Europa brauche eine moderne und regional verankerte Kohäsionspolitik ab 2028, sind sich die zwei Landeshauptleute einig. Es würde nicht angehen, dass EU-Mittel künftig stärker zentralisiert und über nationale Gesamtpläne abgewickelt werden sollen. Damit drohe eine Schwächung der Regionen, insbesondere der stärker entwickelten.
Die Regionen seien Motoren der Innovation und wirtschaftlichen Stärke Europas. Sie müssten auch künftig direkt mit der Europäischen Kommission verhandeln und ihre Programme eigenverantwortlich umsetzen können, betonten Mikl-Leitner und Kompatscher im Gespräch, an dem auch der Präsident des niederösterreichischen Landtags, Karl Wilfing, teilnahm.
Die mehrtätige Klubreise des Landtagsklubs der Volkspartei Niederösterreichs führte eine größere Gruppe nach Bozen, wo ein lokales Unternehmen und verschiedene Sehenswürdigkeiten besucht wurden. Auf dem Programm standen auch der Besuch des Felsenkellers der Laimburg wie auch eine Wanderung am Ritten zu den Erdpyramiden, die Besichtigung von Schloss Trauttmansdorff und ein eintägiger Abstecher an den Gardasee.
Mit Landesrat Luis Walcher hat sich Landeshauptfrau Mikl-Leitner über Tourismus und gastgewerbliche Nahversorgung ausgetauscht. Tourismuslandesrat Walcher treibt die Förderung der gastgewerblichen Nahversorgung in strukturschwachen Gebieten Südtirols voran. Ziel ist es, Dorfschank- und Beherbergungsbetriebe zu unterstützen, die ganzjährig einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung und zum gesellschaftlichen Leben im Dorf leisten. Landeshauptfrau Mikl-Leitner zeigte sich sehr interessiert und unterstrich, das sei auch für ihre Region vorstellbar.
Am Treffen im Felsenkeller nahm auch der Bürgermeister von Klosterneuburg teil. In der Stadt befindet sich das gleichnamige Versuchszentrum, das eng mit dem Versuchszentrum Laimburg zusammenarbeitet, und an dem bereits zahlreiche Südtiroler Önologinnen und Önologen ihre Ausbildung absolviert haben.


