Während die Bevölkerung mit steigenden Lebenshaltungskosten und immer größeren sozialen Herausforderungen konfrontiert sei, präsentiere Kompatscher ausgerechnet jetzt einen Vorschlag, der einzig und allein den eigenen Reihen zugutekomme, kritisiert die Bewegung.
„Seit Jahren legt Kompatschers politische Mehrheit ein Stümperwerk nach dem anderen vor und verspielt damit Schritt für Schritt das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik“, schreibt die Süd-Tiroler Freiheit. „Statt Fehler einzugestehen und Strukturreformen anzugehen, wird nun versucht, den Landtagsgehältern eine automatische Steigerung zu verpassen – und das in einer Phase, in der die Menschen von der Politik völlig zurecht mehr Demut, Transparenz und Bodenhaftung erwarten.“
„Eklatante Fehlentscheidung“
Die Koppelung der Politikergehälter an die Gehaltsanpassungen der öffentlich Bediensteten sei bereits in der Vergangenheit eine eklatante Fehlentscheidung gewesen, für die Kompatscher die politische Verantwortung trage. Dass er nun erneut auf einen analogen Mechanismus gesetzt habe, zeige, dass er offensichtlich nichts aus früheren Fehlentwicklungen gelernt habe.
„Unser Land braucht eine saubere, transparente und glaubwürdige Lösung, die sicherstellt, dass Politikergehälter fair, nachvollziehbar und gerecht geregelt werden. Alles andere führt zwangsläufig zu weiterem Vertrauensverlust“, schreibt die Süd-Tiroler Freiheit im Namen der Opposition. „Wir sagen Nein zu Kompatschers Vorschlag, die Gehälter der Landtagsabgeordneten zukünftig jährlich anzuheben.“


