Sonntag, 17. Mai 2026

Papst: Kriege verlangsamen Fortschritte bei Umweltschutz

Papst Leo XIV hat beim Regina-Coeli-Gebet am Sonntag beklagt, dass die Kriege weltweit auch den Fortschritt beim Umweltschutz bremsen. Anlass ist der Beginn der „Laudato si'“-Woche, die bis kommenden Sonntag dauert und dem Schutz der Schöpfung gewidmet ist. Die Initiative orientiert sich an der Umwelt-Enzyklika „Laudato si'“ von Papst Franziskus.

Kriege sind laut Papst Leo einer der größten Feinde des Umweltschutzes. - Foto: © ANSA / VATICAN MEDIA

„In diesem Jubiläumsjahr des Heiligen Franz von Assisi erinnern wir uns an seine Botschaft des Friedens mit Gott, mit den Brüdern und mit allen Geschöpfen. Leider wurden in den letzten Jahren aufgrund der Kriege die Fortschritte in diesem Bereich stark verlangsamt“, sagte der Papst. Er rief die Mitglieder der Laudato-si'-Bewegung sowie alle Menschen, die sich für eine allumfassende Ökologie engagieren, dazu auf, ihren Einsatz für Frieden und den Schutz des Lebens zu erneuern.

Welttag der sozialen Kommunikationsmittel

Zugleich erinnerte Leo XIV. daran, dass an diesem Sonntag in mehreren Ländern der Welttag der sozialen Kommunikationsmittel begangen wird. Das diesjährige Motto lautet „Menschliche Stimmen und Gesichter bewahren“. Mit Blick auf die Entwicklung künstlicher Intelligenz sagte der Papst: „In dieser Zeit der Künstlichen Intelligenz ermutige ich alle, sich für Kommunikationsformen einzusetzen, die stets die Wahrheit des Menschen respektieren und an der jede technologische Innovation ausgerichtet sein sollte.“

Rund 20.000 Gläubige versammelten sich zum Regina-Coeli-Gebet auf dem Petersplatz. Das Gedenken an Maria als „Himmelskönigin“ und Mutter Gottes ersetzt bis Pfingsten das Angelus-Gebet, das viele aus den sonntäglichen Ansprachen des Papstes kennen.

apa

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