Migranten
94 Familien sollen über Wohnprojekt integriert werden
Im Rahmen eines breit angelegten Integrationsprojektes sollen insgesamt 94 Familien mit Migrationshintergrund Wohnmöglichkeiten in einer Südtiroler Gemeinde erhalten. Begleitend dazu erfolgt eine sozialpädagogische Begleitung durch individuelle Wohn- und Integrationsprojekte durch die Sozialdienste der Bezirksgemeinschaften. Die Landesregierung hat dazu am heutigen Freitag die entsprechenden Richtlinien auf Vorschlag von Soziallandesrätin Rosmarie Pamer gutgeheißen.
Italien: Anwälte sollen Bonus für Rückführungen von Migranten erhalten
In einem Paket mit Maßnahmen zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit, die von dem italienischen Senat am Freitag verabschiedet wurde und diese Woche von der Abgeordnetenkammer gebilligt werden muss, ist eine Neuregelung enthalten, die für Kontroversen sorgt: Demnach sollen Anwälte eine finanzielle Prämie erhalten, wenn ihre Mandanten als Migranten einer freiwilligen Rückkehr in ihr Herkunftsland zustimmen.
US-Gericht verbietet Festnahme anerkannter Flüchtlinge in Minnesota
Ein US-Bundesrichter in Minnesota untersagt Einsatzkräften des Bundes bei ihrem verschärften Vorgehen gegen Migranten vorerst, bereits anerkannte Flüchtlinge festzunehmen. Diejenigen, die bereits in Haft seien, müssten sofort freigelassen werden, erklärte Richter John Tunheim in einer einstweiligen Verfügung.
Dean Cain wird Abschiebehelfer: „Superman“ jagt Migranten
Der US-Schauspieler Dean Cain, bekannt aus der TV-Serie „Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark“ aus den 1990er Jahren, will bei der US-Einwanderungsbehörde ICE anheuern und bei der umstrittenen Abschiebung von Migranten ohne Papiere helfen. Das sagte der 59-Jährige in einem Video auf Instagram. Er ermutigte zugleich andere, sich ebenfalls bei der Behörde zu bewerben.
Italiens neuer Versuch, Migranten nach Albanien zu bringen
Italien startet einen neuen Versuch, Migranten in die Flüchtlingszentren in Albanien, die in den vergangenen Wochen eröffnet wurden, zu bringen. In den vergangenen 10 Tagen hat schlechtes Wetter die Migrantenanlandungen in Italien gebremst. So trafen lediglich 300 Menschen in Süditalien ein.
Schlepper-Ring mit Bozner „Standort“ ausgehoben: Auch Kinder über Brenner geschleust
Der Bozner Quästur gelang in Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Deutschland im Rahmen einer EU-weiten Ermittlungsaktion ein Schlag gegen eine international tätige kriminelle Organisation: 8 Personen wurden verhaftet, 5 weitere wegen der Begünstigung illegaler Einwanderung angezeigt. Bei einigen der Schlepper handelt es sich um in Bozen wohnhafte Türken – die ein öffentliches Lokal betrieben, in dem u. a. auch Minderjährige darauf warteten, in Fahrzeuge gepfercht und die gefährliche Reise über den Brenner anzutreten.
Zuwanderung: „Mit gegenseitigem Respekt kann das Zusammenleben gut gelingen“
Fast jede zehnte in Südtirol ansässige Person stammt laut jüngster ASTAT-Erhebung aus dem Ausland. Im Rahmen der Tagung „Familie im Wandel“ sprach Manuela Targa, Präsidentin des Vereins Donne Nissà, über die Rollenverteilung in Migrationsfamilien. „Unterstützung ist gerade für die Frauen sehr wichtig“, sagt sie im Gespräch, ebenso wie gegenseitiger Respekt.
Salvini: „Das Problem am Brenner werden die Rechtsanwälte lösen“ – Video
Das Verkehrsproblem am Brenner wird nicht mit Ingenieuren gelöst, sondern mit den Rechtsanwälten: Dies betonte Italiens Verkehrsminister Matteo Salvini am Montagvormittag in der Messe Bozen. Dort stellte der Minister im Rahmen seiner Italien-Tour, die unter dem Motto „L’Italia del sí“ steht, große Verkehrs- und Infrastrukturprojekte vor, die in Italien und in Südtirol umgesetzt werden.
Abschiebezentrum in Südtirol: Viele Fragen sind noch offen
Das geplante Abschiebezentrum in Südtirol sorgt für große Aufregung in mehreren Gemeinden. Nicht zuletzt, weil wichtige Fragen keineswegs geklärt sind. Stimmt es zum Beispiel, dass – wie versprochen – „nur“ jene straffällig gewordenen Migranten untergebracht werden, die sich in Südtirol aufhalten? Oder kann der Staat dort auch Straftäter aus anderen Regionen schicken?
Politik verspricht Pflicht-Sprachkurse: Was daraus geworden ist
In deutschsprachigen Schulklassen in Bozen und Umgebung sitzen immer mehr Kinder, die diese Unterrichtssprache kaum oder gar nicht beherrschen. Im Frühjahr wurde wochenlang über diese Situation diskutiert, die Politik kündigte eine Lösung an. Was ist aus den Versprechen der Landespolitik geworden?
„Durch die Hölle gegangen“: Die Verzweiflung der Mittelmeer-Migranten
Von Sfax in Tunesien wagen immer mehr Flüchtlinge die Überfahrt auf die italienische Insel Lampedusa. Viele zahlen nicht nur finanziell einen hohen Preis. Sie hoffen auf ein besseres Leben und finden oft den Tod. Eine Spurensuche auf zwei Seiten des Mittelmeers.
Bozen: „Wir haben Streetworker, aber wir haben keine Schlafplätze“
Menschen, die zu Obdachlosen gehen, mit ihnen reden und sie von der Straße holen: Dieses Konzept funktioniert in Wien seit 10 Jahren und verhindert, dass Schlafende unter Brücken erfrieren. Auch Bozen hat Streetworker – und das nicht wenige. Doch das Problem in der Landeshauptstadt sei ein anderes, sagt der zuständige Stadtrat.
Schlepper gefasst: 5 Inder ohne Dokumente an Bord
An der Mautstelle Sterzing hat die Staatspolizei einen Schlepper gefasst: Der Mann aus Pakistan, der über eine reguläre Aufenthaltsgenehmigung verfügt, hatte 5 indische Staatsbürger an Bord seines Autos. Sie hatten keine Papiere bei sich und waren offenbar illegal über den Brenner gebracht worden.
Solidarität im digitalen Raum
Das Jahr 2015 war geprägt von einer Einwanderungswelle in Europa, Nordamerika und Australien. Auf Onlineplattformen wie beispielsweise Twitter wurden diese Einwanderungswellen von Hashtags wie zum Beispiel #welcomerefugees begleitet. Schon bald jedoch entwickelte sich im Netz eine Parallelbewegung mit Anti-Solidaritäts-Hashtags wie #RefugeesNOTwelcome. Die Forscherinnen Alexandra Budabin und Nina Hall haben die rechtsextreme Online-Taktik des Verdrängens und der Übernahme von Diskussionen zu deren Gunsten („Hijacking“) untersucht.



