Donnerstag, 7. Mai 2026

Rauchen ist wieder teurer geworden – doch damit nicht genug

Die Tabakpreise in Italien sind wieder gestiegen: Seit dem gestrigen 6. Mai müssen Raucher für zahlreiche Zigaretten- und Zigarrenmarken mehr bezahlen. Der Grund: Höhere Steuern – und weitere Erhöhungen bis 2028 stehen bereits fest.

Rauchen ist teurer geworden und wird in den kommenden Jahren noch teurer. - Foto: © shutterstock

Welche Zigaretten teurer werden

Im Bereich der Zigaretten fällt die aktuelle Runde der Preiserhöhungen vergleichsweise moderat aus: Betroffen sind vier Produkte der Marke Corset sowie fünf Produkte der Marke The King. Die Preise für diese Packungen liegen nun je nach Produkt zwischen 5,30 und 5,70 Euro.

Welche Zigarren betroffen sind

Deutlich umfangreicher sind die Erhöhungen bei Zigarren. Diese betreffen zahlreiche Marken – von einzelnen Stücken bis hin zu Packungen mit 25 Zigarren. Die Preise bewegen sich dabei von rund 8 Euro bis hin zu über 1.500 Euro für bestimmte Premiumprodukte.

Die vollständige Liste aller betroffenen Produkte und der aktualisierten Preise ist auf der Website der Agentur für Zoll und Monopole abrufbar.

Bereits Mitte April Preisanstieg

Die aktuellen Anpassungen sind keine Überraschung: Bereits Mitte April waren die Preise für Zigaretten, Zigarren und Feinschnitttabak gestiegen. Auch diese Entwicklung ist auf die Maßnahmen der Regierung im Rahmen des Haushaltsgesetzes zurückzuführen. Die Steuererhöhungen auf Tabakprodukte sind zudem schrittweise angelegt und sollen bis 2028 weitergeführt werden.

Höhere Tabaksteuern bis 2028

Wie auch der Verbraucherschutzverband Assoutenti betont, sieht das Haushaltsgesetz für die Jahre 2026 bis 2028 eine schrittweise Anhebung der Mindestverbrauchssteuer auf Zigaretten, Zigarillos und Feinschnitttabak vor.

Konkret steigt die Steuer auf verarbeitete Tabakwaren von 29,50 Euro pro 1.000 Zigaretten im Jahr 2025 auf 32 Euro im Jahr 2026. Danach erhöht sie sich auf 35,50 Euro im Jahr 2027 und auf 38,50 Euro im Jahr 2028.

Weitere Anstiege in den kommenden Jahren

Auch bei anderen Tabakprodukten steigen die Mindeststeuern deutlich. Für Zigarillos erhöht sich die Mindestabgabe von 37 auf 47 Euro pro Kilogramm im Jahr 2026, auf 49 Euro im Jahr 2027 und auf 51 Euro ab 2028.

Beim Feinschnitttabak – also Tabak zum Selbstdrehen von Zigaretten – steigt die Steuer von 148,50 Euro auf 161,50 Euro pro Kilogramm im Jahr 2026, auf 165,50 Euro im Jahr 2027 und auf 169,50 Euro ab 2028.

Auch E-Zigaretten betroffen

Von den Steueranpassungen betroffen sind auch E-Zigaretten. Für nikotinhaltige Liquids wird der Steuersatz auf 18 Prozent im Jahr 2026 festgelegt, steigt auf 20 Prozent im Jahr 2027 und auf 22 Prozent ab 2028.

Für nikotinfreie Liquids gelten niedrigere Sätze: 13 Prozent im Jahr 2026, 15 Prozent im Jahr 2027 und 17 Prozent ab dem Jahr 2028.

sor

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