77 Prozent der in Europa verbauten Batteriezellen für E-Autos seien 2025 in Asien hergestellt worden, heißt es in der Studie. Das sei ein Anstieg von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Nur 13 Prozent der Batteriezellen würden aktuell in Europa produziert und ein Großteil der europäischen Produktion wird von asiatischen Unternehmen kontrolliert. Einer der größten Akteure ist dabei das Unternehmen CATL, das mehrere Werke in Europa betreibt.
Nachfrage steigt weiter
Deloitte rechnet bis 2030 mit knapp 28 Millionen in Europa zu produzierenden E-Autos. Entsprechend steigt auch der Bedarf an Batterien. „Den hiesigen Batterieunternehmen entgehen über die kommenden vier Jahre Gewinne in Höhe von 10,5 Milliarden Euro, wenn sie diese nicht selbst herstellen“, teilte Harald Proff, Leiter im Automobilbereich bei Deloitte, mit. „Wenn europäische Hersteller hier nicht wettbewerbsfähig sind, werden die Absätze künftig noch stärker unter Druck geraten.“ Branche und Politik müssten hier „gemeinsam gegensteuern“.Zwar mache Europa Fortschritte beim Aufbau von Batteriefabriken und Fahrzeugproduktion. Abhängigkeiten sehen die Experten hingegen weiter vorne in der Wertschöpfungskette, also bei Rohstoffen, Raffination und Materialverarbeitung.
Die Batterieproduktion ist laut Proff eine langfristige Wette, die die europäischen Unternehmen noch gewinnen können. Es werde an neuen Technologien geforscht, „doch die Probleme liegen bei der Finanzierung und der Industrialisierung“. Investitionen und Fördermittel müssten daher nicht nur die Entwicklungsphase, sondern auch die ersten kapitalintensiven Betriebsjahre abdecken.



