Etsch
Wasser wird knapp: Sparsamer Umgang ist gefragt
Im Einzugsgebiet der Etsch wird das Wasser knapper. Deshalb hat die Ständige Beobachtungsstelle zur Nutzung der Wasserressourcen in den Ostalpen am heutigen Mittwoch die Warnstufe von niedrig auf mittel angehoben. Südtirol, Trentino und Venetien sind nun aufgerufen, Sparmaßnahmen umzusetzen.
Wassernotstand erreicht jetzt auch die Etsch: „Wir sind am Limit“
Die dritte Hitzewelle des Sommers fordert ihren Tribut. Seit Tagen liegt der Mindestablauf der Etsch im Mündungsgebiet bei Rovigo unter der Mindestmenge von 80 m3/sec und man riskiert das Eindringen von Salzwasser. Heute trifft sich das Koordinierungsgremium, um Maßnahmen zu ergreifen.
Natürliche Dammbeweidung mit vierbeinigen „Mähmaschinen“
Seit nunmehr 3 Jahren beweiden die beiden Berufshirten Sandra Hofer und Daniel Paratscha in den Winter- & Frühlingsmonaten mit ihrer Schafherde das Etschufer zwischen Salurn und Lana. STOL hat die beiden leidenschaftlichen Schäfer getroffen und mit ihnen über ihre Tätigkeit gesprochen. Weiters spricht auch Amtsdirektor Thomas Thaler vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd über dieses anspruchsvolle und wichtige Projekt entlang Südtirols längstem Flusses.
Nach traurigem Fund bei Neumarkt: Toter identifiziert – Ermittlungen dauern an
Nach dem traurigen Fund einer Leiche in der Etsch auf der Höhe von Neumarkt am gestrigen Dienstag ist das Rätsel um die Identität des Toten gelöst. Es handelt sich um einen rund 63-jährigen Einheimischen. Die genauen Todesumstände sind weiter Gegenstand der Ermittlungen.
Salurner Kommandant: „Bei Regen werden schlimme Erinnerungen wach“
Am 19. Juli 1981 um 3.15 Uhr in der Früh brach der Etschdamm zwischen Salurn und Laag auf dem orografisch linken Ufer: Salurn wurde überschwemmt. 36 Stunden hatte es zuvor geregnet. Regen und Hochwassergefahr lösen stets große Besorgnis in der Salurner Bevölkerung aus, wie Feuerwehrkommandant Christopher Nardin im folgenden Interview unterstreicht.
„Trinkwasser aus Wasserleitungen könnte nicht mehr selbstverständlich sein“
Millionen Menschen in Italien könnten in den nächsten Monaten die Folgen der Wasserknappheit konkret zu spüren bekommen. „Für 3,5 Millionen Italiener könnte Trinkwasser aus den Wasserleitungen nicht mehr selbstverständlich sein“, so der ANBI-Experte Francesco Vincenzi. Auch der Wasserstand der Etsch ist derzeit sehr niedrig.
Etsch: Wassernotstand ausgerufen
Aufgrund der seit Monaten fehlenden signifikanten Niederschlägen und der daraus resultierenden großen Trockenheit kommt es derzeit am Unterlauf der Etsch zu großen Problemen in der Wasserversorgung. Aus diesem Grund wurde am Freitagnachmittag der Wassernotstand ausgerufen.
Venetien fordert mehr Wasser aus Südtirol: Was macht das Land?
Kommt ein „Krieg ums Wasser“, wie italienische Zeitungen bereits titeln? Das Veneto leidet unter der akuten Trockenheit und fordert, dass Südtirol über die Etsch mehr Wasser in die südliche Region schickt. Ist das überhaupt möglich ohne dass in Südtirol einige Sektoren auf dem Trockenen sitzen? + Von Alex Zingerle
Warum Leichen über Wochen unter Wasser bleiben können
Nun ist es traurige Gewissheit: Auch Peter Neumair ist tot. Fast 4 Monate dauerte es, bis die Etsch seinen leblosen Körper freigab. Bisher ist die Todesursache nicht vollständig geklärt. Welchen Einfluss Wochen im Wasser auf einen leblosen Körper haben, erklärt Ötzi-Konservator Prof. Oliver Peschel.
Mann sieht schwimmendes Objekt: Suche nach Peter Neumair weiterhin ergebnislos
Nachdem ein Spaziergänger am Sonntagmorgen ein schwimmendes Objekt in der Etsch gesehen hatte, wurde die Suche nach Peter Neumair wieder aufgenommen. Es konnte aber nichts gefunden werden, die Suche wurde nach 2 Stunden abgebrochen.
Suche nach Peter Neumair bleibt erfolglos
Seit dem Samstagmorgen wurde in der Etsch fieberhaft nach dem vermissten Peter Neumair gesucht. Während am Nachmittag auf ein Signal der Spürhunde hin kurzzeitig die Hoffnung auf Erfolg gehegt wurde, musste die Suche gegen 17 Uhr abgebrochen werden – ohne den Vermissten gefunden zu haben.
Pegel der Etsch soll für Suche nach Vermissten gesenkt werden
Bei der Suche nach Peter Neumair und Laura Perselli, die mittlerweile seit 31 Tagen verschwunden sind, starten Ermittler und Einsatzkräfte einen neuen Versuch: Am morgigen Samstag soll der Pegel der Etsch gesenkt werden. Bei weniger Wasserführung sollte es leichter sein, den Fluss abzusuchen.



