Suizid
Medizinisch assistierter Suizid in Südtirol: „Viele Fragen sind noch offen“
Das Thema Sterbehilfe polarisiert seit Jahren. Nach der Toskana will nun auch Südtirol mit einem eigenen Gesetz nachziehen, das einen medizinisch assistierten Suizid möglich machen soll. Nun äußert sich der Präsident des Landesethikkomitees, Dr. Herbert Heidegger, zur aktuellen Diskussion.
Medizinisch assistierter Suizid auch in Südtirol
Sieben Jahre nachdem das Verfassungsgericht irreversibel kranken Menschen im Terminalstadium das Recht zuerkannt hat, selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden, wird es auch in Südtirol die Möglichkeit zum medizinisch assistierten Suizid geben. Die rechtliche Grundlage des Verfahrens legt Landesrat Hubert Messner mit einem neuen Artikel zum Sammelgesetz fest, das der Landtag im Juni behandelt.
Nach Messerattacke auf Anwältin in Bus in Neapel: Angreifer begeht Suizid
Der Mann, der vergangene Woche eine Anwältin in einem Linienbus im Stadtteil Vomero in Neapel niedergestochen hatte, hat sich das Leben genommen. Der 39-jährige Antonio M. starb am Montagabend im psychiatrischen Bereich des Krankenhauses San Giovanni Bosco, wo er unter Bewachung stand.
Tod einer Boznerin hinter Gittern am Prüfstand
Hätte der Suizid einer Boznerin (37) im Trienter Frauengefängnis im Dezember 2023 verhindert werden können? Die Frage wollen ihre Hinterbliebenen geklärt wissen und haben deshalb Einspruch gegen die von der Staatsanwaltschaft beantragte Einstellung des Ermittlungsverfahrens eingelegt.
Die Liebe bleibt: Über Trauer und Hoffnung nach Suizid
Der Verlust eines Menschen durch Suizid ist eine Erfahrung, die schwer in Worte zu fassen ist. Dr. Christiane Engelhardt, Künstlerin, Autorin und Ärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, hat diesen Weg durchlebt, nachdem ihre damals 13-jährige Tochter Hanna sich das Leben nahm. Im Interview spricht Engelhardt offen über ihre eigene Trauerreise, den Umgang mit ihrem Verlust und darüber, wie sie anderen Betroffenen helfen möchte, ihren eigenen Weg der Heilung zu finden.
Kurz nach Sommerferien mehr psychische Probleme bei Kindern
Ein bis zwei Wochen nach den Sommerferien suchen mehr Schülerinnen und Schülern Hilfe bei psychischen Belastungen auf. Schule und Ausbildung sind zentrale Themen für Jugendliche, so Paul Plener, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am AKH/Med Uni Wien. Wenn da etwas nicht funktioniert, „kommt es eher zu krisenhaften Verläufen“. Die Akutvorstellungen sind zur Zeit vor Corona generell um 80 Prozent gestiegen, es brauche einen Ausbau der Versorgung.
„Viele tragen ihre Sorgen still“: Psychische Gesundheit bei Jugendlichen
Hinter der Fassade fröhlicher Selfies und unauffälliger Alltagsroutine tragen viele Jugendliche eine Last, die für Eltern, Lehrkräfte und Freunde oft unsichtbar bleibt. Michael Reiner, Psychologe, Psychotherapeut und Leiter der Jugendanlaufstelle „Young+Direct“ des Südtiroler Jugendrings, gibt Einblicke in die Gefühlswelt junger Menschen.
Südtirol stärkt Suizidprävention: „Frühzeitige Hilfe kann Leben retten“
Zum gestrigen Tag der Suizidprävention hat das Netzwerk im Pastoralzentrum Bozen den Entwurf eines landesweiten Präventionsplan vorgestellt. Ziel ist es, die Suizidrate im Land nachhaltig zu senken. STOL hat dazu mit Guido Osthoff, Caritas-Vertreter im Netzwerk und Moderator der Tagung, gesprochen.
„Aufgefangen vom Netz“: Der Weg zum landesweiten Suizidpräventionsplan
In Südtirol sterben mehr Menschen durch Suizid als im Straßenverkehr. Zukünftig soll erstere Zahl sinken – auch mit Hilfe eines landesweiten Suizidpräventionsplanes. Zum Welttag der Suizidprävention hat das Netzwerk im Pastoralzentrum Bozen den Entwurf vorgestellt.
Klage gegen OpenAI nach Suizid von US-Teenager
Eltern eines US-Teenagers, der im April Suizid beging, klagen gegen die ChatGPT-Entwicklerfirma OpenAI. Ihr Vorwurf ist, dass ChatGPT ihren Sohn dabei unterstützt habe, sich das Leben zu nehmen. Die Eltern stützen sich dabei auf Unterhaltungen mit dem Chatbot, die sie auf dem Smartphone des 16-Jährigen fanden. OpenAI kündigte nach Bekanntwerden der Klage verbesserte Maßnahmen zur Suizid-Prävention an.
Akute psychische Krise: Soforthilfe, Anlaufstellen und Warnsignale
Wer in einer akuten psychischen Krise steckt, braucht rasch und unkompliziert Hilfe. Das Forum Prävention erklärt, was Angehörige und Mitmenschen im Ernstfall tun können, welche Warnsignale auf eine depressive oder suizidale Phase hinweisen können und welche Anlaufstellen in Südtirol zur Verfügung stehen.
„Ein Leben mit Schulden ist immer mehr wert als gar kein Leben“
Wenn Schulden zur seelischen Last werden: Siegfried (48) gerät nach einer psychischen Krise in einen Teufelskreis aus unbezahlten Rechnungen, Scham und Ohnmacht. Seine Geschichte steht exemplarisch für jene, die in Südtirol mit Überschuldung kämpfen. Petra Priller von der Caritas Schuldenberatung spricht im Interview über die psychischen Folgen finanzieller Not, über Ängste, Suizidgedanken – und darüber, warum ein Mensch immer mehr ist als seine Schulden.
„Über Suizid zu sprechen, kann Leben retten“
Suizid ist eines der letzten großen Tabus unserer Gesellschaft. Obwohl viele Menschen im Laufe ihres Lebens mit suizidalen Gedanken oder Erfahrungen im Umfeld konfrontiert sind, bleibt das Thema oft unausgesprochen – aus Angst, das Falsche zu sagen oder weil einfach die Worte dafür fehlen. Dabei ist gerade das offene Gespräch ein entscheidender Schritt zur Entlastung und Hilfe. Eine STOL/„Dolomiten“ Artikelreihe über Wege aus der Krise.
„Trauer ist oft mit Schuld, Scham und Stigmatisierung belastet“
Im Rahmen der Europäischen Woche für psychische Gesundheit fand am heutigen Freitag im Bozner Rathaus die interregionale Fachtagung „Suizid. Und dann?“ statt. Veranstaltet vom Südtiroler Netzwerk für Suizidprävention in Zusammenarbeit mit Organisationen aus Norditalien, stand das Thema Postvention – also die Unterstützung von Hinterbliebenen nach einem Suizid – im Mittelpunkt.
Doppelte Tragödie bei Brescia: Baby stirbt, Arzt nimmt sich das Leben
Eine doppelte Tragödie erschüttert die Provinz Brescia: Vor einigen Tagen ist im Krankenhaus von Desenzano del Garda ein kleines Mädchen bei der Geburt gestorben. Wenige Tage später hat sich ein 39-jähriger Gynäkologe – er war eine Zeit lang auch im Gesundheitsbezirk Meran tätig – der bei der Entbindung anwesend war, das Leben genommen.
Allein, abseits, ausgeschlossen: Immer mehr Einsame in Südtirol
Einsamkeit ist ein Phänomen, das in Südtirol ständig zunimmt. Vor allem Frauen seien davon betroffen. „Einsamkeit im Alter ist ein dramatisches Phänomen, das in den vergangenen Jahren explosionsartig zugenommen hat“, weiß der Geriater Dr. Christian Wenter.
Keine Spur von Evi Rauter am spanischen Friedhof: Leichnam verschwunden
Ihr Leben endete vor über 30 Jahren auf tragische Weise, doch ihr Schicksal bleibt ein Rätsel: Evi Rauter aus Lana verschwand 1990 spurlos – erst in Florenz, 11 Jahre später aus ihrem Grab in Spanien. Das „Mädchen von Portbou“, wie man die damals 19-Jährige nannte, wurde erst 2022 als Evi identifiziert. Die Ermittler stehen nun wieder vor einer Sackgasse: Ein einbalsamierter Leichnam, der spurlos verschwand. Offizielle Dokumente, die mehr Fragen aufwerfen, als sie beantworten. Und eine Familie, die um Antworten kämpft.
Mordverdächtiger im Fall Anna Sviridenko stirbt unter mysteriösen Umständen im Gefängnis
Die Staatsanwaltschaft der Stadt Modena ermittelt im Zusammenhang mit dem Tod des Häftlings Andrea Paltrinieri. Der Ingenieur stand – wie berichtet – unter dringendem Tatverdacht, im Juni 2024 seine Ex-Partnerin Anna Sviridenko (40), die in Innsbruck lebte und zeitweise auch in Bozen als Ärztin tätig war, ermordet zu haben.
„Niemand rettet sich allein“: Krisentelefon verzeichnet 6-7 Anrufe pro Tag
Wie kann man Suizidprävention konkret umsetzen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Tagung des Netzwerkes Suizidprävention, die am gestrigen Freitag unter dem Titel „Niemand rettet sich alleine“ im Bozner Pastoralzentrum stattfand. „Wir haben dabei verschiedene konkrete Initiativen der Krisenintervention und Sensibilisierung sowie das Beispiel eines regionalen Suizidpräventionsplans vorgestellt“, sagt Guido Osthoff von der Caritas, der die Veranstaltung moderierte.
„Ich nahm mir vor, heute nicht zu sterben“
„Ich habe mehrmals meinen Suizid geplant“, erzählt Marie Müller (Name von der Redaktion geändert). Im letzten Moment holte sie sich stets kurz davor Hilfe. „Allein hätte ich es nicht mehr geschafft – heraus aus diesem Tief, aus dieser Verzweiflung zu kommen.“
Psychische Erste Hilfe? Das müssen Sie tun
Von 1990 bis 2023 ist die Suizidrate von 20,1 auf 8,9 Opfer pro Jahr pro 100.000 Einwohner gefallen. „Dieser Rückgang konnte nur gelingen, weil Fachleute und Südtiroler Bevölkerung seit Langem sehr aufmerksam darauf achten, dass schwere psychische Krankheiten und seelische Krisen möglichst nicht tödlich enden“, schreibt das Netzwerk zur Depressionsbekämpfung, an dem sich auch der Südtiroler Sanitätsbetrieb beteiligt. Zum heutigen Welttag der Suizidprävention gibt das Netzwerk 3 lebensrettende Fragen und Maßnahmen bei Suizidgefahr mit auf den Weg.
Alle 4 Tage nimmt sich ein Häftling das Leben: Wie Italien gegensteuert
50 Personen haben sich in Italien bis zum 5. Juli in Italiens Gefängnissen das Leben genommen. Das sind bisher 16 Suizide mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres und ein Suizid alle 4 Tage. Als Antwort auf die Notstände in den italienischen Strafanstalten hat der Ministerrat vor Kurzem ein Dekret zur Entlastung der Gefängnisse genehmigt.
Menschen vor Suizid bewahren: Die 3 lebenswichtigen Fragen
Von 1990 bis 2023 ist die Suizidrate in Südtirol von 20,1 auf 8,9 Opfer pro Jahr pro 100.000 Einwohner gefallen. Dieser Rückgang konnte nur gelingen, weil Fachleute und die Südtiroler Bevölkerung sehr aufmerksam darauf achten, dass schwere psychische Krankheiten und seelische Krisen möglichst nicht tödlich enden. Trotzdem: Jedes Suizidopfer ist eines zu viel. Das müssen Sie wissen.
Er wollte sich das Leben nehmen – heute redet er darüber und hilft anderen
Suizid – das ist in Südtirol nach wie vor ein Tabuthema. Richard Santifaller (62) aus Brixen hat keine Scham über seine Suizidversuche aus der Vergangenheit zu reden. Und wer könnte Betroffenen besser Wege und Perspektiven aufzeigen, damit das Leben wieder als lebenswert erweist.
PSYHELP beendet: Suizidale Krisen häufiger, Essstörungen immer früher
Als sich im März 2020 das Coronavirus auch in Südtirol ausbreitete, war klar, dass rasch gehandelt werden musste, um die gesamte Bevölkerung Südtirols in der Krise psychisch zu stützen. Deshalb wurde die psychische Einsatzleitung PSYHELP gegründet. Nach 3 Jahren konstanter Tätigkeit wird PSYHELP nun offiziell aufgelöst.
Krise folgt auf Krise: Was macht das mit unserer Psyche Dr. Pycha?
Zuerst die Pandemie, dann der Krieg in der Ukraine und schließlich eine sich stetig verschärfende Energie- und Wirtschaftskrise. Die Welt schlittert von einer Krise in die nächste, das geht auch an der Psyche der Menschen nicht spurlos vorbei. Im Sonntagsgespräch mit STOL erklärt Dr. Roger Pycha, Primar des psychiatrischen Dienstes in Brixen, wie wir durch schwierige Zeiten kommen, wann man sich Hilfe holen sollte, wo man diese bekommen kann und wie es um die psychische Gesundheit der Südtiroler bestellt ist.



