Das und mehr verrät sie in diesem bereichernden Podcast:
Sonntag, 3. Mai 2026
In Frieden, gut versorgt – und trotzdem chronisch schlecht gelaunt: Was uns fehlt
Unser Land hat vieles, doch die Stimmung ist irgendwie am Boden: Es wird gejammert, gefordert und gerauft, als stünden wir kurz vor dem Abgrund. Warum macht uns der Wohlstand nicht glücklich? Das gelingt nur mit dem Zauberstab der Zufriedenheit, sagt Erika von Payr aus Laas im Vinschgau. Sie hat daher ein Buch über „Die Kunst zufrieden zu sein“ geschrieben. Im Podcast-Studio erzählt sie, warum ihr dieses Thema so am Herzen liegt, und welche Rolle Gefühle und Glaube dabei spielen.

Buchautorin Erika von Payr lädt zu einer Entdeckungsreise.
Erika von Payr zeigt, wie wir die Kunst der Zufriedenheit neu lernen müssen, bevor uns die eigene Undankbarkeit auffrisst. Doch warum ist auf dem Cover ihres Buches ausgerechnet eine Birke abgebildet? Und was erwartet uns auf der Entdeckungsreise, zu der sie mit ihrem Buch einlädt?
ler
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Brigitte Kuenz
13. Mai 2026 06:56
Ich bin jetzt 68 Jahre alt und habe im Laufe der Zeit viele Zustände und Veränderungen erlebt. Zu unserer Kinderzeit sind wir vier Geschwister in bescheidenen Verhältnissen auf einem kleinen Bauernhof im Vinschgau aufgewachsen. Unsere Eltern brachten uns mit viel Arbeit über die Runden. Hunger hatten wir nie, aber sonst war kaum für etwas anderes Geld da. Wir Kinder packten zu Hause und später im Dienst kräftig mit an, ohne zu jammern. Meine Oma (Muater) erzählte damals oft von der Not der 30iger Jahre und später von den Kriegsjahren. In den 50iger und 60iger, ja sogar in den 70iger Jahren gab es kaum ein soziales Netz, das heutzutage vieles, wenn nicht alles auffängt. Übrigens kenne ich viele Personen, die damals aufgrund der herrschenden Arbeitslosigkeit ins nahe Ausland abwandern mussten. Jetzt leben wir im Wohlstand und es schaut so aus, als würde kaum jemand genug zu essen haben. Die Unzufriedenheit, der Neid und die Gier sind schier grenzenlos geworden. Südtirol, quo vadis?

