pauken und Streicher verstärken die emotionale Wirkung, ohne die Stimme zu überlagern. Im Outro kehrt der Song zur Essenz zurück: minimale Gitarrenbegleitung, voller Fokus auf die Stimme.

