Freitag, 16. Januar 2026

Nach Schüssen Bewaffneter: Israel greift Ziele in Gaza an

Trotz geltender Waffenruhe hat Israels Armee laut eigenen Angaben nach einer Attacke bewaffneter Palästinenser auf israelische Soldaten Ziele im gesamten Gazastreifen angegriffen. Israels Militär habe Kommandeure der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) ins Visier genommen, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Sie machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern.

Bei erneuten Angriffen Israels in Gaza wurden mehrere Menschen getötet. - Foto: © APA/afp / BASHAR TALEB

Aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen hieß es, mindestens neun Menschen seien bei den Angriffen am Donnerstagabend ums Leben gekommen, darunter ein Kommandeur der Hamas sowie ein Kommandeur des bewaffneten Arms des PIJ. Den Angaben zufolge gab es auch mehrere Verletzte.

Seit Waffenruhe nur noch selten größere Angriffe in Gaza

Seit Inkrafttreten der Waffenruhe am 10. Oktober 2025 hat es immer wieder tödliche Zwischenfälle im Gazastreifen gegeben. Umfangreiche Angriffe wie die jetzigen gibt es seitdem aber nur noch selten. Israel sprach von einer Reaktion auf einen „eklatanten Verstoß gegen das Waffenruhe-Abkommen“.

Bewaffnete hatten laut Israels Armee am Dienstag in einem von Israel kontrolliertem Gebiet in Rafah im Süden des Küstenstreifens israelische Soldaten angegriffen. In solchen Fällen hatte Israels Armee bereits zuvor wieder größere Angriffe ausgeführt, sich danach aber wieder an die Waffenruhe gehalten. Inzwischen haben die israelischen Bombardements im Gazastreifen Anwohnern zufolge wieder aufgehört.

Die USA haben kürzlich den Übergang zur zweiten Phase des Gaza-Friedensplans verkündet, obwohl sich noch immer eine tote Geisel im Gazastreifen befindet, die die Hamas im Rahmen der ersten Phase hätte übergeben müssen. Washington begründete die Einleitung der nächsten Phase des Abkommens auch damit, dass die Waffenruhe bislang gehalten habe.

apa/dpa

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