Mittwoch, 16. September 2026

Wo Laureiner einkaufen und zusammentreffen

Mit dem Namen Weger ist die Nahversorgung in einem Teil des Deutschnonsbergs seit 164 Jahren untrennbar verbunden: Die Familie betreibt in Laurein das seit langer Zeit einzige Gemischtwarengeschäft in der Gemeinde. Und seit Jahrzehnten hält Theresia Weger den Dorfladen gemeinsam mit ihrer Familie am Laufen. „Wir halten zusammen und sind zufrieden“, betont die 61-Jährige. „Die Bevölkerung steht hinter uns, wofür wir dankbar sind. Ohne sie müssten wir auch zusperren.“

Theresia Weger (61) – eine Geschäftsfrau mit Leib und Seele. fm - Foto: © fm

Das Sortiment ist für eine Gemeinde mit über 300 Einwohnern erstaunlich groß und vielfältig: Von Brot, Wurst und Speck über Getränke, Fertiggerichte, Geschenkartikel und Haushaltswaren bis hin zu Nägeln, Schrauben und Futtermitteln findet sich im Geschäft vieles, was im Alltag gebraucht wird. Natürlich gehen auch die „Dolomiten“ über den Ladentisch – und Abonnenten können ihr Tagblatt im Geschäft abholen.

Das Angebot sei im Laufe der Jahre immer wieder angepasst und erweitert worden, erzählt Weger. Große Mengen an Stoffen würden heutzutage beispielsweise nicht mehr verkauft. „Auch Bekleidung haben wir nur noch in einem kleinen Umfang im Angebot. Da können wir mit der Konkurrenz einfach nicht mithalten“, sagt die Laureinerin.

Für Theresia Weger ist der Dorfladen weit mehr als ein Geschäft: „Ich glaube, dass wir auch eine soziale Aufgabe erfüllen. Die Leute treffen sich hier.“ Dass die Nahversorgung in Laurein funktioniert, liegt auch an der Flexibilität der Familie. „Oft halten wir länger offen, mittags ebenso wie abends. Sonntags haben wir eigentlich geschlossen. Wenn aber jemand etwas braucht, sagen wir natürlich nicht nein. Wir wohnen ja im selben Haus“, erzählt die 61-Jährige.

Dass das keine leeren Worte sind, zeigt sich prompt: Gerade kommt ein Bub herein und wird, obwohl eigentlich geschlossen ist, freundlich bedient. „Ich verschicke niemanden“, betont Weger, die vor dem Geschäft auch einen Automaten aufstellen ließ – u. a. mit Getränken und Zigaretten.

„Ich arbeite sehr gerne. Wenn ich nicht mehr hier sein könnte, würde ich krank werden“, sagt sie. Und so wie es aussieht, gibt es den Laden auch künftig: „Unser Sohn Damian macht weiter“, betont Weger. Dankbar ist sie auch für die Landesförderung für Nahversorger: „Jeder Euro zählt, wenn man bedenkt, was nur der Strom kostet. Angestellte wären aber trotzdem keine drin.“ Übrigens: Weger bietet auch Post-Dienstleistungen an.

Foto: © Repro

fm

Stellenanzeigen


Teilzeit






Teilzeit





powered by
Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden