Freitag, 11. September 2026

Tote bei russischen Angriffen auf Dnipro und Kiew

Bei russischen Angriffen auf eine Ölsaatenfabrik und eine Tankstelle in der Ukraine sind am Donnerstag nach Behördenangaben mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In der südostukrainischen Stadt Dnipro starben demnach zwei Menschen bei dem Beschuss einer Anlage des US-Agrarkonzerns Bunge. In der Hauptstadt Kiew wurden bei einem Angriff auf eine Tankstelle des Betreibers Ukrnafta vier Menschen verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte.

Wieder russische Angriffe auf Kiew. - Foto: © APA/AFP / ROMAN PILIPEY

Russland hat seine Luftangriffe auf die Ukraine in den vergangenen Wochen verstärkt und nimmt dabei zunehmend die Logistik und wirtschaftliche Ziele ins Visier. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warf Moskau eine gezielte Kampagne vor. Dies sei „kein Zufall, sondern Teil von Moskaus systematischer Terrorkampagne gegen amerikanische Unternehmen und Wirtschaftsinteressen“, schrieb er auf der Plattform X.

Der Chef von Ukrnafta, Bohdan Kukura, erklärte, diese Angriffe hätten kein militärisches Ziel. Dies sei „Terror und Einschüchterung der Zivilbevölkerung“. Bunge teilte mit, ein Teil der Anlage in Dnipro sei getroffen worden. Mitarbeiter seien nicht zu Schaden gekommen.

Außerdem gab es Behördenangaben zufolge weitere Angriffe, unter anderem in Pawlohrad, Sumy und in der Hafenstadt Mykolajiw mit weiteren Toten und Verletzten. In Pawlohrad starben vier Menschen, es gab mehr als 60 Verletzte.

Russland bestreitet, absichtlich zivile Ziele anzugreifen. Die Ukraine hat ihrerseits Einrichtungen wie Ölraffinerien tief im russischen Landesinneren angegriffen. Die nun getroffene Anlage in Dnipro gehört zu den fünf größten Ölsaaten-Verarbeitungsbetrieben der Ukraine. Das Land war vor dem Krieg der weltgrößte Exporteur von Sonnenblumenöl.

apa

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