Dienstag, 21. Juli 2026

Österreichs EU-Abgeordnete fordern Brenner-Gipfel

Im Streit um den Brenner-Transit richten Österreichs EU-Abgeordnete einen gemeinsamen Appell an Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas. Im Schreiben, das von allen Mandataren außer der FPÖ unterzeichnet wurde, wird die EU-Kommission aufgefordert, den Dialog zwischen den betroffenen Mitgliedstaaten aktiv zu unterstützen und eine rechtssichere Lösung zu finden.

Der Schwerverkehr hat im ersten Halbjahr auf der Brennerautobahn zugenommen. - Foto: © Protect Our Winters / Chiara Pizzignacco



„Europäische Verkehrspolitik darf nicht vor Gerichten gestaltet werden, sondern muss durch gemeinsame politische Lösungen entstehen“, heißt es in dem Schreiben, das der APA vorliegt. Der Brenner zähle zu den wichtigsten Verkehrsachsen Europas. Während die Menschen entlang des Korridors seit Jahren unter den Belastungen eines stetig wachsenden Transitverkehrs leiden, benötige Europa gleichzeitig einen funktionierenden Binnenmarkt sowie einen leistungsfähigen Güterverkehr – „diese Ziele dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“.

Initiator Andreas Schieder (SPÖ) beobachtet eine gefährliche Dynamik in der Debatte: „Derzeit beobachten wir eine immer größere Spaltung statt eines gemeinsamen Weges. Aber wenn wir Lösungen wollen, die zukunftsfähig sind, braucht es eine Rückkehr zu Kompromissen, raus aus den Gerichtssälen.“

Die EU-Kommission müsse hierbei eine zentrale Vermittlerrolle einnehmen, so der SPÖ-Politiker weiter. „Es braucht endlich eine echte Verkehrswende in Europa und das funktioniert nur mit einer Verlagerung von der Straße auf die Schiene“, betont Schieder.

apa

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