Donnerstag, 9. Oktober 2025

Journalistenkammer rügt Kompatscher: „Das untergräbt die Demokratie“

Die Entscheidung der Südtiroler Landesregierung, die Pressekonferenz nach der wöchentlichen Regierungssitzung, bei der Beschlüsse mitgeteilt werden, nicht mehr abzuhalten, „beendet ein wesentliches Element des Vertrauensverhältnisses zwischen den Regierenden und den Bürgern“. Das betont die Journalistenkammer.

Nur mehr bei „wichtigen“ Themen will Landeshauptmann Arno Kompatscher eine Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung geben – die Journalistenkammer ist entsetzt. - Foto: © LPA/Fabio Brucculeri

„Die Absicht, die Anwesenheit von Journalisten durch das Versenden einseitiger Pressemitteilungen und Videostatements zu ersetzen, untergräbt zudem die Demokratie.“

„Mit der Abschaffung der Pressekonferenz entfällt für Journalisten die Möglichkeit, den Mitgliedern der Landesregierung Fragen zur offiziellen Darstellung politischer Entscheidungen stellen“, heißt es weiter von der Journalistenkammer.

„Damit wird der kritische Dialog verweigert, der – vermittelt durch die journalistische Arbeit – den Bürgerinnen und Bürgern zusteht und zudem Ausdruck ihres Rechts auf Information ist.“

„Indem wir den Journalismus verteidigen, verteidigen wir unsere Demokratie“

Die Journalistenkammer der Region Trentino- Südtirol verurteilt deshalb entschieden die Entscheidung, den wöchentlichen Austausch mit der Presse abzuschaffen. Die Kammer fordert die Landesregierung auf, sowohl die Berufsgruppe der Journalisten als auch das allgemeine Interesse an freier Information zu achten. Dabei handelt es sich in beiden Fällen um Rechte, die durch die italienische Verfassung geschützt sind“, heißt es weiter.

„Indem wir den Journalismus verteidigen, verteidigen wir unsere Demokratie.“

stol

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