Alpen
Wolf & Bär genauer unter die Lupe nehmen
Die Präsenz von Wolf und Bär und deren Auswirkungen auf die alpine Landwirtschaft genauer unter die Lupe nehmen: Das war das Ziel eines Expertentreffens, zu dem das Vorsitzland der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp), Vorarlberg, in Bregenz eingeladen hatte.
Erneut Skifahrer bei Lawinenunglück in französischen Alpen gestorben
In den französischen Alpen sind erneut zwei Skifahrer durch eine Lawine getötet worden. Eine Gruppe von fünf Skifahrern sei am Dienstag in den Bergen nahe dem Urlaubsort La Grave von der Lawine erfasst worden, erklärte die Staatsanwaltschaft in Gap im Südosten Frankreichs am Dienstag.
Offener Brief: „Schutz der Alpen vor übermäßigem Transitverkehr “
67 Organisationen, darunter der Dachverband für Natur- und Umweltschutz/CIPRA Südtirol, haben einen offenen Brief an EU-Kommissar Apostolos Tzitzikostas und die Verkehrsminister der Alpenländer gerichtet. „Der Alpenraum steht zunehmend unter Druck durch die Klimakrise, die Luftverschmutzung und das stetig wachsende Verkehrsaufkommen. Wir fordern deshalb die Beibehaltung der Tiroler Güterverkehrsregelung am Brennerpass“, teilen sie in einer Aussendung mit.
Nach 100 Jahren: Gigant der Alpen ist endgültig zurück
Ein stiller Triumph nach der völligen Ausrottung in den Alpen im Jahr 1930 – und ein Meilenstein für den Artenschutz in Südtirol: Dieser Tage erhob sich – vermutlich erstmals seit knapp 100 Jahren – ein in Hinterpasseier geschlüpfter Bartgeier aus einem Horst in die Lüfte.
Gletscherschmelze in den Alpen heuer besonders früh
Es sieht nicht gut aus für die Alpengletscher in diesem Jahr: Das legt der Gletscherschwundtag nahe. Es ist der Tag, an dem der Winterschnee geschmolzen ist und es an die Substanz der Gletscher geht. Der Tag lag in der Schweiz in diesem Jahr vergleichsweise sehr früh, wie Gletscherforscher Andreas Bauder von der ETH Zürich berichtete. Er geschah je nach Gletscher bereits Ende Juni/Anfang Juli. „Die Situation dürfte in den gesamten Alpen ähnlich sein“, sagte Bauder.
Forschung auf dünnem Eis
Die Gletscher der Alpen schmelzen – sichtbar, spürbar und unumkehrbar. Was das für Wasserhaushalt, Landwirtschaft und Lebensräume bedeutet, beschäftigt Forscher aus aller Welt. In Karthaus kommen deshalb jedes Jahr junge Wissenschaftler zusammen, um gemeinsam zu lernen, zu forschen und nach Lösungen zu suchen.
Studie: Ein Drittel weniger Schnee in den Alpen
23 Prozent weniger Schneefall in den Nordalpen, nahezu eine Halbierung im südlichen der Alpen: Zwischen 1920 und 2020 haben die Schneefälle im gesamten Gebirgszug deutlich abgenommen, insgesamt um 34 Prozent. Das geht aus einer von Eurac Research koordinierten Studie hervor, die im „International Journal of Climatology“ veröffentlicht wurde.
Schwindende Gletscher, höhere Waldgrenze: Sichtbarer Wandel im Vinschgau
Schwindende Gletscher, höhere Waldgrenze und mehr. Die Landschaft im Vinschgau verändert sich.Wie genau haben Forscher kürzlich bei einer Veranstaltung in Martell geschildert. Außerdem berichteten sie, was das SEHAG-Projekt und die App „myALPICS“ sind.
Besendert auf in die freie Wildbahn
Mehr als nur ein Ort der Geschichte und der Kultur ist das Bunker-Mooseum in Moos. Mit der Zucht und Auswilderung von Alpensteinhühnern tragen der Museumsverein Hinterpasseier und die Gemeinde zum Erhalt der heimischen Wildtierwelt bei: 10 der 12 im Vorjahr geschlüpften Steinhühner wurden jüngst in die freie Wildbahn entlassen – 3 mit einem speziellen „Rucksack“.
In Tirols Bergen lagert das „Gold“ der Neuzeit
Tirol war in seiner Geschichte immer sehr stark vom Bergbau geprägt. Von Silber in Schwaz über Salz in Hall in Tirol bis Gold im Zillertal, um nur einige Beispiele zu nennen. Geologen haben nun herausgefunden, dass in Tirol auch Lagerstätten eines der wichtigsten „modernen“ Metalle zu finden sind. Lithium – wichtiger Rohstoff für Akkus. + von Manfred Schiechtl
Probleme mit dem Herdenschutz: Die besondere Situation in Südtirol
Tierarzt Dr. Helmuth Gufler ist Spezialist für das Gesundheitsmanagement kleiner Wiederkäuer. Er räumt im Folgenden mit einige Mythen rund um das Thema Wolf und Herdenschutz auf und erklärt, welche Probleme sich aus den bekanntesten Forderungen ergeben, die Wolfsschützer an Weidetierhalter stellen.
Dramatische Zeiten für Steinbock, Gämse und Co.
Die Erderhitzung verschont die Gebirge nicht, was auch Tiere, die in den Alpen leben, zu spüren bekommen. Ein über viele Generationen in sich angepasstes Ökosystem muss sich nun in wenigen Jahrzehnten auf veränderte Bedingungen einstellen. Steinbock, Gämse und Co. könnten in Zukunft an ihre Grenzen kommen.
Bevor sie Menschen angreifen: „Müssen Wölfe scheu halten“
Nach der tödlichen Bärenattacke im Trentino fragen sich viele in Südtirol: Machen wir diesen Fehler auch bei den Wölfen – nämlich ihrer Vermehrung so lange zuschauen bis sie immer näher an den Menschen heranrücken und es dann gefährlich wird? Der bekannte Münchner Wildtierbiologe und langjährige Universitätsprofessor Wolfgang Schröder sagt, was sofort zu tun ist, um es nicht soweit kommen zu lassen.
Warum wir weniger Schüler auf Südtirols Skipisten sehen werden
Der Skiausflug in die Alpen – nach Österreich oder Südtirol – ist für viele Schüler eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag. Doch viele Eltern müssen dafür tief in die Tasche greifen. Nun wird nach günstigeren Alternativen gesucht. + von Philipp Demling und Alexia Angelopoulou
Schneehuhn im Grünen – Die Leiden der Alpentiere im milden Winter
Alpenschneehuhn, Schneehase, Murmeltier und Steinbock: Sie haben sich angepasst und können bei Minusgraden in tief verschneiter Landschaft überleben. Was aber, wenn der Schnee fehlt und es teils frühlingshaft warm ist? + Von Sabine Dobel
So viele Wolfsrudel gibt es mittlerweile in den Alpen
2021 gab es über 250 Wolfsrudel im Alpenraum. Mit dem weiteren Zuwachs dieses Jahr ist bald die Hälfte des Lebensraumes besiedelt. Die vollständige Besiedlung wird bereits in wenigen Jahren erreicht sein. Dies geht aus einer Erhebung der „Gruppe Wolf – Schweiz“ hervor.
Alpen werden grün: Ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht?
Die Gletscher schmelzen ab, Bäume und andere Pflanzen klettern nach oben: Vom All aus lässt sich bereits beobachten, dass die Alpen „zuwachsen“. Das gab es übrigens schon in der Erdgeschichte. Also kein Grund zur Panik, ja vielleicht sogar eine erfreuliche Entwicklung? + Von Michael Eschgfäller
So hart wird die Erderwärmung unsere Täler treffen
Der Klimawandel werde die Alpen eher am Rande streifen, meinen viele. Diese Sicherheit sei trügerisch, sagt Kaspar Schuler, Geschäftsführer der internationalen Alpenschutzkommission CIPRA: „Schon jetzt sind wir doppelt so stark betroffen wie im globalen Durchschnitt.“ Was das für die nahe Zukunft bedeutet, erklärt Schuler im Interview. + Von Isabelle Hansen



