Bolsonaro sitzt seine Strafe nun im Gefängniskomplex Papuda in der Hauptstadt Brasília in einem Sondertrakt für frühere Amtsträger und Militärangehörige ab. Die für vier Personen ausgelegte Zelle nutzt er Medienberichten zufolge allein – einschließlich Küche, Doppelbett und abgeschirmtem Außenbereich.
Bundesrichter Alexandre de Moraes betonte, die Verlegung bedeute keine Strafmilderung. Eine Ärztekommission soll zudem prüfen, ob eine Verlegung in ein Gefängniskrankenhaus notwendig ist.
Lange Haft für Putschversuch
Bolsonaro, der Brasilien von 2019 bis 2022 regierte, sitzt seit Ende November 2025 in Haft. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er nach seiner Abwahl gemeinsam mit Mitverschwörern einen Staatsstreich gegen die Regierung seines Nachfolgers Luiz Inácio Lula da Silva geplant hatte.
Angesichts seiner angeschlagenen Gesundheit hatten Bolsonaros Anwälte beantragt, dass er seine Strafe im Hausarrest verbüßen darf. De Moraes lehnte dies ab und verwies auf wiederholte Verstöße Bolsonaros gegen Auflagen sowie auf Fluchtversuche.


