Bereits um 1880 gab es genau an der gleichen Stelle eine Bäckerei, nämlich die „Wienerbäckerei“. 1903 hieß der Laden dann „Dampfbäckerei“, und im Jahr 1940 hat Frau Ganner als Bäckerin das Geschäft weitergeführt.
So weiß es Hansi Grandi zu erzählen. Seit 1970 heißt die Bäckerei „Grandi“, die Eltern von Hansi Grandi, Anna und Max, haben sie gekauft und seit 1992 sind Hansi und Astrid hier die beiden Chefs.
Bäcker zu sein ist ein anstrengender Beruf. Hansi Grandi beginnt abends um 23 Uhr und backt bis um 5 Uhr verschiedenste Brotsorten. Danach müssen alle Brote ausgestellt werden und der Verkauf kann losgehen.
Täglich gibt es 40 Sorten Brot
Hansi Grandi ist Bäcker aus Leidenschaft, auch wenn er früher lieber Musiker geworden wäre. Am Bozner Konservatorium wollte er Violine studieren, man hat ihm aber nur das Cello angeboten – das wollte er nicht. Und so ist es beim Bäcker geblieben. Inzwischen backt er zusammen mit seinem Sohn und drei Bäckern 40 verschiedene Sorten Brot am Tag. Vollkornbrot, Weißbrot, Brezen, Schüttelbrot, Germzopf, Strudel, Nussbrot, Ciabatta usw. Am liebsten kaufen seine Kunden Vollkornbrot und die ganz besonderen Brote wie Oliven-Ciabatta, Focaccia, Apfelbrot oder Schüttelbrot.„In Bozen gibt es das beste Wasser weit und breit“
Astrid Grandi steht dagegen hinter der Theke und erzählt: „Die Stammkunden schätzen die Qualität der Brote. Alles handgemacht und geschüttelt, daher sind die Brote im Aussehen auch nicht jeden Tag gleich. Die Handsemmeln zum Beispiel oder die Schüttelbrote. Bei uns mischt der Bäcker alle Zutaten von Hand zusammen, da wird nicht nur einfach alles in eine Maschine gegeben und unten kommt das fertige Brot heraus. In Bozen gibt es das beste Wasser weit und breit und die Wasserqualität ist wichtig für ein gutes Brot.“Heute sind alle Grandi-Kinder im Betrieb beschäftigt so dass das Lebenswerk von Astrid und Hansi weitergeführt wird.


