In dem Haus untergebracht ist eine Polizeiinspektion mit rund 45 Beamtinnen und Beamten sowie das Bezirkspolizeikommando mit vier Personen. Letzteres koordiniert u.a. das Personal und die Streifendienste. Inhaltlich ist der Suchtgiftbereich ein Schwerpunkt der Braunauer Ermittler, wie Bezirkspolizeikommandant Stefan Haslberger sagt, denn wegen der Grenznähe zu Deutschland liege man an einer Drogenroute.
Der Umbau und die Umwandlung in einen Stützpunkt der Exekutive erfolgte nicht zuletzt auf Anraten einer Expertenkommission, die ausdrücklich „eine sozial-karitative oder behördlich-administrative Nutzung“ empfahl, weil ein Museum auch Rechtsextreme anziehen könnte und ein Abriss ein Ausradieren der Geschichte wäre. Denn das Haus war immer wieder Anziehungspunkt für Rechtsextreme und Hitler-Verehrer aus aller Welt. Um einen Reliquienkult zu unterbinden, wurde der Bauschutt an einem geheimen Ort entsorgt.
Der Denkmalschutz musste beim Umbau nicht beachtet werden, damit man dem Gebäude den Wiedererkennungswert nehmen und es an die künftigen Anforderungen anpassen konnte - so wurden etwa eine Tiefgarage und ein Schulungsbereich dazugebaut. Das Architekturbüro Marte Marte Architekten Feldkirch hat sich bei der äußeren Gestaltung daran orientiert, wie das Haus im 18. Jahrhundert ausgesehen haben dürfte und die ursprüngliche Inn-Salzach-Bauweise erhalten.


