Risse
Über 100 Meter pro Sekunde: Risse im Schnee breiten sich schneller aus als angenommen
Risse in der Schneedecke können sich mit über 100 Metern pro Sekunde ausbreiten, wie Experimente im Schweizer Davos Platz zeigten. Diese gemessenen Geschwindigkeiten überschreiten sogar theoretische Grenzen. Die Erkenntnisse könnten die Lawinenvorhersage verbessern, teilte das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) am Mittwoch mit.
Die „Jagd“ hat begonnen: Vergrämung und Besenderung eines Bären verordnet
Nach den Rissen zweier Esel im Nordtiroler Bezirk Landeck, unweit der Grenze zu Südtirol, nimmt die Tiroler Landesregierung nun einen Bären ins Visier: In der Nacht auf den heutigen Samstag trat eine Verordnung zur „Vergrämung unter bestimmten Voraussetzungen und Besenderung“ eines Problemexemplars in diesem Gebiet in Kraft.
Mit totem Pony nach Innsbruck: Bauer protestiert gegen Bärenrisse
Ein totes Pony im Anhänger, ein aufgebrachter Landwirt und ein Bär, der für Unruhe sorgt: Martin Köhle aus Pfunds (Nordtirol) wollte mit einer drastischen Aktion in Innsbruck auf die aus seiner Sicht „verharmloste“ Berichterstattung zu Bärenrissen aufmerksam machen. Seine Protestfahrt endete jedoch bereits 200 Meter vor dem angepeilten ORF-Gebäude.
Wölfe: Jetzt geraten auch vermehrt Rinder in Gefahr
„Die Bauern sind am Limit – passiert nichts, sehen sie keine Zukunft mehr“, berichtet Bauernbund-Bezirksobmann Joachim Weiss aus dem Vinschgau. Im Planeiltal sind heuer bisher etwa 70 Schafe und Ziegen den Wölfen zum Opfer gefallen. Auf immer mehr Almen werden die Nutztiere vorzeitig abgetrieben.
Grünes Licht für Wolfsabschuss: „Durch Entnahme Kulturlandschaft schützen“
60 Tage – so lange gilt das Abschussdekret für die beiden Wölfe in Planeil im Obervinschgau, für die der Präsident des Bozner Verwaltungsgerichtes am Samstag grünes Licht gegeben hat. Mit einem durchschlagenden Argument: Die Bewirtschaftung der Almen sei ein wichtiger Baustein zur aktiven Erhaltung der Kulturlandschaft, und diese habe laut Verfassungsgericht einen „primären und absoluten Wert“. Doch die Tierschützer geben nicht auf.
Wolfsjagd wieder ohne Abschuss – Walcher verteidigt Einsatzgruppe
Die Wolfsjagd erweist sich für das Land als äußerst harte Nuss: Denn vom 30. Juli bis zum 6. August hatte die sechs Mann starke Einsatzgruppe des Landesforstkorps immerhin sieben Nächte lang Zeit, um zwei Schadwölfe zu erlegen – ohne Erfolg jedoch. Bereits 2024 war die Einsatzgruppe im Vinschgau beim Versuch gescheitert, zwei Schadwölfe zu entnehmen.
Wolf reißt 40 Schafe auf der Puezalm in Gröden – Herde vorzeitig abgetrieben
Eine Reihe von Wolfsangriffen hat in den vergangene Wochen auf der Puezalm in Gröden große Schäden angerichtet: Etwa 40 Schafe und 20 Lämmer wurden gerissen, berichtet der Südtiroler Bauernbund (SBB) in einer Aussendung. Die verbliebenen Tiere werden nun rund zwei Monate früher als geplant ins Tal zurückgeholt.
Nach Wolfsangriffen: Landesregierung unterzeichnet 16. Abschussverordnung
Ein totes und vier weitere verletzte Schafe wurden am vergangenen Samstag in einem Almgebiet im Nordtiroler Nauders (Bezirk Landeck) entdeckt. Nach amtstierärztlicher Begutachtung besteht der Verdacht auf einen Wolfsangriff. Die Landesregierung unterzeichnete prompt die 16. Abschussverordnung seit Jahresbeginn.
Nordtirol: Bär reißt Lamm und Schaf – Zweiter Vorfall in drei Tagen
Nachdem auf dem Gemeindegebiet von Umhausen in Nordtirol (Bezirk Imst) am Donnerstag die Kadaver von je zwei Schafen und Lämmern entdeckt wurden, dürfte ein Bär am Sonntag wieder sein Unwesen getrieben haben. Ein gerissenes Lamm und ein gerissenes Schaf meldeten die Behörden in derselben Gemeinde, nur drei Tage nach dem ersten Angriff.
Podcast | Rinner: „Es dürfte Jahre dauern, bis sich beim Thema Wolf was ändert“
Brisant: Es dürfte Jahre dauern, bis sich beim Thema Wolf wirklich was ändert, sagt der Direktor des Bauernbundes, Siegfried Rinner, im STOL-Podcast. Er macht kompromisslose Tieraktivisten, aber auch Gerichte und Politik dafür verantwortlich. Hören Sie hier das ganze Gespräch zu Thema Wolf, das der Bauernbund-Direktor mit Markus Perwanger geführt hat.
Pfunds: Bär geht wieder um – lange Todesspur der Großraubtiere im Bundesland Tirol
Den Sommer beenden wie er begann: Das ist für die Bewohner der Nordtiroler Gemeinde Pfunds (Bezirk Landeck) alles andere als erfreulich. Nachdem eine Wildkamera dort im Mai einen Bären fotografiert hatte und ein Exemplar Ende Juni einen Bienenstock plünderte – was auch zu einer offiziellen Warnung der Gemeinde an die Bevölkerung führte –, war es ruhig um das Thema geworden. Bis jetzt. Erneut erfasste eine Wildkamera in Pfunds den Bären.
„Warum fragt kein Tierschützer nach den Schafen?“
Josef Steger vom Fuchshof in Kasern ist richtig zornig. „Die Gesellschaft muss verstehen, dass das nicht mehr geht. Und die Politik muss endlich etwas tun!“ In der Nacht auf Dienstag hat der Wolf 7 seiner Schafe gerissen, hinter einem Elektrozaun unweit des Hofes. Auch in Osttirol fielen 15 Schafe dem Raubtier zum Opfer. Dort ist ein Wolf nun zum Abschuss freigegeben.
Vergrämung von Wölfen: Warum die Aktion kaum Chancen hat
Die Wolfsplage wird immer schlimmer, Südtirol steuert auf einen blutigen Rekord an gerissenen Nutztieren zu. Das Land kündigte an, dass besonders gefräßige Wölfe bald mit Gummigeschossen vergrämt werden. Aber selbst diese kleine Funke Hoffnung dürfte verglühen. Denn vor der Vergrämung müssten die geplagten Bauern eine Vorleistung erbringen – und daran könnte die gesamte Aktion scheitern.
Der Wolf hat in Sirmian wieder zugeschlagen
Einige Zeit war es ruhig geworden: Kaum Meldungen von Nutztierrissen durch den Wolf im Gebiet oberhalb von Nals waren an die Öffentlichkeit gedrungen. Am Wochenende hat das Raubtier aber wieder zugeschlagen und einige Ziegen in der Fraktion Sirmian gerissen.



