Donnerstag, 21. Mai 2026

Galateo: „Keine Pressekonferenz unter der Regenbogenfahne“

Zum sogenannten Pride Month, dem Monat zur Sensibilisierung für die Rechte von Menschen jeder sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität sowie gegen jede Form von Diskriminierung, wird im Pressesaal des Landes im Palais Widmann im Juni wieder die Regenbogenflagge aufgehängt – und damit kehren auch die Kontroversen zurück.

Marco Galateo und die erneute Diskussion um die Regenbogenfahne. - Foto: © Fratelli d'Italia

Die Initiative wurde am gestrigen Mittwoch von Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) vorgestellt. Als Reaktion teilte sein Stellvertreter Marco Galateo (Fratelli d'Italila) mit, dass er – wie bereits im vergangenen Jahr – keine Pressekonferenzen im Pressesaal abhalten werde, solange dort die Regenbogenflagge hängt.

Der Stein des Anstoßes: Die Regenbogenfahne im Pressesaal des Palais Widmann - Foto: © ANSA / Stefan Wallisch



„Bei ethischen Themen kann ich meine Meinung nicht ändern“, sagte Galateo. „Ich respektiere die Meinungen aller und erwarte Respekt für meine – die nicht nur meine sind. Der Brief an die Gemeinden, dem Netzwerk Ready beizutreten, ist ein Fehler. Ich identifiziere mich mit der italienischen Flagge, die uns alle repräsentiert und ein Symbol der Freiheit ist, mit der europäischen und der Landesfahne. Weitere sind nicht notwendig“, so Galateo.

„Ich werde den Pressesaal nicht nutzen, solange die Regenbogenflagge dort hängt, die – das muss ich sagen – keinerlei konkrete Wirkung auf die Menschen hat. Niemand darf diskriminiert werden, darin sind wir uns alle einig. Wie sich dieses Prinzip konkret umsetzen lässt, darüber haben wir unterschiedliche Ansichten“, so Galateo.

Im vergangenen Juni hatte er die Flagge bereits für die Dauer einer eigenen Pressekonferenz entfernen lassen.

ansa/stol

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