Gewerkschaften
„Runter mit der IRAP ohne neue Bedingungen“
Um höhere Löhne in der Privatwirtschaft zu erreichen, stellt der Landeshauptmann den Betrieben weitere IRAP-Senkungen in Aussicht. Von der Wirtschaft blies ihm aber beim ersten Treffen mit den Sozialpartnern ein kalter Wind ins Gesicht. „Wir fordern eine Senkung der IRAP auf Trentiner Niveau – und zwar ohne weitere Bedingungen“, sagt SWR-Chef Lukas Brunner.
Ausnahmezustand in Bolivien verhängt
Nach wochenlangen Protesten gegen die bolivianische Regierung hat Präsident Rodrigo Paz den Ausnahmezustand verhängt. Paz kündigte den Schritt am frühen Samstagmorgen in einer Rede an die Nation an. Er reagierte damit auf seit 50 Tagen anhaltende Straßenblockaden, die die Wirtschaft des südamerikanischen Landes nahezu zum Stillstand gebracht und indirekt zu mehreren Todesfällen geführt haben.
Gewerkschaft fordert mehr Schutz und Ausbildung für Pflegekräfte
Bei einer Tagung in Bozen hat der AGB/CGIL auf die hohe Belastung von Pflegekräften im häuslichen Bereich aufmerksam gemacht. Im Mittelpunkt stehen bessere Arbeitsbedingungen, klare Rechtsvorgaben und mehr Fortbildung in einem stark wachsenden Sektor.
Öffentlicher Dienst: „Die Gelder reichen nicht“
Dicke Luft zwischen Land und Gewerkschaften bei den Verhandlungen um den Inflationsausgleich 2025/27. „Erstens reicht das Geld nicht“, sagt Claudio Scrinzi (CISL/SGB). Zweitens sei der Vorschlag der Gewerkschaften „nicht einmal diskutiert“ worden. „Doch die Taktik „,Vogel friss‘ funktioniert bei uns nicht nicht“, betont Ulli Bauhofer (CGIL/AGB).
Traurige Bilanz: 14 tödliche Arbeitsunfälle 2025 in Südtirol
Tausende von Bauarbeitern gehen in Südtirol tagtäglich zur Arbeit, doch nicht alle von ihnen kehren gesund nach Hause zurück. 14 Todesfälle ereigneten sich 2025 am Arbeitsplatz, heuer sind es bereits drei. Eine traurige Bilanz, die die Gewerkschaften AGB/CGIL sowie GBH/FILLEA anlässlich des Welttages für Sicherheit am Arbeitsplatz dazu veranlasst, Alarm zu schlagen.
Abfertigungs-Turbo mit Beigeschmack: Schneller zum Geld, doch nicht für alle
Angestellte im öffentlichen Dienst warten zwei Jahre auf ihre Abfertigung: Jetzt haben sich Land und Gewerkschaften auf einen Vertrag geeinigt, der einen Turbo für 11.000 Landesangestellte vorsieht. Die Gewerkschaften leisten ihre Unterschrift mit Bauchweh: Für alle anderen 25.000 Mitarbeiter im bereichsübergreifenden Vertrag für den öffentlichen Dienst (BÜKV) wie Gemeinden, Bezirksgemeinschaften, Sanität, Seniorenheime gibt es zwar mündliche, aber keinerlei schriftliche Zusagen.
Warnstreik legt Berliner Flughafen lahm
Aufgrund eines Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi fällt seit Mittwoch in der Früh den ganzen Tag über der gesamte Passagierflugverkehr am Berliner Flughafen aus. Der Arbeitskampf sei am frühen Morgen planmäßig angelaufen, sagte Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler. Der Ausstand soll demnach bis zum Betriebsende um Mitternacht andauern.
Inflationsanpassung? Gewerkschaften: „Von der Politik keine Antwort“
Die Gewerkschaften äußern große Besorgnis über das anhaltende Schweigen bezüglich der Finanzierung der Inflationsanpassung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Trotz wiederholter Aufforderungen an die politischen Vertreter sowie an die öffentliche Verhandlungsdelegation sei im Rahmen der bisherigen Gespräche keine Antwort eingegangen.
Auftragsprämien: Tauziehen um die Zuckerlen
Staat und Land haben bereits vorgelegt, die Gemeinden sollten nachziehen: Die Rede ist von der sog. „Auftragsprämie“ für Vergabeverfahren an die beteiligten Mitarbeiter in der Verwaltung. „Wir haben einen Arbeitstisch eingesetzt“, sagt Gemeindenverbandschef Dominik Oberstaller. Der schwierigste Teil der Verhandlungen mit den Gewerkschaften: Wer bekommt wie viel vom Kuchen?
„So besteht die Gefahr, dass wir gar nichts mehr bekommen“
Hans Joachim Dalsass von der Transportgewerkschaft im ASGB versteht die Welt nicht mehr, oder genauer gesagt die SASA-Kollegen der Gewerkschaften FILT-CGIL, OR.S.A., USB und UGL: „Das Abkommen mit SASA stellt jeden Mitarbeiter besser, ohne dass der Betrieb dafür Gegenleistungen einfordert. Es gibt keinen Grund, dagegen zu sein.“ Im Gegenteil, durch den nun sogar vor Gericht ausgetragenen Streit „besteht die Gefahr, dass wir gar nichts mehr bekommen.“
Gewerkschaften: „Dringend einen Seniorenanwalt ernennen“
Die Rentnergewerkschaften von AGB/CGIL, SGBCISL, SGK/UIL und ASGB fordern die Landesregierung erneut auf, unverzüglich einen Seniorenanwalt zu ernennen. Diese Funktion ist im Landesgesetz Nr. 12 vom 6. Oktober 2022 zur Förderung und Unterstützung des aktiven Alterns in Südtirol vorgesehen, wurde bislang jedoch nicht umgesetzt.
Den Lehrern winken weitere 5000 Euro pro Kopf
In die Vertragsverhandlungen des Landes mit den Lehrern kommt Bewegung: In den nächsten Tagen steht eine Koordinierungssitzung zwischen Landeshauptmann Arno Kompatscher, den drei Bildungslandesräten Philipp Achammer, Marco Galateo, Daniel Alfreider und Personallandesrätin Magdalena Amhof an.
„Wir fahren nachts in Situationen, die immer gefährlicher werden“
Angesichts zunehmender Übergriffe in Bozens Stadt- und Überlandbussen haben die Carabinieri ihre Präsenz auf mehreren Linien deutlich ausgeweitet. Fahrer und Gewerkschaften berichten von einer spürbaren Verschärfung der Sicherheitslage, vor allem in den Abendstunden.
Zulagen, höhere Welfare-Leistungen: Vereinbarung mit SASA unterzeichnet
Entlohnung und Welfare-Leistungen werden erhöht: Das gilt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Inhouse-Unternehmens SASA, das die Buslinien in Bozen, Meran, Leifers und im Überlandverkehr betreibt. Dank der Zusammenarbeit zwischen den Vertretern des Landes Südtirol, der SASA AG und der Gewerkschaften wurde am Donnerstag die Unterzeichnung einer Vereinbarung möglich, die die Entlohnung des Personals des öffentlichen Nahverkehrs weiter verbessert.
„Zu große Eile bei Berufsbildänderung“
Mitarbeiter für Integration sollen künftig – gegen eine Zulage und freiwillig – erweiterte gesundheitsbezogene Aufgaben übernehmen. So steht es im Entwurf für den neuen Kollektivvertrag der Landesbediensteten. Das, so findet Gewerkschafterin Ulli Bauhofer (Fachgewerkschaft Öffentlicher Dienst im CGIL/AGB), „kommt einer Änderung des Berufsbildes gleich – und eine solche hätten wir gerne mit den betroffenen Kollegen vorab besprochen.“ Ein Aufschub wurde der Gewerkschaft allerdings nicht gewährt. Und so hat man den Vertrag nicht vorunterzeichnet.
Valbruna: „Zeitnah Entscheidungen im Sinne aller Betroffenen“
Optimistisch gibt sich Wirtschaftslandesrat Marco Galateo nach der gestrigen Besprechung zur Zukunft der Bozner Stahlwerke Valbruna im Ministerium für Wirtschaft und Made in Italy in Rom. Gewerkschaftsvertretern. „Wir nehmen aus dem heutigen Treffen zahlreiche Inputs mit, mit deren Hilfe wir zeitnah Entscheidungen im Sinne aller Betroffenen treffen wollen“, sagte er.
Schulgewerkschaften: „Erpressungen werden wir nicht gutheißen“
Südtirols Schulgewerkschaften rüsten für eine Art Urabstimmung unter den Mitgliedern. Voraussichtlich online sollen diese entscheiden, ob man eine Absichtserklärung des Landes unterzeichnet, mit der die Gewerkschaften „zur Kenntnis nehmen, dass Verhandlungen erst aufgenommen werden, wenn die Proteste eingestellt wurden.“
Evelyn Palla als neue Chefin der Deutschen Bahn bestätigt
Die Südtirolerin Evelyn Palla ist vom Aufsichtsrat der Deutschen Bahn zur neuen Chefin des Konzerns berufen worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Gremiums. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG hatte im Voraus angekündigt, gegen die Südtirolerin stimmen zu wollen. Da eine einfache Mehrheit für ihre Berufung reichte, konnte die Gewerkschaft den Wechsel an der Konzernspitze aber nicht verhindern.
„Verzögerungstaktik“ bringt ASGB auf Palme
Immer wieder werfen Südtirols Gewerkschaften der Landesregierung „Hinhaltetaktik“ vor. Jüngster Fall: Die Vertragserneuerung für die Arbeiter der Wildbachverbauung. Alles wäre bereits seit Monaten eigentlich unter Dach und Fach einschließlich des neuen Betriebsabkommens. Doch dann taucht ein Rechtsgutachten auf, eine Gesetzesänderung wird notwendig und der Termin zur Behandlung im Landtag wird verschoben....
BÜKV unterzeichnet: 75 Millionen Euro für 46.000 Beschäftigte
46.000 Mitarbeiter im öffentlichen Dienst können sich auf 965 bis 2.418 Euro freuen: Nachdem die Unterzeichnung am Dienstag vorerst platzte, haben gestern fast alle Gewerkschaften den letzten Teilvertrag für die Periode 2022/24 um 75 Mio. Euro unterschrieben. Damit ist der Weg frei, um den großen Brocken anzugehen.
BÜKV: Unterschrift vorerst geplatzt
Groß angekündigt, ist die Unterschrift unter dem Vertrag, der 46.000 Angestellten im öffentlichen Dienst zwischen 965 und 2.418 Euro brutto bringen soll, gestern geplatzt. Grund ist der Unmut über das Öffi-Abo, das es erst im November und nicht für Halbjahresverträge gibt. Trotzdem werden fast alle Gewerkschaften heute ihre Unterschrift leisten; CGIL/AGB vermutlich nicht.
Jahres-Abo für Öffis – Bezahlt: Ab 1. Juni – Gratis: Bitte warten
Die gute Nachricht vorweg: Ab 1. Juni gibt es mit „Fix 365“ ein neues Fix-Preis-Abo für die Öffis, das ab Kauf 365 Tage gültig ist. Allerdings rumort es zwischen Land und Gewerkschaften, denn 45.000 öffentlich Bedienstete sollten das Abo mit Juni gratis erhalten – jetzt aber wird es erst im November so weit sein.
Autonomie bei den Öffnungszeiten im Einzelhandel: Forderungen an die Politik
Die Fachgewerkschaften, die die Beschäftigten im Einzelhandel in der Provinz Bozen vertreten, begrüßen die Zustimmung des Ministerrats zu den Durchführungsbestimmungen zu den Öffnungszeiten. Diese könnten es der Provinz Bozen ermöglichen, eigenständig über die Ladenöffnungszeiten im Einzelhandel zu entscheiden – unabhängig vom restlichen Italien.
Gewerkschaften: Unter den Genossen fliegen die Fetzen
Die gute Nachricht vorweg: Eine deutliche Mehrheit der Gewerkschaften hat die Absichtserklärung, den 850-Millionen-Euro schweren Vertrag für Lohnanpassungen im öffentlichen Dienst, unterschrieben. Damit können die Verhandlungen nächste Woche starten. Weil UIL/Schule und der CGIL/AGB nicht unterschrieben haben, hängt jetzt der Haussegen unter den Gewerkschaften schief, und auch die Arbeitgeberseite ist nicht amüsiert.



