Sonntag, 21. Juni 2026

Tote bei gegenseitigen Angriffen Russlands und der Ukraine

Bei russischen Angriffen in der Ostukraine sind laut Behörden drei Menschen getötet worden. Bei den Angriffen in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk habe es ein Todesopfer und neun Verletzte gegeben, teilte der örtliche Gouverneur Oleksandr Hanscha am Sonntag auf Telegram mit. Ein weiterer Angriff in der Region Poltawa tötete am Samstagabend zwei Menschen und verletzte 13 weitere, darunter sechs Kinder. Auch Russland meldete vier Tote nach ukrainischen Drohnenangriffen.

Ukrainische Rettungskräfte nach einem russischen Angriff (Archivbild). - Foto: © APA/AFP / SERGEY BOBOK

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht 239 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben.

Infolge der massiven ukrainischen Drohnenangriffe auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim im Raum Kertsch starben mindestens vier Menschen. Nach den Attacken gebe es auch 28 Verletzte, teilte der von Moskau eingesetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow am Sonntagmorgen auf Telegram mit. Details nannte er nicht.

Nach Berichten in sozialen Netzwerken gab es mehrere Explosionen und Brände in verschiedenen Regionen der Halbinsel. Im Kraftstoffterminal der Hafenstadt Kertsch sei ein Feuer ausgebrochen, eine große Rauchwolke liege über der Region, berichtete das Telegram-Portal „Krymski Weter“ am Morgen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Behörden informierten in der Nacht auch über die Schließung der Krim-Brücke zwischen Kertsch und dem russischen Festland für den Autoverkehr. Auch der Hafen Kawkas auf der russischen Seite der Straße von Kertsch soll bei dem Angriff getroffen worden sein. Dort liegen ebenfalls ein Kraftstoffterminal und ein Öldepot. Die Ukraine versucht seit Wochen, mit den zunehmenden Angriffen die Krim von der Versorgung abzuschneiden. Bemühungen um eine Beendigung des seit mehr als vier Jahren andauernden Kriegs unter Vermittlung der USA stocken.

apa

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