„Die große Beteiligung zeigt, wie wichtig den Menschen die Zukunft unseres Gesundheitswesens ist. Für uns zählt dabei nicht nur die Zahl der Vorschläge, sondern vor allem die persönliche Erfahrung, das Wissen und die konkreten Ideen, die eingebracht wurden“, betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Über die öffentliche Online-Umfrage „Landesgesundheitsplan 2027–2030: Ihre Meinung zählt!“ gingen insgesamt 633 Vorschläge von 283 Bürgern, aber auch Personen, die im Gesundheits- oder Sozialbereich tätig sind, ein. Weitere 465 Anregungen stammen aus den Bezirksgesundheitskonferenzen mit Fachleuten und Mitarbeitenden des Gesundheits- und Sozialbereichs. Zudem brachten Interessensvertretungen und Organisationen über schriftliche Stellungnahmen nochmals an die 350 Einzelvorschläge ein.
Die meisten Rückmeldungen betreffen die Krankenhausversorgung, die wohnortnahe Gesundheitsversorgung sowie Prävention und Gesundheitsförderung (allesamt über 200 Vorschläge). Dahinter folgen die Bereiche psychische Gesundheit (175), Personalentwicklung und Ausbildung (149), Governance (139) sowie die sozio-sanitäre Versorgung und Zusammenarbeit (112). Weitere Themen sind Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Telemedizin, Notfall- und Rettungswesen, Forschung und Innovation, Pharmazeutik und Heilbehelfe sowie medizinische Großgeräte, für die jeweils zwischen 10 und 100 Inputs eingegangen sind.
Auswertung beginnt
Bis Ende 2026 werden in Arbeitsgruppen alle eingegangenen Vorschläge fachlich ausgewertet und es wird überprüft, welche davon für den Plan relevant sind und welche hingegen auf anderen Ebenen Berücksichtigung finden können. Auf dieser Grundlage werden dann die einzelnen Kapitel des Landesgesundheitsplans verfasst und in einem Planentwurf zusammengetragen.Sobald die Vorschläge ausgewertet sind, soll ab April 2027 eine Feedback- und Konsultationsphase zum Planentwurf folgen. Die Genehmigung des Dokuments durch die Landesregierung ist für den Sommer 2027 vorgesehen. Danach beginnt die schrittweise Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen.
Der Landesgesundheitsplan gilt als zentrales strategisches Instrument für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in Südtirol. Der Plan wird nicht gänzlich neu geschrieben, sondern der Landesgesundheitsplan 2016-2020 wird an aktuelle Entwicklungen angepasst, weiterentwickelt und aktualisiert.


