Schweißtreibende 28 Grad zeigte das Thermometer im Tal an der stark frequentierten Haltestelle vor dem Haus der Berge. Deshalb wollten viele der Sommerhitze entfliehen und hinauf in luftige Höhen. Da kam das neue Mobilitätsangebot zum Mitterberg gerade recht.
Knapp 10 Minuten Busfahrt später begrüßten drei junge Ziehorgelspieler musikalisch den neuen Bergshuttle und seine Passagiere am Parkplatz vor der einstigen K.u.K. Festung Mitterberg. „Wir sind in Feierstimmung, denn ein langgehegter Wunsch geht heute in Erfüllung“, so Bürgermeister Thomas Summerer. „Wir können 120 Bürgerinnen und Bürgern aus unserer Gemeinde einen neuen Dienst anbieten, denn sie sind ab nun an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Einen speziellen Dank richte ich an Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, der die Notwendigkeit von Anfang an gefördert hat.
Besonders stark gemacht hat sich dafür der Verkehrs- und Mobilitätsreferent der Gemeinde Sexten, Alfred Innerkofler. „Es war mir ein spezielles Anliegen für Jung und Alt auf den verstreuten Höfen einen Zugang an den öffentlichen Personennahverkehr zu schaffen, zum Einkaufen ins Dorf oder zum Arzt, zur Musikschule oder zum Tennis. „Seit haint hommo an neuen Bus fir insra Leit„ wir beobachten, was funktioniert und wie man den Dienst noch effizienter machen kann.“
Für das Schuljahr 2027/28 soll der Bergshuttle für den Schülertransport ausgebaut werden. Geplant ist dann auch den Außerberg anzufahren und den Busdienst bis zur „Waldruhe“ auszudehnen.
Großen Dank an alle beteiligten Partner zollte der Präsident des Tourismusvereins Sexten, Walter Holzer. „Dies ist ein Beispiel guter Zusammenarbeit zwischen Land, Gemeinde, Mobilitätskonsortium, 3 Zinnen AG und Tourismusverein, die den Dienst finanzieren. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf 220.000 Euro. Dabei trägt 50 Prozent die autonome Provinz, 20 Prozent übernimmt die Gemeinde Sexten, den Rest von 66.000 Euro teilen sich der Tourismusverein und die 3 Zinnen AG. Nur gemeinsam war es möglich, einen Mehrwert für die Anrainer und ein Zusatzangebot für unsere Gäste zu schaffen.“
„Zwischen den Bauern und Grundbesitzern und dem Skigebietsbetreiber 3 Zinnen Dolomiten hat es stets eine gute Zusammenarbeit gegeben“ so Christian Tschurtschenthaler von der 3 Zinnen AG, „ und so war es uns ein Bedürfnis, dieses Projekt, das der Lokalbevölkerung zu Gute kommt, finanziell zu unterstützen.
Dass der Weg zur Realisierung des neuen Öffis 440.1 auch holprig war, wußte Sophia Oberjakober vom Mobilitätskonsortium zu berichten. Mit vereinten Kräften konnten die bürokratischen Hürden, die noch vor wenigen Wochen das Projekt zu kippen drohten, aus dem Weg geräumt werden. Jetzt verkehrt der Kleinbus ab den Morgenstunden stündlich mit kurzer Mittagspause und bis in den späten Nachmittag hinein.


