Rechtsextremismus
Rechtsextreme Online-Community im Visier: Durchsuchungen auch in Arco
Eine groß angelegte Ermittlung der Staatsanwaltschaft von Brescia mit der Spezialeinheit der Carabinieri ROS führte heute zur Festnahme eines 21-Jährigen und zu Durchsuchungen in ganz Italien – auch in Arco unweit vom Gardasee. Dem Hauptverdächtigen wird unter anderem Anstiftung zum Begehen von Straftaten zur Last gelegt. Bei der Online-Community mit Mitgliedern in ganz Italien soll es sich um eine rechtsextreme Gruppe handeln.
„Ich war ein Nazi“ – Wie dieser Südtiroler den Ausstieg aus der Szene schaffte
„Ich war fast immer bewaffnet – an meinem Scooter hatte ich eine spezielle Halterung für eine Eisenstange montiert“, erinnert sich Alex (Name von der Redaktion geändert) an seine Vergangenheit als Neonazi. „Was ich damals getan habe, bereue ich heute.“ Wie der Südtiroler in die rechtsextreme Szene abrutschte und wie er den Ausstieg aus der Szene schaffte und wieder zurück in ein normales Leben fand.
Rechtsextremismus unter Jugendlichen: Was kann man dagegen tun?
Ein Video mit rechtsextremen Inhalt sorgt – wie berichtet – seit Tagen für Schlagzeilen. Die Südtiroler Gruppe „Junge Aktion“ hat es vor Kurzem auf mehreren sozialen Medien geteilt. „Die progressive Verschiebung des politischen Spektrums nach Rechts ist eine europaweite Tendenz“, sagt Konrad Pamer, Amtsdirektor des Amts für Jugendarbeit. Im Interview spricht er über mögliche Ursachen des Phänomens und darüber, was er Eltern raten würde, die rechtsextreme Ansichten bei ihren Kindern feststellen.
„Junge Aktion“: Deshalb geriet die Gruppe ins Visier der Staatspolizei
Vor der „Radikalisierung der Jugend in unserem Land“ hatte Quästor Paolo Sartori erst vergangene Woche beim Gründungsjubiläum der Polizei gewarnt. Fast zeitgleich tauchte in mehreren sozialen Medien die Gruppe „Junge Aktion“ auf – wie gestern bekannt wurde, geriet sie ins Visier der Abteilung für allgemeine Ermittlungen und Sondereinsätze (Digos) der Bozner Quästur.
„Antifaschismus ist Mafia“ – Schon wieder taucht das rechtextreme Transparent auf
Keine Woche ist vergangen, seit ein Schüler des Bozner Oberschulzentrums „Galileo Galilei“ mit seiner Aktion für Aufsehen sorgte: In seinem Klassenzimmer posierte er mit einem Schild, auf dem „Antifaschismus ist Mafia“ geschrieben stand. Dahinter steckt eine Kampagne des sogenannten „Blocco Studentesco“, einer Jugendorganisation mit Verbindungen zur neofaschistischen Bewegung „CasaPound“.
Neumarkt: Rassistische Parolen bei Laubenfest – Kommandant greift ein
Das gut besuchte Laubenfest in Neumarkt wurde dieses Mal von rechtsextremen Chören beim Refrain des Liedes „L'amour toujours“ von DJ Gigi D'Agostino überschattet. Doch der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, Johannes Bertignoll, griff sofort ein.
„Handschellen an und ab in den Steinbruch“ – JWA sorgt für Entsetzen
Für Harald Stauder (SVP) ist es „das bisher tiefste Niveau, das ich in den vergangenen Jahren im politischen Diskurs gehört habe“: Bei einem Symposium der FPÖ in Wien ließ Jürgen Wirth Anderlan mit Sätzen aufhorchen wie: „Habe die Ehre, liebe Rechtsextreme“. Oder: „Die EU ist ein korrupter kriegsgeiler Sauhaufen mit einem nicht gewählten Dämon an der Spitze.“
Aprés-Ski-Abend im „Hexenkessel“: Schwere Vorwürfe und Hausverbote
Es war ein typischer Aprés-Ski-Abend im „Hexenkessel“ an der Talstation des Skigebietes Klausberg. Und er endete mit 7 Hausverboten und dem Vorwurf einiger deutscher Urlauber, dass im Lokal rechtsextreme Gewalt toleriert werde. Dem widerspricht „Hexenkessel“-Betreiber Alex Hellweger entschieden.
„Es geht darum Ängste zu schüren“: Warnung vor rechtsextremen Aktionen
Das Katholische Forum Südtirol ist angesichts „mehrerer rechtsextremer Aktionen in Südtirol alarmiert“: In den Gemeinden liegen derzeit 3 Volksbefragungsanträge auf, „bei denen es darum geht, Ängste zu schüren und die Diskurshoheit über bestimmte Themen zu besetzen.“ Kopfzerbrechen bereitet dem Forum auch ein Vorhaben des Landtagsabgeordneten Jürgen Wirth Anderlan.
Wird 2024 das neue 1933?
Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler in Deutschland zum Reichskanzler ernannt. Für seine Anhänger war es ein Tag der „nationalen Erhebung“ und der Wiedergeburt. Ihrer Ansicht nach brauchte Deutschland nach 14 Jahren des freiheitlich-demokratischen Weimarer „Systems“ die restaurative Kraft eines autoritären starken Mannes. Hitlers fackeltragende Braunhemden marschierten in jener Nacht durch die Berliner Innenstadt, um den Anbruch einer neuen Zeit zu feiern. Von Mark Jones
Wer ist stärker: EU-feindlicher Populismus oder Putins Krieg?
Der Krieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegen die Ukraine ist eine folgenschwere Tragödie – vor allem für die Ukrainer, aber auch für die Menschen in Europa und weltweit. Er könnte aber der europäischen Integration durchaus neuen Schwung verleihen. + Von Philippe Legrain



