Donnerstag, 2. Juli 2026

Einbruch beim Stellenaufbau am US-Arbeitsmarkt

Der US-Arbeitsmarkt hat sich im Juni massiv abgekühlt. Unter dem Strich wurden nur 57.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie aus dem am Donnerstag vorgelegten Bericht der Regierung hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten einen Anstieg um 110.000 erwartet. Im Mai waren nach revidierten Daten nur 129.000 Arbeitsplätze hinzugekommen. Ursprünglich war eine Zahl von 172.000 gemeldet worden.

Fed-Zinsspanne derzeit bei 3,5 bis 3,75 Prozent. - Foto: © APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA / CHIP SOMODEVILLA

Die separat ermittelte Arbeitslosenquote sank im Juni allerdings überraschend - und zwar auf 4,2 Prozent, nach 4,3 Prozent im Mai.

Die Löhne sind im Juni indes wie erwartet gestiegen. Gegenüber dem Vormonat legten sie um 0,3 Prozent zu, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten dies im Schnitt erwartet. Im Vormonat hatte das Lohnplus ebenfalls bei 0,3 Prozent gelegen.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll, hat den Leitzins zuletzt in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent konstant gehalten. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh sagte jüngst auf dem EZB-Forum in Sintra, die Inflationserwartungen und -gefahren hätten sich in den vergangenen Wochen abgeschwächt. Zugleich bekräftigte er das Bekenntnis, die Teuerungsrate wieder auf das Zwei-Prozent-Ziel der Federal Reserve zu bringen. An den Terminmärkten wird damit gerechnet, dass die Fed den Leitzins im laufenden Jahr anheben wird.

apa

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