Teilweise erreichten die Hagelkörner in der Lombardei und in Venetien einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern. Betroffen sind Tausende Hektar Anbauflächen mit Wassermelonen, Mais, Tomaten, Sojabohnen, Melonen, Zuckerrüben, Zwiebeln sowie Futterpflanzen. Zudem wurden Photovoltaikanlagen, Dächer von Wirtschaftsgebäuden und Gewächshäuser beschädigt.
Süditalien ist von zahlreichen Bränden belastet. Betroffen ist der Nationalpark Pollino im Herzen Kalabriens. Das Feuer erreichte die Gebiete Manfriana und Dolcedorme im Herzen des Nationalparks. Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Süden bei Morano Calabro für mehrere Stunden gesperrt. In der Gemeinde Castrovillari in Kalabrien wurden die Bürger aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Feuerwehr, Löschflugzeuge vom Typ Canadair, der regionale Forstdienst und die Straßenbaubehörde Anas waren im Einsatz. Starker Wind, hohe Temperaturen und das unwegsame Gelände erschwerten die Löscharbeiten.
In der kalabrischen Gemeinde Papasidero in der Provinz Cosenza verbrannten nach Behördenangaben etwa zehn Hektar mediterraner Vegetation und Waldbestand. Das Feuer, das am Vortag ausgebrochen war, näherte sich zeitweise dem abgelegen gelegenen Wallfahrtsort Santa Maria di Costantinopoli.
Auf Sardinien verbrannten Tausende Hektar Weideland und Felder, berichtete Coldiretti. Außerdem seien Bienenstöcke, Futtervorräte sowie landwirtschaftliche Gebäude zerstört worden. Die Schäden werden dort auf rund zehn Millionen Euro geschätzt.
Auch auf Sizilien verschärfte sich die Lage. In Castronovo di Sicilia wurden nach Angaben örtlicher Behörden neben Felder auch Gebäude und Nutzfahrzeuge zerstört. Nach Angaben von Coldiretti sind seit Jahresbeginn auf Grundlage von Daten des europäischen Waldbrandinformationssystems EFFIS fast 22.000 Hektar Wald- und Agrarflächen in Italien verbrannt.


