Freitag, 29. Mai 2026

VIDEO | Latscher Hit-Produzent und sein „magischer Sommer“

Bei KoBe weiß man nie, was als Nächstes kommt. Der Vinschger Produzent bewegt sich zwar klar in der elektronischen Musik, innerhalb dieses Rahmens aber ziemlich frei. Mal clubbig, mal mit Partyschlager-Schlagseite – und jetzt: Italo-Dance.

Nik Weiss alias KoBe. - Video: stol

KoBe heißt eigentlich Nik Weiss und kommt aus Latsch. Seine größten Erfolge feierte er gemeinsam mit dem deutschen Produzenten Philipp Faber und dem Projekt Uplink. Ihre vor rund zehn Jahren veröffentlichte Single „To Myself“ zählt allein auf YouTube bis heute rund 16 Millionen Aufrufe. Damit dürfte der Song ziemlich weit vorne liegen, wenn es um gestreamte Musik „Made in Südtirol“ geht.

Es folgten unter anderem Gastauftritte bei mehreren Deutschland-Terminen des norwegischen Superstars Alan Walker, bekannt durch den Welthit „Faded“, sowie eine Song-Präsenz in der Netflix-Serie „Lucifer“.

In den vergangenen Jahren haben Weiss und Faber ihren Fokus allerdings stärker auf die jeweiligen Soloprojekte gelegt. „Es war eine Entscheidung von uns beiden, wieder mehr Zeit in diese Projekte zu investieren“, sagt Weiss.

„Das Herumexperimentieren ist mein Sauerstoff“

Sein eigenes Projekt heißt KoBe. Für ihn ist es vor allem eines: eine Spielwiese. „Ich liebe es, mit Sounds und Genres herumzuexperimentieren. Das ist für mich der Sauerstoff und das Um und Auf für Weiterentwicklung. Müsste ich mich darauf beschränken, immer dasselbe zu machen, würde mir die Lust am Produzieren schnell vergehen“, erzählt er im Gespräch mit „Backstage“.

Diese Lust am Ausprobieren hört man. KoBe bleibt der elektronischen Musik treu, aber er lässt sich nicht gerne festnageln. Ab 2024 öffnete er sich mit Singles wie „Südtiroler Bua“ und „Ein alter Jäger“ auch stärker in Richtung Partyschlager – wobei dieser längst näher am Dancefloor liegt als am klassischen Schlager. Mallorca lässt grüßen, nur eben mit Südtirol-Bezug.

Zurück zu den Italo-Dance-Wurzeln

Mit „Un'estate magica“ schlägt KoBe nun wieder eine andere Richtung ein. Oder besser gesagt: Er kehrt dorthin zurück, wo für ihn vieles begonnen hat. „Für mich ist es wie eine Rückkehr zu meinen Wurzeln. Ich bin mit Italo-Dance aufgewachsen und wollte immer schon eine Nummer in diesem Stil produzieren. Nur hatte ich mich nie getraut – bis jetzt.“

Für viele dürfte „Un'estate magica“ ein kleines Nostalgie-Fenster öffnen. Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre lief dieser Sound nahezu überall in Südtirol – in Clubs, Discos, auf Festen und im Radio. Gigi D'Agostino, Gabry Ponte, Eiffel 65 und viele andere lieferten den Soundtrack für eine Generation.

KoBe greift dieses Gefühl auf, ohne den Song künstlich auf alt zu trimmen. Die Zutaten sind vertraut: ein treibender Offbeat-Bass, Vocals zum Mitsingen und sägende Synths. „Es muss einfach Bang machen“, sagt Weiss.

Freitag ist „Backstage“-Tag

Jeden Freitag stellen wir im Rahmen von „Backstage“ die beste Musik „Made in Südtirol“ vor - im „Dolomiten Magazin“, auf „STOL“ und im Rahmen des „Hitcountdowns“ auf „Südtirol 1“. „Backstage“ bietet heimischen Künstlerinnen und Künstlern die größte mediale Bühne des Landes.

hil

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