Gemeinde
Schnell zum Wahlrecht in der Gemeinde
Die Autonomie-Reform ist in Kraft, doch während der Landtag mit deren Umsetzung hinterherhinkt, prescht der Regionalrat vor. Auf Antrag von Franz Locher verfügt er kommende Woche, dass zur Stimmabgabe bei Gemeindewahlen nur mehr zwei Jahre Ansässigkeit in der Region nötig sind. Zudem kommen Italiener nun leichter in Gemeindeausschüsse.
Aldein: Handwerk setzt auf Dialog mit der Gemeinde
Wie können lokale Betriebe gestärkt, neue Entwicklungsmöglichkeiten genutzt und öffentliche Investitionen bestmöglich umgesetzt werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Austauschs zwischen der Gemeinde Aldein und dem Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa). Dabei wurde deutlich: Beide Seiten wollen die Zusammenarbeit intensivieren und gemeinsam die Weichen für eine erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft der Gemeinde stellen.
Noch 800 Ausweise aus Papier in Eppan im Umlauf: Was Bürger jetzt tun müssen
„Rund 800 Bürgerinnen und Bürger besitzen derzeit in der Gemeinde Eppan noch eine Identitätskarte in Papierform“, sagt der Eppaner Bürgermeister Lorenz Ebner. Noch knapp zwei Monate haben diese Bürger Zeit, ihre Identitätskarte aus Papier gegen eine elektronische Identitätskarte einzutauschen. Am 3. August 2026 verlieren nämlich alle Identitätskarten im Papierform ihre Gültigkeit.
Tertiarkloster Kaltern wird zum Politikum: Gemeinde wusste sehr wohl von Plänen
Das Tertiarkloster in Kaltern und seine Zukunft entwickeln sich zunehmend zum Politikum. Nachdem der geplante Verkauf der Klosteranlage an die Vinzenzgemeinschaft öffentlich geworden war, hatte die Kalterer Gemeindeverwaltung ihrem Ärger Luft gemacht und erklärt, bei den Zukunftsplänen übergangen worden zu sein. Nun zeigt sich allerdings: Die Gemeinde war sehr wohl frühzeitig eingebunden und wusste über die Entwicklungen Bescheid.
Carabinieri und Gemeinde: Im Einsatz für das Wohl der Bürger
Der Kommandant der Carabinieri-Kompanie von Innichen, Major Simone Carlini, und der Leiter der Carabinieri-Station von Welsberg-Taisten, Oberstabsfeldwebel Antonio Corda, sind am gestrigen Mittwoch mit Bürgermeister Dominik Oberstaller zusammengetroffen.
Bürgermeister Ianeselli: „Duce als Ehrenbürger ist Schande für Stadt“
„Normalerweise machen wir italienweit Schlagzeilen als eine der lebenswertesten Städte im Land. Nun berichten deutsche Medien, dass wir Benito Mussolini die Ehrenbürgerschaft nicht aberkannt haben“, sagt Trients Bürgermeister Franco Ianeselli. „Das ist eine Schande.“ Über den Antrag auf Aberkennung hat der Gemeinderat im Rahmen einer geheimen Abstimmung am Dienstag entschieden.
Instagram-Hotspot: So will Villnöss den Ansturm der Fototouristen bremsen
Der ausufernde Fototourismus am Talschluss von Villnöß sorgt bei den Bürgern weiter für Unmut. Nun hat der Gemeinderat reagiert. In einem einstimmig angenommenen Beschlussantrag werden bis Ende Mai dringend weitere Schritte zur Besucherlenkung und zur Entschärfung der Parkplatzsituation in St. Magdalena gefordert.
Als 124 Gemeinden in Südtirol plötzlich verschwanden
Insgesamt 233 eigenständige Gemeinden gab es in Südtirol vor etwa 100 Jahren, als im Zuge der faschistischen Verwaltungszentralisierung ab 1925 die Zerschlagung der Gemeindeautonomie begann. Zeitgleich wurde per Gesetz die Anzahl der Gemeinden reduziert – kleinere Ortschaften wurden größeren angegliedert. Die Gründe dafür erläutert der Historiker Walter Landi im Interview.
So geht Kastelruth gegen das wilde Campieren vor
„Wildcampen ist ein Problem – da sieht es auf den öffentlichen Parkplätzen oft schlimm aus. Die Leute hinterlassen ihren Müll und noch mehr. Es wird zum sanitären Problem, wenn sie ihre Notdurft in nahen Wiesen und Wäldern verrichten“, sagt Cristina Pallanch, die Bürgermeisterin von Kastelruth.
Mussolini-Villa unter dem Hammer – Gemeinde Riccione gibt Gebot ab
Der Countdown zur Versteigerung der Villa Mussolini in dem Badeort Riccione bei Rimini an der Adria läuft. Heute endet die Frist für die Abgabe von Geboten für die Sommerresidenz des früheren faschistischen Diktators Benito Mussolini (1883-1945) – und ein erster Bieter hat sein Interesse öffentlich gemacht: Die Gemeinde möchte die direkt an der Strandpromenade gelegene Villa haben.
Landesregierung genehmigt Gemeinde-Entwicklungsprogramm Schnals
Die Landesregierung hat am Freitag das Gemeindeentwicklungsprogramm für Raum und Landschaft (GProRL) der Gemeinde Schnals genehmigt. Es handelt sich dabei bereits um das 10. Gemeindeentwicklungsprogramm, das auf Vorschlag von Landesrat Peter Brunner beschlossen wurde.
Gemeindeentwicklung für alle – Auch junge Perspektiven einbeziehen
Zahlreiche Gemeinden arbeiten derzeit an ihrem Gemeindeentwicklungsprogramm. In diesem Zusammenhang weisen der Südtiroler Jugendring (SJR) und der Südtiroler Gemeindenverband darauf hin, dass auch Kinder und Jugendliche in den Erarbeitungsprozess einbezogen werden sollten. „Ohne ihre Perspektive fehlt ein wichtiger Bestandteil für die Zukunft der Gemeinde“, heißt es in einer Aussendung des SJR.
Bozen: Antonella Longo ist neue Präsidentin des Gemeinderates
Antonella Longo (Fratelli d'Italia) ist am heutigen Dienstagabend zur neuen Präsidentin des Bozner Gemeinderates gewählt worden. 23 Gemeinderäte stimmten für die 61-Jährige, 18 für Monica Bonomini (PD), die Gegenkandidatin der Opposition.
Das nächste Urteil: Diesmal muss Sand in Taufers zahlen
Nur einen Tag, nachdem die Gemeinde Rasen-Antholz im Rechtsstreit zur Vergabe der Bauarbeiten im Biathlonzentrum vom Kassationsgericht zur Zahlung eines Schadenersatzes an eine Baufirma verurteilt wurde, ist der Gemeinde Sand in Taufers ähnliches widerfahren: Der Staatsrat urteilte, dass die Gemeinde einer Baufirma über 300.000 Euro zahlen muss.
Unterführung Einsteinstraße: Arbeiten beginnen Mitte November
Die Details zum Baubeginn der Unterführung in der Einsteinstraße in Bozen-Süd stehen fest: Mitte November startet die Umsetzung des Projekts, das „die Mobilität in diesem strategischen Teil der Stadt verbessern“ soll. Gemeinde und Land wollen eng zusammenarbeiten, um „die Unannehmlichkeiten auf ein Minimum zu reduzieren“.
Bürgermeisterbezüge im Rat der Gemeinden sollen aufgebessert werden
Seit Jahren auf der Agenda, soll nun in Sachen „Mehr Geld für die Bürgermeister“ Nägel mit Köpfen gemacht werden. Der von Regionalassessor Franz Locher ausgearbeitete Vorschlag dazu ist heute Thema im Rat der Gemeinden, nachdem er vorgestern bereits die einstimmige Zustimmung vom Trentiner Pendant erhalten hatte.
Nach Tod von Leon Moser: Wann haftet die Gemeinde?
Erste Ergebnisse der Autopsie haben ergeben, dass Leon Moser aus Taufers im Münstertal in den frühen Morgenstunden des 5. Oktobers von der Statue am Rathausplatz in Glurns erdrückt wurde. Er war auf dem Brunnen geklettert, bis hinauf zur Bronzestatue und kurz darauf gemeinsam mit der Statue zu Boden gestürzt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bozen laufen auf Hochtouren. Auch die Haftungsfrage ist noch unklar.
Was die Gemeinden zur Hundesteuer sagen: „Mehr Geld, mehr Sauberkeit“
Schätzungsweise 40.000 Hunde leben in Südtirol. Und ihre Besitzer sollen, wie exklusiv berichtet, ab 2026 zur Kasse gebeten werden. Landesrat Luis Walcher hat die Einführung einer Hundesteuer von 100 Euro und einer Hundeortstaxe vorgeschlagen. Davon profitieren sollen die Gemeinden. Was einige ihrer Vertreter zum neuen Gesetzentwurf sagen, „StolPlus“ hat nachgefragt.
Farbanschlag am Bozner Rathaus: Gaza-Unterstützer zielen auf Gemeinderäte
Mit roter Farbe sollte in der Nacht zum Montag wohl erneut ein aktivistisches Zeichen in Bozen gesetzt werden. Unbekannte schütteten großflächig Farbe auf die Stufen des Rathauses und hinterließen die Aufschrift „22 vermi“. Gemeint seien die 22 Mitglieder des Gemeinderats, die in der vergangenen Woche eine Resolution zugunsten von Gaza abgelehnt hatten, heißt es. Die Staatsschutzabteilung der Polizei (Digos) hat die Ermittlungen aufgenommen und wertet Videomaterial aus Überwachungskameras aus.
Neues Seniorenheim im Ahrntal: Neubau ja, Standort wieder offen
Über eines herrscht Einigkeit in den Gemeinden Ahrntal und Prettau: Ein neues Seniorenheim muss her. Das Georgianum mitten in St. Johann wird den Ansprüchen einer Pflegeeinrichtung nicht mehr gerecht. Doch wo gebaut werden soll, das ist erneut offen – ein im Vorjahr gefundener Standort wackelt wieder.
Straße nach Matatz gesperrt – „Erneut erhebliche Schäden“ im Gemeindegebiet
Die anhaltenden und intensiven Niederschläge führten im Gemeindegebiet von St. Martin in Passeier am Samstagabend zu zahlreichen Murenabgängen. Der Wasserspiegel mehrerer Bäche und Seitenbäche stieg innerhalb kurzer Zeit dramatisch an. Nach dem heftigen Unwetter im Juli wurden „erneut erhebliche Schäden“ registriert, informiert die Gemeinde. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.



