Haftstrafe
Pakistans Ex-Premier Imran Khan kurzzeitig im Krankenhaus
Trotz monatelanger Sorgen seiner Familie und Ärzte ist der inhaftierte pakistanische Ex-Premierminister Imran Khan nur kurz in einem Krankenhaus untersucht worden. Nach einem Gerichtsbeschluss sei der 73-Jährige in der Nacht von Ärzten begutachtet worden, teilte der pakistanische Informationsminister, Attaullah Tarar, auf X mit. Khan wurde allerdings bereits am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) wieder zurück ins Gefängnis gebracht, was die Familie scharf kritisierte.
Per Drohne ins Gefängnis: Drogenring in Frankreich enttarnt
Ermittler in Frankreich haben einen Drogenhändler-Ring enttarnt, der Häftlinge in einem Gefängnis mit Hilfe einer Drohne beliefert haben soll. Innerhalb von zwei Monaten seien in der Justizvollzugsanstalt von Villefranche-sur-Saône nahe Lyon mehr als 1.800 solcher Drogentransporte registriert worden, erklärte die Polizei am Dienstag. Fünf Verdächtige wurden festgenommen, die sich ab dem Herbst vor Gericht verantworten müssen. Demnach wurden sie auf frischer Tat ertappt.
Iranische Justiz bestätigt Haftstrafe gegen Regisseur Panahi
Die iranische Justiz hat eine einjährige Haftstrafe gegen den renommierten Regisseur Jafar Panahi bestätigt. Sein Anwalt Mostafa Nili teilte dem Onlineportal Emtedad am Sonntag mit, dass der Einspruch gegen das Urteil vom Revolutionsgericht in Teheran abgelehnt worden sei. Damit bleiben auch das zweijährige Ausreiseverbot sowie das Verbot jeglicher Mitgliedschaft in politischen und sozialen Gruppen bestehen, so Nili.
Mordversuch in Blumau: Was das Oberlandesgericht entscheiden hat
Einem 38-Jährigen aus Brixen wurden vorgeworfen, im Dezember 2022 in Blumau auf seine Ex-Partnerin und deren Freund geschossen zu haben. Dafür wurden über ihn im verkürzten Verfahren am Bozner Landesgericht zwölf Jahre Haft verhängt.
Häftling aus Innsbrucker Justizanstalt abgeseilt
Ein Häftling soll diese Woche aus der Justizanstalt Innsbruck ausgebrochen sein. Der Mann seilte sich laut einem Bericht der „Tiroler Tageszeitung“ (Samstags-Ausgabe) Dienstagabend aus einem Fenster des „Ziegelstadel“ ab. Dafür soll er miteinander verknüpfte Hand- und Leintücher verwendet haben. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung sei der Ausbrecher noch nicht gefasst, hieß es. Das Justizministerium bestätigte die Flucht gegenüber der APA.
Myanmar wandelt Todesurteile in lebenslange Haftstrafen um
Die Führung in Myanmar hat alle in dem Land verhängten Todesurteile aufgehoben. „Die Strafen der zum Tode Verurteilten werden in lebenslange Haftstrafen umgewandelt“, hieß es am Freitag in einer Erklärung des Ex-Militärchefs Min Aung Hlaing, der Anfang April zum Präsidenten des Landes gewählt worden war. Gleichzeitig wurde die Haftstrafe für Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi und andere Verurteilte reduziert.
Sardinien protestiert gegen Mafia-Gefängnisse
Die Urlaubsinsel Sardinien will nicht zur italienischen Strafkolonie werden und protestiert gegen das Vorhaben der Regierung in Rom, drei Hochsicherheitsanstalten für Mafiosi einzurichten. Insgesamt sollen laut dem Plan der Regierung rund 750 Gefangene auf Sardinien untergebracht werden, die wegen schwerer Verbrechen dem strengsten Haftregime unterzogen sind.
A22: Verurteilten Straftäter bei Verkehrskontrolle angehalten und verhaftet
Bislang verlief die Fahndung nach dem verurteilten Straftäter erfolglos, nun forschte ihn die Trientner Verkehrspolizei jedoch durch Zufall aus. Bei einer Routinekontrolle auf der Brennerautobahn (A22) wurde der Mann, der zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten verurteilt wurde, angehalten – und anschließend ins Gefängnis gebracht.
Bolsonaro wird wegen chronischen Schluckaufs operiert
Der an und für sich wegen eines Putschversuchs inhaftierte brasilianische Ex-Präsident Jair Bolsonaro ist wegen chronischen Schluckaufs am Zwerchfell operiert worden. Der Eingriff sei gut verlaufen, sagte der behandelnde Arzt, Mateus Saldanha, am Samstag vor Journalisten. Am Montag solle eine zweiten Stelle am Zwerchfellnerv behandelt werden, um die Beschwerden zu lindern. Bolsonaro war erst am Donnerstag an der Leiste operiert worden und kam dazu aus dem Gefängnis frei.
Gericht prüft Fußfessel für französischen Ex-Präsidenten Sarkozy
Das Pariser Berufungsgericht hat am Montag die Verhandlung über eine vorzeitige Freilassung des seit knapp drei Wochen inhaftierten, französischen Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy begonnen. Die Staatsanwaltschaft forderte dabei eine Freilassung unter Auflagen. Mit einer Entscheidung wird am frühen Nachmittag gerechnet. Es ist denkbar, dass Sarkozys Haftstrafe in das Tragen einer elektronischen Fußfessel umgewandelt wird und er noch am selben Tag das Gefängnis verlassen kann.
Mehr als 30 Tote bei Gewalt in ecuadorianischen Gefängnis
Nach einem Tag mit gewalttätigen Zusammenstößen in einem Gefängnis in Ecuador haben die Behörden insgesamt 31 Tote vermeldet. Bei bewaffneten Auseinandersetzungen in der Nacht auf Sonntag wurden zunächst vier Menschen getötet, wie die Gefängnisverwaltung des südamerikanischen Landes mitteilte. Sonntagnachmittag seien dann 27 Insassen der Haftanstalt tot aufgefunden worden. Diese seien erstickt, die genaueren Umstände würden ermittelt.
Einbruch, Diebstahl, bewaffneter Raub: Auf über vier Jahre Haft folgt Ausweisung
Eine lange „Karriere“ als Krimineller geht zu Ende: So wurde der 23-jährige Marokkaner B. C. kürzlich von der Fahndungsabteilung der Bozner Quästur ausgeforscht und ins Gefängnis gebracht – er soll Einbrüche sowie bewaffnete Raubüberfälle begangen und darüber hinaus über seine Herkunft gelogen haben, um internationalen Schutzstatus zu genießen.
Flüchtiger Gambier in Bozen gestellt – Auf 7,5 Jahre Haft folgt Abschiebung
Passanten meldeten einer Polizeistreife in Bozen kürzlich einen verdächtigen Gambier: Bei einer Kontrolle stellte sich heraus, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorlag – wegen Drogendelikten und Raub. Der Flüchtige wurde ins Bozner Gefängnis gebracht, wo er die nächsten 7,5 Jahre absitzen muss. Bei seiner Entlassung soll er schließlich in sein Heimatland abgeschoben werden.
Nach Terror-Vorwurf in Bozen verurteilt: Tauziehen um Auslieferung
Gerade hat er in Großbritannien eine 6-jährige Haftstrafe abgebüßt, jetzt soll er in Italien für weitere 9 Jahre hinter Gitter: Doch Hamasalih Wahab Awar (Irak), der in Bozen im Terror-Prozess gegen Mullah Krekar zu 9 Jahren Haft verurteilt worden ist, erhebt gegen die Auslieferung Einspruch.
Unfall-Lenker von Luttach: Haftstrafe ist rechtskräftig
Zu 7 Jahren Haft wurde Stefan Lechner – der Unfall-Lenker von Luttach – heuer im März im verkürzten Verfahren verurteilt. Da er keine Berufung eingelegt hat, wurde dem jungen Ehrenburger im Sinne der Cartabia-Reform eine Senkung des Strafmaßes 5 Jahre und 10 Monate Haft zugestanden. Damit ist das Urteil rechtskräftig, Lechner muss die Strafe antreten.
Drogenpaket im Körperinneren versteckt: Nigerianer muss nun Haftstrafe antreten
Er hatte im März 2023 50 Gramm Rauschgift in seinem Körperinneren transportiert: In der Folge wurde er wegen Drogenbesitz mit Verkaufsabsicht zu über 2 Jahren Haft verurteilt. Dank der Kontrolltätigkeit der Polizei muss der 44-jährige Nigerianer die Haftstrafe nun antreten. Und bei seiner Entlassung im April 2027 soll er auch noch abgeschoben werden.
Prof. Helfer: „Die Haftstrafe verspricht nur selten eine Besserung“
Die klassische Gefängnisstrafe führt nicht zwangsweise zur Umerziehung des Täters. „Statistiken belegen, dass die Rückfallzahlen nach einem Täter-Opfer-Ausgleich sinken,“ weiß Margareth Helfer, Strafrechtsprofessorin am Institut für Italienisches Recht der Uni Innsbruck und Organisatorin der Tagung „Opferorientierte Justiz und Wiedergutmachung“.



