Pflegeeinstufung
Pflegeeinstufung: „Da läuft etwas gewaltig schief“
Die betroffenen Familien sind am Anschlag – doch in Sachen schnellere Einstufung tut sich nichts. Aktuell wartet man je nach Bezirk bis zu elf Monate auf eine Einstufung. Denn – wie berichtet – braucht es beim aktuellen Tempo bis zum November dieses Jahres, um allein die Ansuchen, die vom Vorjahr unbearbeitet geblieben sind, abzuarbeiten. Und da jedes Jahr mehr Ansuchen eingehen, als bearbeitet werden, wächst der Überhang von Jahr zu Jahr.
Pflegeeinstufung: Mit Überhang von Jahr zu Jahr
Monatelang wartet man bekanntlich in Südtirol auf eine Pflegeeinstufung. Tendenz steigend. Kein Wunder: Denn jedes Jahr gehen Tausende Ansuchen mehr ein, als bearbeitet werden. Die Folge: ein Überhang, der sich aufsummiert. Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen können ein Lied davon singen.
Steht da etwa ein Elefant in Raum?
Ees tatsächlich so zu sein, dass jedes Einstufungsteam – im Schnitt – kaum mehr als einen Fall pro Arbeitstag oder in sieben Arbeitsstunden bewältigt. Das irritiert und wirft Fragen auf, die Antworten einfordern. Ein Kommentar von Chefredakteur Elmar Pichler Rolle.
ABSTIMMUNG: Angehörige zu Hause pflegen – reicht die Unterstützung aus?
Sie halten das Pflegesystem am Laufen, doch ihre Arbeit bleibt oft unbeachtet. Mit dem demografischen Wandel wächst der Druck – und die Forderung nach rechtlicher Anerkennung der Pflegearbeit von Angehörigen wird immer dringlicher.
Pflegeeinstufung: Opposition nimmt Pamer in die Mangel
70 Prozent der 15.000 Südtiroler Pflegebedürftigen werden zu Hause betreut – allein auf die Einstufung für das Pflegegeld warten sie acht Monate. Jetzt nimmt die Opposition geschlossen Landesrätin Pamer in die Mangel und fordert nächste Woche im Landtag eine Einstufung von Amts wegen aller Rückstände.
Pflege: „Zu lange warten für zu wenig Geld“
Angesichts der unverändert langen Wartezeiten für die Pflegeeinstufung und anderer kritischer Punkte im System meldet sich nun auch das Zentrum zum Schutz der Patientenrechte zu Wort. Dort weiß man mittlerweile von Wartezeiten bis zu elf Monaten, um die Bewertung der Pflegebedürftigkeit oder die Verlängerung der Beihilfe zu erhalten.



