Banken
Gegen das Filialsterben: Warum Südtirols Banken anders ticken
Italien erlebt seit Jahren ein massives Filialsterben – zuletzt sank die Zahl der Geschäftsstellen auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahrzehnten. Südtirol stemmt sich gegen den Trend. Während andernorts die Lichter ausgehen, halten heimische Institute an der Nähe zum Kunden fest und bauen die Filiale zum Beratungszentrum um.
Razzia in Zentrale der Deutschen Bank wegen Cum-Cum
Ermittler durchsuchen einem Medienbericht zufolge die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung. Hintergrund seien Ermittlungen zu sogenannten Cum-Cum-Geschäften, berichteten „Business Insider“ und „Welt“ am Mittwoch. Beamte der Staatsanwaltschaft und der Steuerfahndung seien vor Ort im Einsatz. Eine Stellungnahme der Deutschen Bank lag zunächst nicht vor.
Steigende Staatsschulden und KI-Boom erhöhen globale Risiken
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt vor wachsenden globalen Risiken durch wachsende Staatsverschuldung und die unklaren Folgen des KI-Booms. In ihrem am Sonntag veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht mahnte die Dachorganisation der Zentralbanken eine disziplinierte Politik an. Denn trotz einer zuletzt widerstandsfähigen Konjunktur müssten die Verantwortlichen entschlossen handeln, um die finanzielle Stabilität zu sichern.
Neue Buwog-Anklagen gegen Grasser, Meischberger und Hochegger
In der BUWOG-Affäre gibt es nun beim Vorwurf der Abgabenhinterziehung zu verdeckten Zahlungen aus der Privatisierung von Bundeswohnungen und der Einmietung von Finanzbehörden in den Terminal Tower Linz eine neue Anklage gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP), Walter Meischberger und Peter Hochegger. Der mutmaßliche Steuerschaden beläuft sich laut Angaben der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) vom Mittwochabend auf 4,9 Mio. Euro.
145 Millionen Euro aus Trentino-Südtirol ins Ausland überwiesen
Ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Trentino-Südtirol haben im Jahr 2025 insgesamt 145,1 Millionen Euro in ihre Herkunftsländer überwiesen. Während die Summe in Südtirol leicht anstieg, ging sie im Trentino spürbar zurück.
Raiffeisen glänzt – doch eine Sparte steht unter Druck
Die Raiffeisenkassen im Land blicken auf ein außergewöhnlich starkes Jahr zurück. Gewinn, Einlagen und Kapitalausstattung legten deutlich zu. Doch unter dem Dach des Raiffeisenverbandes lief 2025 nicht jede Sparte rund, wie bei der Vollversammlung deutlich wurde.
Russisches Gericht fordert 200 Milliarden Euro von Euroclear
Ein Gericht in Moskau hat der milliardenschweren Schadenersatzklage der russischen Zentralbank gegen den belgischen Finanzdienstleister Euroclear laut Medienberichten stattgegeben. Euroclear müsse 18,17 Billionen Rubel (umgerechnet etwa 200 Milliarden Euro) zahlen, urteilte nun ein Moskauer Gericht in erster Instanz laut dem Wirtschaftsportal RBK. Euroclear verwaltet den Großteil des in der EU nach Moskaus Invasion in die Ukraine festgesetzten russischen Vermögens.
Deutsche Finanzaufsicht rügt UniCredit
Die deutsche Finanzaufsicht greift bei einer Kampagne der UniCredit, Mutterkonzern der Bank Austria, im Übernahmekampf um die deutsche Commerzbank ein. Die BaFin untersagte der italienischen Großbank Werbeanzeigen zulasten der Commerzbank, die sie in Sozialen Medien veröffentlicht hatte. Die Werbung wurde als unzulässig eingestuft. Die Behörde rügte die „reißerische und unsachliche Aufmachung“ der Anzeigen.
Bewaffnete Bande nimmt bei Banküberfall in Neapel 25 Geiseln
Bei einem spektakulären Banküberfall in Neapel haben bewaffnete Täter Donnerstagmittag mindestens 25 Menschen in ihre Gewalt gebracht. Die Räuber flüchteten nach der Tat durch ein unterirdisches Tunnelsystem. Die Geiseln wurden nach rund einer Stunde unverletzt befreit, teilten die Behörden mit. Die Bande hatte gegen 12.30 Uhr eine Filiale der Bank Crédit Agricole überfallen. Ein Passant hatte zuvor verdächtige Bewegungen im Inneren bemerkt und den Notruf gewählt.
Raiffeisen Landesbank zieht positive Bilanz
Die Raiffeisen Landesbank (RLB) hat ein erfolgreiches Jahr 2025 hinter sich: Die Ergebnisse seien gut und der Strategieplan auf dem Weg, wie die Bankenspitze gestern anlässlich der Gesellschafterversammlung mitteilte. Den Gewinn konnte die RLB wieder leicht steigern.
RBI übernimmt Garanti in Rumänien für 591 Millionen Euro
Die Raiffeisen Bank International hat in der Nacht auf Samstag bekannt gegeben, dass sie die rumänischen Geschäftsbereiche der BBVA-Tochter Garanti für 591 Millionen Euro übernehmen werde. Durch die Zusammenführung der erworbenen Gesellschaften mit den rumänischen Einheiten der RBI sollen operative und kostenseitige Synergien realisiert werden. Durch die Akquisition werde Raffeisen gemessen an der Bilanzsumme voraussichtlich zur drittgrößten Bank in Rumänien, so die RBI.
Falsche Polizisten am Telefon: Betrüger ergaunern bis zu 100.000 Euro
Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) schlägt Alarm: Eine perfide Kombination aus SMS-Betrug und Schockanrufen setzt Bankkunden massiv unter Druck. Die Täter geben sich als Polizisten aus und bringen ihre Opfer dazu, ihr gesamtes Erspartes auf vermeintlich „sichere Konten“ zu überweisen.
Monte Paschi plant volle Integration mit Mediobanca
Das italienische Geldhaus Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) hat seinen Industrieplan 2026-2030 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass die Bank dank der Integration mit der Mailänder Investmentbank Mediobanca zum „drittgrößten italienischen Akteur“ im Bankensektor nach Intesa Sanpaolo und der Bank Austria-Mutter UniCredit aufsteigen wird – mit über 7 Millionen Kunden.
Rom will Milliarden von Banken und Versicherern einheben
Italiens Regierung will Banken und Versicherer mit einer neuen Steuer in Milliardenhöhe zur Kassa bitten. Der Finanzsektor soll in den drei Haushaltsjahren von 2026 bis 2028 mit insgesamt 11 Milliarden Euro zusätzlich belastet werden, wie aus einem am Freitag veröffentlichten Haushaltsentwurf hervorgeht.
Meloni will Banken zur Kasse bitten
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni will im Rahmen des Haushaltsgesetzes für 2026 die Banken um einen finanziellen Beitrag bitten. „Ich habe nicht die Absicht, das Bankensystem zu bestrafen. Wir können die Banken aber um Unterstützung bitten“, sagte Meloni im Zuge der laufenden Haushaltsverhandlungen.
Glück im Unglück: Südtiroler erhält nach Betrug sein Geld zurück
Ein Südtiroler Kunde ist um über 6.000 Euro betrogen worden und bekommt nun das Geld von seinem Zahlungsdienstleister zurückerstattet. „Ein Einzelfall“, betont die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS), die sich des Falls angenommen hat.
Echtzeitüberweisungen: Banken mahnen zur Vorsicht
Geld in Sekundenschnelle auf dem Empfängerkonto – zu jeder Tages- und Nachtzeit, auch an Feiertagen. Auch in Südtirol sind Echtzeitüberweisungen mittlerweile Realität. Doch wo Geld in Sekundenbruchteilen fließt, wächst auch das Risiko für Fehler und Betrug. Heimische Banken warnen deshalb vor unbedachtem Umgang.



