Es rumort wieder einmal. Kaum fällt in Südtirol das Wort Schule, steigt der Pegelstand der Emotionen schneller als die Talfer nach einem Gewitter. Alle reden durcheinander, jeder weiß es besser – und am Ende bleibt alles, wie es war. Nur schlechter.
Dabei ist die Lage klar: Wenn in Südtirols Klassen einheimische Kinder und ihre Muttersprache zur Minderheit werden, ist das kein kultureller Reichtum, sondern ein pädagogischer Notfall. Dann braucht es keinen runden Tisch, sondern einen Kurswechsel.
„ Der Vorstoß von Stauder und Steger geht in die richtige Richtung. ”
— Günther Heidegger
In Deutschland hat man diesen Punkt erkannt, in Südtirol ist entschlossenes Handeln noch dringender. Der Vorstoß von Stauder und Steger geht in die richtige Richtung. Die SVP-Pläne reichen von Spracherhebungen im Kindergarten bis zur Mitwirkungspflicht der Eltern.
Wer ernsthaft Lösungen will, muss zugeben: An solchen Maßnahmen führt kein Weg vorbei. Alles andere ist Realitätsverweigerung und nationalistisches Getue – meist ausgerechnet von jenen, die selbst kaum drei fehlerfreie Sätze in der anderen Landessprache zustande bringen.
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