Geburtenrate
Geburtenrate in Italien sinkt immer weiter – Südtirol bleibt die Ausnahme
In Italien werden weniger Kinder geboren: Im vergangenen Jahr kamen nur noch etwa 355.000 Kinder zur Welt – im Vergleich zu 2024 ein Minus von 3,9 Prozent. Die Geburtenrate sank nach Angaben des staatlichen Statistikamtes Istat auf statistisch 1,14 Kinder pro Frau, 2024 waren es noch 1,18 Kinder pro Frau. Südtirol hingegen bleibt die Ausnahme.
Geburtenrückgang: „Dann stehen nicht nur die Renten auf dem Spiel“
Leistungen, die im Staat nicht existieren, ein starker Ausbau der Kinderbetreuung, Familien- und Kindergeld, rentenmäßige Absicherung der Erziehungszeiten: Diese Maßnahmen halfen Südtirol, nicht in den Sog des Geburtenrückgangs Italiens zu geraten. „Aber auch in Südtirol spüren junge Familien großen Druck“, gibt Christa Ladurner, Soziologin im Forum Prävention, zu bedenken.
Geburtenrate in Südtirol: Positives Signal, aber „kein Anlass zur Entwarnung“
„Hier ist dringendes Handeln notwendig“: Die Allianz für Familie mahnt nach der Veröffentlichung der jüngsten Statistiken zur Geburtenrate in Italien zur Vorsicht – die stabilen Daten für Südtirol seien „kein Anlass zur Entwarnung.“
Neues Geburten-Tief in Italien – Nur Südtirol bleibt Ausnahme
Italien steuert in diesem Jahr auf einen weiteren Rückgang der Geburtenzahlen zu, der ein neues historisches Tief markieren und die demografische Krise des Landes weiter verschärfen wird. Das teilte das italienische Statistikamt ISTAT mit. Im vergangenen Jahr wurden lediglich 370.000 Geburten verzeichnet. Dies ist der niedrigste Wert seit der Einigung Italiens im Jahr 1861. Das 16. Jahr in Folge sinkt die Geburtenrate in Italien.
Kinderbetreuung ganzjährig und ganztägig: Osttiroler Gemeinde zeigt, wie es geht
Ganzjährige Kinderbetreuung, von morgens bis spätnachmittags. Das würde man sich auch hierzulande wünschen. In der kleinen 1.140-Einwohner-Gemeinde Prägraten in Osttirol ist das schon längst Realität. Vor zehn Jahren wurde das gesamte Kinderbetreuungsangebot umgekrempelt, um die Familien im Dorf zu behalten. Mit Erfolg.
Warum Italienerinnen keine Kinder mehr wollen
Der „demografische Winter“ hält in Italien weiter an. Das Land hat 2023 ein neues Rekordtief an Geburten erreicht, die um 3,4 Prozent auf 379.890 gesunken sind, 13.000 weniger als im Jahr 2022. Wie die Statistikbehörde Istat am Montag mitteilte, kamen im vergangenen Jahr etwas mehr als 6 Kinder pro 1.000 Einwohner zur Welt.
Kommen schlechtere Zeiten für Südtirol? „Es wird beinhart“, sagt ein Primar
„Wir gehen sehr schwierigen Jahrzehnten entgegen – bis zur Mitte dieses Jahrhunderts wird es beinhart“, prophezeit der Primar für Geriatrie des Meraner Krankenhauses, Dr. Christian Wenter. Wie kommt er zu dieser düsteren Prognose?
Warum die Geburtenrate in Südtirol erschreckend gesunken ist
Von einem „erschreckenden Rückgang“ der Geburtenrate in Südtirol spricht der Primar für Gynäkologie am Meraner Krankenhaus, Dr. Herbert Heidegger. Ein so deutliches Minus wie im vergangenen Jahr habe es in Südtirol schon lange nicht mehr gegeben.
Geburtenstatistik in Südtirol: Fast 2 Drittel der Mütter sind über 30
Die Entwicklung der Geburtenrate der vergangenen 20 Jahre zeigt einen stabilen Trend - der Anteil von Frauen im fruchtbaren Alter ist von 48,4 auf 41,9 Prozent gesunken, die mittlere Anzahl von Kindern je Frau aber von 1,46 auf 1,70 gestiegen. Südtirol ist die einzige Provinz Italiens, in der noch ein natürliches Bevölkerungswachstum stattfindet, das heißt wo die Geburten die Sterbefälle überwiegen. Diese und weitere Daten zur Fruchtbarkeit in Südtirol veröffentlicht das Landesinstitut für Statistik ASTAT in der Mitteilung „Geburten und Fruchtbarkeit - 1999-2019“.



