„Laut, lebendig und abwechslungsreich“. So beschreiben Three and a half Cent ihren Sound selbst. Die Formation besteht aus Kirstin Planatscher am Gesang, Simon Runggatscher an der Gitarre, Greta Stoffner am Bass und Felix Runggatscher am Schlagzeug.
Zu Hause ist die Band in Brixen, gegründet wurde sie vor gut drei Jahren. Der Anfang liegt aber schon früher. Greta und Simon gingen gemeinsam in die Mittelschule, das Wahlfach Musik brachte sie zusammen. Später kamen Kirstin und Felix dazu. Aus zaghaften, gemeinsamen Proben wurde nach und nach eine Band.
Dabei begann alles klassisch: mit Coversongs. Wie viele junge Bands spielten auch Three and a half Cent zunächst Stücke nach, die sie selbst mochten. Doch ziemlich schnell war klar, dass es dabei nicht bleiben sollte. „Wir hatten Lust, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen“, sagen sie.
Gleichzeitig sei der Respekt vor diesem Schritt groß gewesen. Denn zwischen Nachspielen und Selberschreiben liegt eine Welt. Sie wagten ihn trotzdem. „Wie für jeden Musiker hat sich damit ein Traum erfüllt“, erzählen sie.
Eine „sehr persönliche EP“
Stilistisch bewegen sich Three and a half Cent im Alternative Rock. Die Songs haben Druck, aber auch Melodie und textliche Tiefe. Die erste EP „Chasing Inner Ghosts“, die am heutigen Freitag erscheint, ist „sehr persönlich geworden“, erzählen die vier.Schon der Titel deutet an, worum es geht: um innere Schatten, Zweifel, Verletzlichkeit – und um Kämpfe, die viele mit sich selbst austragen. Ganz in der Schwere bleiben die fünf Lieder aber nicht. Meist führt der Weg doch wieder hinaus – hin zu mehr Klarheit, Hoffnung und dem Gefühl, an sich selbst gewachsen zu sein.
Aufgenommen und produziert wurde die EP mit Jonas Rabensteiner von der Barbianer Band Stunde Null. „Es war eine tolle Erfahrung, die eindeutig Lust auf mehr macht.“
Das Ritual nach dem Auftritt
Der Spaß an der Musik und am gemeinsamen Unterwegssein steht für die Band an erster Stelle. Das merkt man auch am Namen. Nach einer Bandprobe überlegten die vier, wie sie sich nennen könnten. Etwas mit vier? Zu naheliegend. Zu offensichtlich. Also wurde aus vier kurzerhand dreieinhalb. „Cent“ kam dazu, weil es gut klang.Heute hat der Name sogar ein eigenes kleines Bandritual hervorgebracht: Nach jedem Auftritt wird der „Halbe“ gekürt. Das ist jener, der sich am häufigsten verspielt hat. „Es ist jedes Mal ein anderer“, sagen sie. Ein bisschen Selbstironie gehört also dazu.
Wer die vier Musiker live erleben will, bekommt dazu in Kürze Gelegenheit. Am 10. Juli steht die Band beim „Rock im Ring“ am Ritten auf der Bühne.

