Sonntag, 8. März 2026

König Laurin und sein Rosengarten: Vortrag zu Karl Felix Wolff in Innsbruck

Karl Felix Wolff und seine Bedeutung für die Dolomitenregion standen kürzlich im Mittelpunkt einer Veranstaltung, die gemeinsam vom Forschungsinstitut Brenner-Archiv und des ladinischen Kulturinstituts Istitut Ladin „Micurá de Rü“ sowie der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino inm Literaturhaus am Inn in der Nordtiroler Landeshauptstadt organisiert wurde.

Nachlass von Karl Felix Wolff: Neben seinen Dolomitensagen war er auch sonst journalistisch vielseitig tätig. - Foto: © Foto: Ist. Ladin Micurá de Rü/Euregio

In einer gemeinsamen Veranstaltung des Literaturhauses am Inn, des Forschungsinstituts Brenner-Archiv und des ladinischen Kulturinstituts Istitut Ladin „Micurá de Rü“ sowie der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino sind . Ursula A. Schneider, stellvertretende Leiterin des Brenner-Archivs, führte durch den Abend, begleitet von der Karl-Felix-Wolff-Expertin, em. Prof. Ulrike Kindl (Università Ca’Foscari, Venedig).

Gruppenfoto beim Euregio-Kulturabend (von links): André Comploj (Direktor Abteilung Ladinische Schule und Kultur, Land Südtirol), Univ.-Prof. Ulrike Tanzer (Leiterin Brenner-Archiv), Fritz Tiefenthaler (Euregio), Ursula A. Schneider (stellvertretende Institutsleiterin Brenner-Archiv), Irene Prinoth (Direktorin Istitut Ladin Micurá de Rü), Prof. Ulrike Kindl, Lara Moroder (Präsidentin Verwaltungsrat Istitut Ladin Micurá de Rü) und Jürgen Runggaldier (Direktor Amt für Ladinische Kultur und Jugend). - Foto: © Foto: Ist. Ladin Micurá de Rü/Euregio




Karl Felix Wolff und sein literarischer Nachlass

Karl Felix Wolff hatte in seinem Bestseller „Dolomitensagen“ (1913) und in der „Monographie der Dolomitenstraße“ (1908) die Sage vom Zwergenkönig Laurin und seinem Rosengarten zu einem zentralen Symbol für die Dolomiten gemacht. Ulrike Kindl erläuterte, wie Wolff die mittelhochdeutsche „Maere“ von Laurin mit den ladinischen Überlieferungen über die „Enrosadüra“ – das berühmte Alpenglühen – verbunden hatte.


Sprachen über die literarischen Spuren von Karl Felix Wolff: Prof. Ulrike Kindl (links) und die stellvertretende Institutsleiterin des Brenner-Archivs, Ursula A. Schneider mit dem Rosengarten-Massiv im Hintergrund. - Foto: © Foto: Ist. Ladin Micurá de Rü/Euregio





Laut Kindl geraten viele der historischen und politischen Hintergründe oft in Vergessenheit, die den touristischen Aufstieg des Dolomitengebiets im 20. Jahrhundert begleiteten. Wolff, der „Barde der Bleichen Berge“, habe nicht nur die Tourismusgeschichte geprägt, sondern auch die Kulturgeschichte Ladiniens und Südtirols, insbesondere im Spannungsfeld der regionalen Mehrsprachigkeit.

Ulrike Kindl hatte für ihr neues Buch „Kritische Lektüre der Dolomitensagen Bd. III: König Laurin und sein Rosengarten“ (San Martin de Tor: Istitut Ladin „Micurá de Rü“, 2025) ausführlich im Nachlass von Karl Felix Wolff im Brenner-Archiv geforscht.

Das Brenner-Archiv

Das Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck gilt als bedeutendste Dokumentationsstelle für literarische Nachlässe und Zeitdokumente im deutschsprachigen Tirol. Auch für die ladinische Minderheit besitzt das Archiv große historische Bedeutung, da hier Dokumente über ladinische Aktivistinnen und Aktivisten sowie literarische Nachlässe mit Bezug zu Ladinien, darunter der von Karl Felix Wolff, aufbewahrt werden.

lpa

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