Gedenken
Neofaschisten versammeln sich in Mussolinis Geburtsort
Rund 150 Rechtsextremisten sind am Sonntag nach Predappio, dem Geburtsort des faschistischen Diktators Benito Mussolini nahe der Adriastadt Rimini, gereist, um dessen Todestag am 28. April 1945 zu begehen. Teilnehmer zogen am Vormittag vom Hauptplatz zum Friedhof San Cassiano, wo Gedenkreden gehalten wurden. Anschließend fand ein Besuch der Familiengruft sowie eine Messe statt.
40 Jahre Tschernobyl – Die heutigen Gefahren der Atomkraft
Beim Betrieb eines Kernkraftwerks sind katastrophale Zwischenfälle wie in Tschernobyl nie auszuschließen, erklärten Expertinnen und Experten. Die Betreiber können die Risiken minimieren, aber keine absolute Sicherheit garantieren. Außerdem sind Atomkraftwerke aktuell (illegitime) Ziele in militärischen Konflikten. Werden sie direkt getroffen, oder fällt die selbst im inaktiven Zustand essenzielle Kühlung aus, könnten große Mengen an Radioaktivität freigesetzt werden.
Zum 70. Todestag von Kanonikus Gamper: Vermächtnis mit bleibender Bedeutung
Zum Todestag von Kanonikus Michael Gamper, der sich am heutigen Mittwoch zum 70. Mal jährt, gedenkt Südtirol. Die Generation 60+ in der SVP einer „prägenden Persönlichkeit Südtirols, die als Priester, Publizist und mutiger Gegner von Unrecht Geschichte geschrieben hat.“
Jugendliche erinnern an Schoah: Brixner Schulklassen in Rom ausgezeichnet
Ein starkes Zeichen der Erinnerung und des Dialogs setzten Schüler aus Brixen am heutigen internationalen Holocaust-Gedenktag. Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella empfing im Rahmen der offiziellen Gedenkfeier im Quirinal eine Delegation von Mittelschulen aus Brixen.
Vom Trauma zum Roman: „Als Opfer mit Terroristen in Verbindung gebracht“
Während sich vor dem Stade de France ein dritter Terrorist in die Luft sprengt, hält ein schwarzer Seat vor dem Café Le Petit Cambodge im elften Arrondissement von Paris an. Dort sitzt die Journalistin Aïda Amara. Ihre Begegnung mit drei bewaffneten „Araberköpfen“ steht nicht nur am Anfang der langen Blutspur auf den Terrassencafés und im Konzertsaal Bataclan am 13. November 2015. Sie ist auch Ausgangspunkt ihres Familienromans, Avec ma tête d'Arabe.
Frankreichs blutigste Terrornacht: Orte des Gedenkens in Paris und Saint-Denis
132 Menschenleben wurden heute vor zehn Jahren innerhalb von wenigen Stunden ausgelöscht. Der Albtraum begann um 21.20 Uhr vor Frankreichs größtem Fußballstadion im Pariser Vorort Saint-Denis. Während am Stade de France eine Gedenktafel an das allererste Todesopfer der Anschläge erinnert, schwindet die Erinnerung mit dem Ort, an dem alles fünf Tage nach den Anschlägen endete.
Allerheiligen: Wie trauern Sie um Ihre Angehörigen?
Allerheiligen – ein stiller, doch tief bedeutungsvoller Tag im Jahreskreis. Er erinnert an all jene, die durch ihr Leben Gutes bewirkt haben – bekannte Heilige ebenso wie die vielen stillen, unscheinbaren Menschen, die im Verborgenen Licht in die Welt getragen haben. In Kirchen erklingen feierliche Messen, auf Friedhöfen flackern unzählige Kerzen. Sie tauchen Gräber in warmes Licht, als Zeichen der Verbundenheit über den Tod hinaus.
Berührendes Geschenk vom Enkel des 1965 ermordeten Carabinieri-Beamten
Heute vor 60 Jahren wurden Luigi De Gennaro und Palmerio Ariu ermordet: Carabinieri und Angehörige gedachten mit einer Zeremonie des Todes der beiden Carabinieri, die in der Station Sexten einem Anschlag durch vier bewaffnete Männer zum Opfer fielen. De Gennaros Enkelsohn spendete der Station zu diesem Anlass ein von ihm angefertigtes Gemälde.
Italien gedenkt Anschlag auf Bahnhof von Bologna vor 45 Jahren
Vor genau 45 Jahren, am 2. August 1980, erschütterte ein rechtsextremistischer Bombenanschlag den Bahnhof von Bologna. Bei der Explosion starben 85 Menschen, rund 200 weitere wurden verletzt. Am Samstag nahmen tausende Menschen an einer Gedenkzeremonie teil, um der Opfer zu gedenken.
Silvius Magnago – Sein Strahlkraft bleibt für immer
Wie kein anderer Politiker hat Silvius Magnago Südtirols Weg in den schwierigen Nachkriegsjahren geprägt und so die Grundlage für die heutige Modell-Autonomie geschaffen. Im Zuge der Gedenkveranstaltung zu seinem 15. Todestag wurde am gestrigen Sonntag aus unterschiedlichsten Perspektiven das Vermächtnis Magnagos beleuchtet.
Josef Mayr-Nusser – „Treue zum Glauben und zur Wahrheit“
Heute vor 80 Jahren starb Josef Mayr-Nusser aus Bozen im Bahnhof von Erlangen. Er ist bekannt für seinen Mut und seine Überzeugung, die ihn dazu bewogen, den Eid auf Adolf Hitler zu verweigern, als er 1944 zur SS eingezogen wurde. Diese Entscheidung führte zu seiner Verurteilung zum Tode und seinem Tod auf dem Weg zum Konzentrationslager Dachau.
Steinhaus’ Mahnung: „Eindruck, als wäre 1933 wieder da“
„Ich habe den Eindruck, dass wir wieder ins Jahr 1933 zurückgekehrt sind“, sagte am Montag Federico Steinhaus, langjähriger Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Meran, bei der Gedenkfeier zum 80. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz im Innenhof des Ex-Balilla-Hauses.
Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier: „Vergeben, aber nicht vergessen!“
Am Sonntag, 8. Dezember, versammelten sich über 2000 Teilnehmer in St. Pauls, um anlässlich des 60. Todestages von Sepp Kerschbaumer dessen herausragende Verdienste sowie die der verstorbenen und lebenden Tiroler Freiheitskämpfer der 1960er Jahre zu würdigen. Im Mittelpunkt der Feier standen der unermüdliche Einsatz für die Freiheit und Selbstbestimmung Südtirols sowie die Erinnerung an eine entscheidende Epoche in der Geschichte der Südtiroler. Video: DLife
Ein Jahr nach Mord an Giulia Cecchettin: Bewegende Worte des Vaters
Ein Jahr ist seit dem Mord an Giulia Cecchettin vergangen, der 22-jährigen Studentin der Biomedizintechnik aus Vigonovo (Provinz Venedig) , die am 11. November 2023 von ihrem Ex-Freund Filippo Turetta entführt und getötet wurde. Cecchettin hätte nur wenige Tage nach der Ermordung durch ihren Studienkollegen an der Universität Padua ihren Abschluss machen sollen. Der Fall löste enorme Bestürzung aus, zum Teil wegen der Brutalität des Mordes, aber auch wegen des jungen Alters von Täter und Opfer.
Gedenken an Josef Mayr Nusser: Gottesdienste und Aktion am 3. Oktober
Der 3. Oktober ist der Gedenktag des Seligen Josef Mayr-Nusser. Vor genau 80 Jahren hat er den Eid auf Adolf Hitler verweigert und wurde deshalb zum Tod verurteilt. Zum 80-jährigen Gedenken möchte die Plattform für das Gedenken an Josef Mayr-Nusser deshalb den öffentlichen Dialog zur Person von Josef Mayr-Nusser anregen: Am 3. Oktober ein Gedenkmoment im Haus der Familie am Ritten, ein Gottesdienst im Bozner Dom sowie eine besondere Aktion rund um den Waltherplatz in Bozen statt.
Dieses Gipfelkreuz hält die Erinnerung an ihren Freund Ivan Hofer wach
Tragisch endete im Vorjahr die Teilnahme von Ivan Hofer am Südtirol Ultra Skyrace. Der 28-jährige Sarner wurde wenige Kilometer vor dem Ziel leblos aufgefunden. Nun haben seine Freunde im Gedenken an ihn ein Gipfelkreuz hoch über Aberstückl errichtet.
Vor 6 Jahren: 43 Menschen sterben bei Einsturz der Morandi-Brücke
Heute vor 6 Jahren starben 43 Menschen beim Einsturz der Morandi-Autobahnbrücke bei Genua. Bei einer Zeremonie legten Bürger und Politiker heute eine Schweigeminute ein, während die Kirchenglocken der Stadt läuteten. Davor wurde für die 43 Opfer eine Messe gelesen.
„Meine 3 Sterne“: Ein Baum für Matthäus, Kassian und Monika
Das diesjährige „Baamlfescht“ der Sextner Grundschüler stand ganz im Zeichen des Gedenkens an ihre Schulfreunde der zweiten und fünften Klasse, Matthäus und Kassian Tschurtschenthaler und ihrer Mutter Monika. Sie hatten bei einem tragischen Verkehrsunfall am 22. Jänner bei Assling in Osttirol ihr Leben verloren.
Gedenken an Josef Mayr-Nusser: Olivia Kaufmann gewinnt Poetry Slam im Bunker
Der erste Poetry Slam im Bunker in der Bozner Fagenstraße am Todestag des Seligen Josef Mayr-Nusser (24. Feburar) war nicht nur ein großer Publikumserfolg – er überzeugte vor allem durch die Beiträge der 12 Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Mit zum Teil sehr persönlichen Erfahrungen und mit verschiedensten Stilmitteln zeigten sie auf, wie wichtig Zivilcourage gerade in der heutigen Gesellschaft ist. Zur Siegerin kürte das Publikum Olivia Kaufmann.
„Er wurde nie müde, an den Horror der Nazi-Zeit zu erinnern und zu mahnen“
Herbert Rosendorfer war der Meister des schwarzen Humors und als virtuoser Erzähler eine Klasse für sich. Ein Mann mit vielen Talenten: begabter Zeichner, Komponist und großer Kenner der Musik. Am 19. Februar wäre er 90 Jahre alt geworden. Seine Witwe Julia Rosendorfer erinnert sich...
„Nie wieder!“ – Südtirol gedenkt der Opfer des NS-Regimes
Der 27. Januar ist der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine dunkle Ära auch in der Geschichte Südtirols, deren Andenken wichtiger denn je ist: „Polarisierung, Spaltung und Diskriminierungen nehmen auch in unserer Gesellschaft wieder zu. Die Gesellschaft von heute mag keine Verantwortung am Geschehenen tragen, wohl aber trägt sie Verantwortung für die Zukunft“, mahnt SVP-Parteiobmann Philipp Achammer am Gedenktag.
STOL-Aktion zum Holocaust-Gedenktag – #we remember:
Vor 82 Jahren, am 20. Jänner 1942, wurde im Rahmen der Wannsee-Konferenz in Berlin von den Nationalsozialisten die sogenannte „Endlösung“ beschlossen - die Tötung von Millionen Juden. Am 27. Jänner findet dazu jedes Jahr der Holocaust-Gedenktag statt. STOL ruft die Südtiroler dazu auf, ein Zeichen zu setzen, damit die unfassbaren Gräueltaten nicht in Vergessenheit geraten.
„Hölzernes Memento mori“: Die Tradition der Totenbretter in Südtirol
„Das Totenbrett als Brücke auf dem unwegsamen Untergrund, aber auch als Brücke zwischen den Lebenden und den Toten.“ Die Tradition der Totenbretter geht Jahrtausende zurück und lässt sich so gut wie nirgends mehr in Südtirol finden, außer im Grenzgebiet des Deutschnonsbergs. Über das Fortführen dieser Tradition und wie sich das Gedenken an die Verstorbenen im Laufe der Zeit verändert hat. Von Miriam Bellina
#we remember: STOL-Aktion zum Holocaust-Gedenktag
Vor 82 Jahren, am 20. Jänner 1942, wurde im Rahmen der Wannsee-Konferenz in Berlin von den Nationalsozialisten die sogenannte „Endlösung“ beschlossen - die Tötung von Millionen Juden. Am 27. Jänner findet dazu jedes Jahr der Holocaust-Gedenktag statt. STOL ruft die Südtiroler dazu auf, ein Zeichen zu setzen, damit die unfassbaren Gräueltaten – die Ermordung von Millionen Juden – nicht in Vergessenheit geraten.



