Dienstag, 4. August 2026

Sparkasse wächst trotz höherer Bankensteuer

Die Gruppe Südtiroler Sparkasse hat im ersten Halbjahr einen Reingewinn von 63,1 Millionen Euro erzielt. Das waren 5,7 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Zur Gruppe gehören die Südtiroler Sparkasse, die friulanische Tochterbank CiviBank und die Immobiliengesellschaft Sparim.

Die Bankengruppe erzielte ein Gewinnplus von 5,7 Prozent. sparkasse - Foto: © eg

Von:
Rainer Hilpold
Der Gewinn vor Steuern stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 11,6 Prozent. Dass der Zuwachs beim Nettogewinn geringer ausfiel, führt das Geldinstitut auf die höhere Steuerbelastung für Banken zurück. Zur Erinnerung: Mit dem Haushaltsgesetz 2026 wurde eine Erhöhung der Wertschöpfungssteuer IRAP für Banken um zwei Prozentpunkte beschlossen. Im Einzelabschluss erzielte die Südtiroler Sparkasse einen Reingewinn von 47,5 Millionen Euro, während die Tochterbank CiviBank 15,8 Millionen Euro erwirtschaftete.

Zulegen konnte auch das Kreditgeschäft: Die an Kunden vergebenen Kredite beliefen sich Ende Juni vor Abzug der Risikovorsorge auf 10,3 Milliarden Euro – 3,2 Prozent mehr als Ende 2025. Davon entfielen 7,2 Milliarden Euro auf die Sparkasse und 3,07 Milliarden Euro auf die CiviBank. Die Quote der faulen Kredite (NPL) sank brutto von 3,5 auf 3,0 Prozent.

Wesentlicher Wachstumstreiber war vor allem die positive Entwicklung des Kreditvolumens.
Nicola Calabró, Generaldirektor Südtiroler Sparkasse


„Wesentlicher Wachstumstreiber war vor allem die positive Entwicklung des Kreditvolumens, das bei beiden Banken der Gruppe deutliche Zuwächse verzeichnete“, erklärt Generaldirektor Nicola Calabrò.

Der Zinsertrag ging aufgrund des niedrigeren Zinsniveaus um zwei Prozent auf 145,6 Millionen Euro zurück. Der Zuwachs bei den Kundenkrediten konnte den Rückgang teilweise ausgleichen. Die Provisionserträge stiegen zugleich um 5,7 Prozent auf 63,4 Millionen Euro.

Die Summe aus direkten Kundeneinlagen und indirekten Kundenanlagen erhöhte sich um 1,8 Prozent auf 20,6 Milliarden Euro. Zu den indirekten Anlagen zählen etwa Wertpapiere, Fonds und andere von der Bank verwaltete oder vermittelte Finanzprodukte. Das verwaltete Vermögen allein nahm um 8,8 Prozent zu.

Die Betriebskosten sanken unterdessen um 5,9 Prozent auf 123,3 Millionen Euro.

Beleg für Solidität, Stabilität und Zuverlässigkeit.
Gerhard Brandstätter, Präsident Sparkasse


S&P Global Ratings hat der Gruppe erstmals ein sogenanntes „Investment-Grade“-Rating zuerkannt und bescheinigt ihr damit eine gute Kreditwürdigkeit. Zusammen mit dem bestehenden Rating von Fitch verfügt die Gruppe nun über zwei Bewertungen in diesem Bereich.

Präsident Gerhard Brandstätter sieht darin einen Beleg für die „Solidität, Stabilität und Zuverlässigkeit“ der Gruppe. Für das Geschäftsjahr 2026 stellte er den Aktionären erneut eine Dividende in Aussicht.

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