In diesem Zusammenhang ist der Arbeitsvertrag der Journalisten jedoch an organisatorische Modelle gebunden, die durch die technologische Entwicklung überholt sind: die wirtschaftliche und normative Starrheit sowie die Kostenbelastung und das Vorhandensein paradoxer Situationen – wie die Bezahlung ehemaliger Feiertage, die bereits durch ein Gesetz von 1977 abgeschafft wurden – machen wesentliche Änderungen notwendig.
In diesen Jahren hat das kostspielige, prozentuale Stufensystem des Vertrags – inzwischen ein Unikum – den Journalisten im Wesentlichen die Kaufkraft gesichert. Trotz der fehlenden Bereitschaft der Gewerkschaft, die vertraglichen Bestimmungen in irgendeiner Weise zu erneuern, haben die Verlage ein bedeutendes wirtschaftliches Angebot vorgelegt.
Der italienische Zeitungsverlegerverband FIEG hält daher die Position des italienischen Journalistenverbandes FNSI, das Angebot abzulehnen und in einer so schwierigen Situation wie der aktuellen einen Streik auszurufen, für wenig konstruktiv.
Sie appellieren ans Verantwortungsbewusstsein der Journalisten und setzen auf einen realistischeren Dialog über die Herausforderungen, denen sich Verlagswelt und Journalistenberuf heute stellen müssen.


