Raubtiere
Kärnten: Sieben Wölfe seit Jänner getötet
Sieben „Risikowölfe“ sind in Kärnten in den Monaten Jänner bis März 2026 getötet worden. Das teilte das Jagdreferat des Landes am Mittwoch mit. Vier Wölfe wurden im Bezirk Hermagor erlegt, zwei im Bezirk Spittal an der Drau und einer im Bezirk Villach-Land. Jedes Mal seien zuvor Vergrämungsmaßnahmen getroffen worden, hieß es. 20 Mal wurden Wölfe vom Land zum Abschuss freigegeben. Tierschützer kritisieren die Abschüsse als rechtswidrig.
Löwin attackiert Buben
In Thailand ist ein Bub von einem ausgebrochenen Löwen attackiert worden. Wie die thailändische Wildpark-Behörde am Sonntag bekannt gab, war der Löwe in privater Haltung und war entlaufen. Der Bub, der auf einer Straße am Samstagabend in der westlichen Provinz Kanchanaburi angegriffen worden sei, sei mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Diese Jäger und Nager melden sich zurück in Südtirol
Bei Raubtieren denkt man in Südtirol meist an Bär und Wolf, doch in deren Schatten hat sich ein weiterer Jäger zurück ins Land geschlichen: Nach über 150 Jahren wurde der Luchs erstmals wieder in Südtirol nachgewiesen. „Er ist nicht das einzige Wildtier, das ins Land zurückgekehrt ist“, weiß Dominik Trenkwalder vom Amt für Wildtiermanagement.
Grünes Licht für Wolfsabschuss: „Durch Entnahme Kulturlandschaft schützen“
60 Tage – so lange gilt das Abschussdekret für die beiden Wölfe in Planeil im Obervinschgau, für die der Präsident des Bozner Verwaltungsgerichtes am Samstag grünes Licht gegeben hat. Mit einem durchschlagenden Argument: Die Bewirtschaftung der Almen sei ein wichtiger Baustein zur aktiven Erhaltung der Kulturlandschaft, und diese habe laut Verfassungsgericht einen „primären und absoluten Wert“. Doch die Tierschützer geben nicht auf.
Alle 3 Monate ein Bärenangriff auf Menschen im Trentino
Riesenglück hatte am Samstag ein 33-jähriger Pilzesucher im Trentino: Er wurde von einem Bären am Rücken und an den Armen verletzt, konnte aber flüchten und kam mit dem Leben davon. Es handelt sich bereits um den 12. Bärenangriff auf Menschen in den vergangenen 10 Jahren im Trentino. Dabei hat sich die Hälfte dieser Angriffe seit März 2023 ereignet – binnen 20 Monaten.
Podcast | Rinner: „Es dürfte Jahre dauern, bis sich beim Thema Wolf was ändert“
Brisant: Es dürfte Jahre dauern, bis sich beim Thema Wolf wirklich was ändert, sagt der Direktor des Bauernbundes, Siegfried Rinner, im STOL-Podcast. Er macht kompromisslose Tieraktivisten, aber auch Gerichte und Politik dafür verantwortlich. Hören Sie hier das ganze Gespräch zu Thema Wolf, das der Bauernbund-Direktor mit Markus Perwanger geführt hat.
Lodernder Protest gegen den Wolf – Mahnfeuer im ganzen Land
60 Ortsgruppen des Südtiroler Bauernbundes (SBB) und der Bauernjugend haben am Freitagabend landesweit Mahnfeuer entzündet. Mit dieser Aktion sendeten sie eine klare Botschaft: Die Ausbreitung der Wölfe muss gestoppt werden. Ansonsten werden die Alm- und Berglandwirtschaft ruiniert.
Der Goldschakal breitet sich in Südtirol aus
Die Jägerschaft hat mit dem Goldschakal gar keine Freude. Die Zahl der Tiere wächst in Pustertals Wäldern und die Schäden, die sie anrichten, werden immer größer. „Vor allem kleine Wildarten wie Hasen und Bodenbrüter fallen ihnen zum Opfer, es sind aber auch Rehkitze und junge Rehe, die sie jagen“, sagt Elmar Lerchner vom Jagdrevier Pfalzen. Mancherorts seien Bestände schon arg ausgedünnt.
Neue Hunde zur Abschreckung von Braunbären
Die Hundestaffel des Trentiner Forstamtes hat sich seit einigen Jahren auf die Bekämpfung der Braunbären spezialisiert – vor allem deshalb, weil sich immer mehr dieser Tiere in unserer Region aufhalten. Nun gibt es Verstärkung zu vermelden – auf vier Pfoten.
So viele Wölfe und Bären gibt es derzeit in Südtirol
Im Jahr 2023 sind in Südtirol 39 Wölfe genetisch erhoben worden, wahrscheinlich waren insgesamt doppelt so viele – also 78 – unterwegs, schätzt der Abteilungsdirektor für Forstdienst, Günther Unterthiner. 2023 seien zudem 3 Bären nachgewiesen worden – M75, M84 und M107.
Die Angst vor dem Wolf überschattet Start in den Almsommer
40 Schafe sind im vergangenen Sommer auf der Nemesalm in Sexten den Wölfen zum Opfer gefallen. Die Bauern holten mitten im Sommer ihr Vieh von der Alm, der Almabtrieb wurde abgesagt. In 10 Tagen sollen nun wieder Schafe, Ziegen und Rinder aufgetrieben werden. Heuer setzt man auf Prävention und Herdenschutz, unter anderem mit einer Schäferin samt Herdenschutzhund.
Goldschakale breiten sich immer mehr aus – auch in Südtirol
Der Kadaver eines Goldschakals wurde vor Kurzem im Trentino gefunden. Dabei ist der „große Fuchs“ nicht nur bei den Nachbarn bekannt. „Immer wieder werden uns Sichtungen gemeldet“, weiß Dominik Trenkwalder, Wildtierökologe im Amt für Wildtiermanagement.
Fugatti will jährlich 8 Bären schießen
Der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti (Lega) drückt beim Thema Bären aufs Tempo: So rasch wie möglich möchte er ein Gesetz durchbringen, das die Entnahme von 8 Problembären pro Jahr für 3 Jahre vorsieht; am liebsten noch bevor die Bären aus der Winterruhe erwachen.
Es hört nicht auf: Wolf schlägt wieder zu
Der Ärger bei Armin Huber vom Wieserhof in Pfunders ist groß. Denn schon wieder hat der Wolf auf seiner Gampisalm Tiere gerissen. Diesmal waren es 7 Schafe und 5 Ziegen. Insgesamt hat der Bauer in diesem Almsommer bereits 15 Schafe und Lämmer sowie 5 Ziegen und ein Kalb verloren.
Bauer: „Von ursprünglich 67 Schafen auf der Alm leben heute noch 22“
Vor 5 Wochen haben die Bauern vom Kleinegger- und Lechnerhof in Rodeneck ihre Schafe – 67 an der Zahl – auf die Hofalm in Terenten getrieben. Davon leben heute nur noch 22. Bisher hatte der Landwirt Andreas Amort Glück: Seine Schafe blieben verschont. Doch am vergangenen Wochenende haben Wölfe erneut zugeschlagen und die Hälfte seiner Herde ausgelöscht. „Was mich zornig macht, ist vor allem der emotionale Verlust: Nun muss ich meinen Kindern erklären, dass die Tiere mit denen sie aufgewachsen sind und denen sie einen Namen gegeben haben, qualvoll gestorben sind“, sagt er zu STOL.
Vintl: Hofhündin schlägt Wolf in die Flucht
Südtirol hat immer mehr Wölfe. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo im Land ein Wolf gesichtet oder ein angefallenes oder sogar getötetes Tier gefunden wird. Die jüngste Begegnung mit dem ungeliebten Zeitgenossen wird aus Niedervintl gemeldet. Dort konnte Dienstagfrüh gegen halb 7 Uhr ein Wolf am Orthammerhof unweit der Mühlbacher Klause sogar gefilmt werden. Das Video von Bauer Hubert Crazzolara zeigt einen ausgewachsenen Wolf, der sich auf der Hofstelle herumtreibt – wohl auf der Suche nach einer leichten Beute. Doch der Eindringling hat nicht mit der Hofhündin gerechnet. Der Mischling aus einem Bernhardiner und einem Belgischen Wolfshund zeigt auf dem Video keinerlei Angst vor dem Wolf. Im Gegenteil: Er setzt sogar zur Verfolgung an und treibt ihn in die Flucht.
Vellau: Wolf reißt 2 Schafe
Ein Wolf oder auch mehrere Exemplare dürften in Vellau oberhalb von Algund unterwegs sein: Das Ergebnis der DNA-Analyse liegt zwar noch nicht vor, Experten gehen aber davon aus, vor allem aufgrund des Rissbildes, dass ein Wolf in der Nacht von Freitag auf Samstag, vermutlich gegen 1 Uhr früh, am Hauserhof ein trächtiges Mutterschaf und ein etwa 6 Monate altes Schaf gerissen hat.



