Ernte
„Die Ernte beginnt immer früher“
Der Klimawandel verändert den Rhythmus der Landwirtschaft – auch in Bozen. Welche Folgen die steigenden Temperaturen für die Landwirte bzw. für den Anbau von Äpfeln und Trauben haben, erklärt Michael Staffler, Obmann der Bozner Ortsgruppe des Bauernbunds, im Gespräch mit STOL.
Alarm im Pustertal: Heuernte bricht um bis zu 80 Prozent ein
Die Pustertaler Landwirtschaft steht derzeit stark unter Druck: Denn aufgrund der anhaltenden Trockenheit ist die Heuernte vielerorts dramatisch eingebrochen. „Während es in guten Lagen Verluste von 40 bis 50 Prozent sind, machen sie in Hanglagen bis zu 80 Prozent aus“, sagt Bauernbund-Bezirksobmann Manfred Vallazza.
So wird Südtirols Wein-Jahrgang
Die letzten Trauben müssen noch geerntet werden, schon jetzt zeigt sich aber: Der Jahrgang 2025 dürfte trotz zum Teil extremer Wetterschwankungen im Sommer ein guter werden – mit saftigen Rotweinen und Weißweinen, die leichter ausfallen werden als in den letzten Jahren.
Apfel-Business: Wie unsere Millionen von Äpfeln verkauft werden
Man kann es nicht übersehen, schon allein wegen der vielen Traktoren samt Anhängern auf den Straßen: Die Apfelernte läuft. Nicht nur die Ernte an sich ist stets eine organisatorische Herausforderung, hinter dem ganzen Apfel-„Business“ steckt noch viel mehr.
Ein Dank für die gute Ernte
Hunderte Konsumentinnen und Konsumenten besuchten am Samstag wieder das Erntedankfest des Südtiroler Bauernbundes in Bozen. Sie nutzten die Gelegenheit, die Produzentinnen und Produzenten kennenzulernen und direkt bei ihnen einzukaufen. Besonders wurde heuer für die gute Ernte gedankt.
Erntedank für über 17.000 Tagwerke
Viele helfende Hände unterstützen freiwillig und unentgeltlich Südtiroler Bergbauernfamilien bei der harten Arbeit – im Stall, auf dem Feld und im Haus. „17.000 Tagwerke leisteten sie heuer“, sagte Georg Mayr, der Obmann des Vereins Freiwillige Arbeitseinsätze (VFA) bei der Erntedankfeier am Samstag im Sarner Bürgerhaus.
Mit Besen, Schaufeln und bloßen Händen gegen Heuschrecken
Südtirol hat Heuschrecken anscheinend immer schon angezogen. Die Zweifarbige Beißschrecke und der Dickkopfgrashüpfer kamen zuletzt fliegend nach Südtirol. Weit bequemer hatte es da wohl die kurzflügelige Kleine Knarrschrecke die laut den Wissenschaftlern von Eurac Bozen vermutlich mit dem Zug ins Unterland gekommen ist. Das sind Einzelfälle – aber das war nicht immer so. Von Manfred Schiechtl
„Die Ernteprognosen schaden uns Bauern“
Jedes Jahr Anfang August werden die Schätzungen der Apfelernte in ganz Europa bekannt, auch jene aus Südtirol. Das wird allerdings von einigen Bauern alles andere als gern gesehen. „Das spielt doch nur den Handelsketten in die Hände und schadet uns Landwirten“, kritisiert Georg Gallmetzer, Präsident der Arbeitsgruppe „Zukunft Landwirtschaft“, hinter der 300 Mitglieder stehen.
Biblische Plage: Als Tirol einen Krieg gegen Heuschrecken führte
Es war, als wäre die achte der zehn biblischen Plagen des Alten Testaments überTirol hereingebrochen. Stellenweise verdunkelte sich der Himmel, als ein gigantischer Schwarm Wanderheuschrecken durch das Inntal zog. + von Manfred Schiechtl
Blauschwarzer Dreck unter den Fingernägeln – und stolz drauf
Am Unterganznerhof in Kardaun bei Bozen hilft unser Autor dem bekannten Weinbauern Josephus Mayr bei der Olivenernte. Nur wenig später kommt die Ernte eines halben Tages in die Presse und Mayr erklärt, warum Wein und Olivenöl so gut zusammenpassen. + Von Helmut Luther
Regiokorn-Ernte: 330 Tonnen bestes Getreide
35 Bäckereien, 57 landwirtschaftliche Betriebe, 100 Hektar Getreideäcker und eine Ernte, die dank guter Witterungsbedingungen seit der Auswinterung der Saat die Erwartungen erfüllt – qualitativ wie quantitativ. Das Regiokorn-Projekt steht im elften Jahr seines Bestehens als wichtige Nische in Südtirols Landwirtschaft gut da. Im Frühjahr hat IDM Südtirol eine Kampagne in Südtirols Bäckereibetrieben gestartet, um die Brotspezialitäten aus Regiokorn noch bekannter zu machen.
Weinlese in Italien beginnt mindestens eine Woche früher
Aufgrund der hohen Temperaturen und der großen Trockenheit in den vergangenen Wochen fällt der Startschuss für die Weinlese in Italien heuer mindestens eine Woche früher als noch im vergangenen Jahr. Dies geht aus einer Analyse des italienischen Landwirtschaftsverbandes Coldiretti hervor.
Herr Santer, schadet die große Hitze den Südtiroler Äpfeln?
Die Hitze hat manchen Bauern ordentlich zu schaffen gemacht. Wie steht es um die Südtiroler Äpfel? STOL hat bei Manuel Santer, Obmann des Südtiroler Beratungsrings für Obst- und Weinbau, nachgefragt, wie es mit der heurigen Ernte aussieht.
Rekord: Das ist die größte Erdbeere der Welt
Chahi Ariel ist Bauer in Israel und Weltrekordhalter: Er hat die größte Erdbeere der Welt geerntet. 298 Gramm wiegt sie und ist damit fast fünfmal so schwer wie eine gewöhnliche. 18 Zentimeter lang und 4 Zentimeter breit, einen Umfang von 34 Zentimetern: Das kann sich sehen lassen. Damit hat es der Bauer ins „Guinness-Buch der Rekorde“ geschafft.
„Herr Felicetti, gehen uns bald die Nudeln aus?“
Was, wenn es plötzlich kein Hartweizen mehr gäbe? Kein Brot, keine Nudeln? Was bislang utopisch klang, könnte demnächst Realität werden: Durch Missernten im vergangenen Jahr fehlen weltweit 4 Millionen Tonnen Hartweizen, die Lagerbestände sind bereits aufgebraucht. Wie es jetzt weitergeht, erklärt Riccardo Felicetti von der Trentiner Nudel-Marke Felicetti. + Von Elisabeth Turker



