Ukraine-Krieg
Tote bei Angriffen in Ukraine und Russland
Bei russischen Angriffen auf die nordostukrainische Stadt Charkiw und die umliegende Region sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine in der Stadt verletzte Frau erlag ihren Verletzungen im Krankenhaus, teilten die Staatsanwälte der Region auf Telegram mit. Eine russische Drohne tötete einen Mann in seinem Auto in einem Bezirk näher an der Grenze. Insgesamt wurden neun Menschen bei Angriffen auf zwei Stadtbezirke verletzt. Russland meldete zwei Tote bei Angriffen.
Landesweiter Raketenalarm in der Ukraine: Drei Menschen getötet
In fast der gesamten Ukraine gilt nach Angaben von ukrainischen Behörden wegen russischer Angriffe Raketenalarm. In allen Regionen außer Odessa wurde der Luftalarm ausgelöst, wie die ukrainischen Behörden Dienstagfrüh mitteilten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Montagabend in seiner täglichen Fernsehansprache vor einem möglichen „massiven Schlag“ der russischen Streitkräfte gewarnt. Die Behörden meldeten mittlerweile insgesamt drei Tote.
Selenskyj führt Moskaus Angriffe auf laxe Sanktionen zurück
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angesichts schwerer russischer Angriffe auf sein Land und den Krieg im Nahen Osten zur stärkeren Einhaltung der Sanktionen gegen Moskau gemahnt. Allein in der vergangenen Woche habe Russland 1.770 Kampfdrohnen sowie 86 Raketen und Marschflugkörper gegen die Ukraine eingesetzt, schrieb er auf Telegram.
Verletzte nach neuen russischen Angriffen auf die Ukraine
Russland hat die Ukraine in der Nacht auf Donnerstag erneut mit Angriffen aus der Luft überzogen. Im ostukrainischen Gebiet Charkiw wurden nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft mehrere Menschen durch russische Drohnenattacken verletzt. Demnach nahm die russische Armee Ortschaften im Landkreis Tschuhujiw ins Visier. Der ukrainische Präsident Wolodymr Selenskyj bemüht sich unterdessen um eine Verschiebung der Gespräche zur Beendigung des Krieges.
Ukrainer in Südtirol: „Der Krieg hat unsere Großfamilie auseinandergerissen“
Seit vier Jahren steht die Ukraine unter dem Beschuss des russischen Aggressors, seit vier Jahren versuchen die Menschen in der Ukraine mit den Schrecken des Krieges zurechtzukommen. Millionen haben das Land verlassen, einige wie etwa Oksana und Oleg sind auch in Südtirol gestrandet.
Von Südtirol ins Kriegsgebiet: „Wir lassen die Menschen nicht im Stich“
Vor zwei Monaten, im Dezember 2025, war Markus Leimegger (54) aus Gais das letzte Mal in der Ukraine. Als Leiter der Sektion Zivilschutz beim Weißen Kreuz reist er immer wieder in das kriegserprobte Land. „Die Menschen in Kiew versuchen, ein normales Leben zu führen. Aber nach vier Jahren Krieg merkt man Resignation“, berichtet er. Die Hoffnung auf einen baldigen Frieden ist verloren.
„Ich habe mich getröstet: Wenn ich sterbe, sterbe ich mit meiner Familie“
Seit der Ukraine-Krieg am 24. Februar 2022 begonnen hat, fürchtet Larisa-Mariya Götsch um das Leben ihrer Familienangehörigen in der Ostukraine. Sie lebt in Partschins und ist mit Randold Götsch vom „Stiegenwirt“ verheiratet. Vor kurzem musste sie wegen einer Unterschrift in ihre früherere Heimat – und kam schwer erschüttert zurück.
Mutter und Tochter bei russischem Angriff in Donezk getötet
Eine Mutter und ihre elfjährige Tochter sind nach ukrainischen Angaben bei einem russischen Luftangriff auf die Region Donezk ums Leben gekommen. 14 weitere Personen, darunter ein siebenjähriges Mädchen, seien bei dem Angriff auf die Stadt Slowjansk verletzt worden, teilt Gouverneur Wadym Filaschkin am Dienstag auf Telegram mit.
Selenskyj spricht von 55.000 getöteten ukrainischen Soldaten
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die offiziellen Verluste eigener Truppen seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor knapp vier Jahren auf 55.000 getötete Soldaten beziffert. Darunter fielen auch Berufssoldaten und Mobilisierte, sagte er dem französischen Sender France2 in einem Interview. Hinzu komme eine große Zahl von Menschen, die vermisst würden, sagte der mit den Tränen kämpfende Staatschef.
Ukraine-Gesprächsrunde am Mittwoch in Abu Dhabi beendet
Unterhändler Russlands und der Ukraine haben ukrainischen Berichten zufolge ihre Verhandlungen unter US-Vermittlung in Abu Dhabi am Mittwochabend beendet. Die Gespräche im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sollen am Donnerstag fortgesetzt werden, meldeten Medien unter Berufung auf den Nationalen Sicherheitsrat der Ukraine.
Trotz Angriffen: Ukrainer und Russen verhandeln in Abu Dhabi
Trotz schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine sollen Unterhändler aus Kiew und Moskau heute wieder in Abu Dhabi Möglichkeiten für ein Kriegsende ausloten. Beide Seiten wie auch die USA als Vermittler haben ein zweites Treffen in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate bestätigt. Vorab warf die ukrainische Regierung der russischen Seite vor, gegen eine von den USA vermittelte Teilwaffenruhe verstoßen und damit einen neuen Verhandlungsansatz nötig gemacht zu haben.
Erneut Raketen auf Kiew und Charkiw
Trotz der für die Wochenmitte angekündigten Verhandlungen über ein Kriegsende sind die ukrainische Hauptstadt Kiew und die zweitgrößte Stadt Charkiw in der Nacht erneut zum Ziel russischer Raketen und Drohnen geworden. Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko warnte auf Telegram vor Attacken mit ballistischen Raketen.
Expertin: Kiew am Rande der humanitären Katastrophe
Unbeheizbare Wohnungen bei minus 20 Grad, platzende Wasserrohre, Stromausfälle von 15 Stunden am Tag: Angesichts dieses Alltags befinde sich Kiew „am Rande einer humanitären Katastrophe“, sagte die in der Ukraine tätige freie Journalistin Daniela Prugger am Donnerstag in Wien. 600.000 Menschen seien vor der Kälte aus der ukrainischen Hauptstadt geflohen. Die Ukraine erlebe einen „brutalen Angriffskrieg, der gegen die Zivilgesellschaft geführt wird“. Bald schon vier Jahre.
Zwei Tote bei russischen Angriffen in Region Kiew
Bei russischen Angriffen in der Region Kiew sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau seien bei den Angriffen auf das Dorf Bilohorodka südöstlich der ukrainischen Hauptstadt getötet worden, postete der Leiter der Militärverwaltung der Region, Mykola Kalaschnyk, Mittwochfrüh auf Telegram. Vier weitere Menschen seien medizinisch versorgt worden. Am Dienstag hatten russische Angriffe auf die Ukraine mindestens zwölf Menschen getötet.
Selenskyj schlägt Europa Aufbau einer gemeinsamen Armee vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Schaffung einer gemeinsamen Armee der Ukraine und Europas mit bis zu drei Millionen Soldaten vorgeschlagen. Er habe das Thema angesichts der Bedrohung durch Russland bereits im vergangenen Jahr angesprochen, sagte Selenskyj am Dienstag in einem Online-Chat mit Journalisten. Russland plant, seine Streitkräfte bis zum Jahr 2030 auf 2,5 Millionen Soldaten aufzustocken.
Kiew friert: Der härteste Winter seit Kriegsbeginn
Kurz vor Beginn des fünften Kriegsjahres durchlebt die Ukraine den schwersten Winter seit dem russischen Einmarsch. Wegen der massiven russischen Angriffe mit Drohnen und Raketen auf Energieanlagen haben Hunderttausende weder Strom noch Heizung – und das bei Schneefall, Frost und nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Betroffen sind die Großstädte Charkiw, Dnipro, Krywyj Rih und Odessa. Aktuell ist die Lage jedoch in der Hauptstadt Kiew am schlimmsten.
Selenskyj warnt erneut vor massivem russischen Angriff
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bürger seines Landes vor einem weiteren heftigen Angriff Russlands gewarnt. Es gebe Geheimdienstinformationen, wonach Moskau erneut einen massiven Angriff vorbereite, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Konkret sprach er von Drohnen zur Ausschaltung der Flugabwehr und Raketen. Dieser Angriff könne in den nächsten Tagen geschehen, sagte er und forderte die Menschen auf, den Luftalarm zu beachten.
Trotz Friedensbemühungen: Moskau und Kiew setzen Krieg fort
Trotz internationaler Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs gehen die Kampfhandlungen in der Ukraine und Russland weiter. In der südukrainischen Stadt Cherson wurde nach Angaben des Gebietsgouverneurs Olexander Prokudin ein Mann durch russischen Beschuss getötet. Moskaus Militär habe seit der Früh das Stadtzentrum beschossen. Die Ukraine griff in der Nacht auf Mittwoch ein Öllager im russischen Belgorod mit Drohnen an.
Moskau sieht Fortschritte bei Ukraine-Gesprächen mit USA
Das russische Außenministerium spricht von Fortschritten in den Gesprächen mit den USA über den Ukraine-Krieg. „Im Verhandlungsprozess zur Beilegung des Ukraine-Konflikts, ich meine damit den Verhandlungsprozess mit den Vereinigten Staaten von Amerika, sind langsame, aber sichere Fortschritte zu beobachten“, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa nach Angaben der Staatsagentur Tass bei einer Pressekonferenz. Die von Russland angegriffene Ukraine erwähnte sie kaum.
Selenskyj fordert weitere Gespräche über Kriegsende
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht nach den jüngsten Verhandlungen in den USA zur Beendigung des russischen Angriffskrieges weiteren Gesprächsbedarf. „Wir warten auf die Fortsetzung des Dialogs mit Amerika“, teilte er nach einem Treffen mit seinen Unterhändlern mit.
Weiter massive russische Luftangriffe auf die Ukraine
Russische Truppen haben in der Nacht auf Montag bei einem Angriff auf die ukrainische Schwarzmeer-Region Odessa die Hafen- und Energie-Infrastruktur getroffen. In dem wichtigen Hafen Piwdennyj sei ein Feuer ausgebrochen, zudem sei die Stromversorgung für mehr als 120.000 Menschen unterbrochen worden, teilte Vize-Ministerpräsident Olexij Kuleba mit.
US-Delegation zu Ukraine-Beratungen in Berlin eingetroffen
Zu Beratungen über einen Waffenstillstand in der Ukraine ist am Sonntagvormittag eine US-Delegation in Berlin angekommen. Wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur beobachtete, trafen der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, am Vormittag in einem Hotel im Zentrum der deutschen Hauptstadt ein.
Ihr Mann wurde ermordet: „Eigene Nürnberger Prozesse für Russland“
Polonium-210: Mit diesem hochradioaktiven Stoff wurde der russische Regimekritiker Alexander Litwinenko 2006 ermordet. Seine Witwe Marina Litwinenko trägt seither die Botschaften ihres Mannes weiter und sagt: Nur Russland selbst kann den Kremlherrscher vor Gericht bringen – und so die Grundlage für eine Aufarbeitung der jüngsten Geschichte schaffen. Marina Litwinenko im exklusiven Interview.
Zwölfjähriger bei russischem Angriff in der Ukraine getötet
Während über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs diskutiert wird, gehen die Kämpfe weiter. Ein Zwölfjähriger wurde laut Militärgouverneur Wladyslaw Hajwanenko bei einem russischen Drohnenangriff im Kreis Synelnykowe im Gebiet Dnipropetrowsk getötet. Eine Frau und ein Mann seien zudem verletzt, ein Privathaus zerstört und eines beschädigt worden, schrieb er. Ein 70-Jähriger wurde im Kreis Nikopol verletzt. Russland griff mit Drohnen, Artillerie und einem Raketenwerfer an.
Russland verkauft sanktioniertes Flüssigerdgas mit Rabatten an China
Der russische Gaskonzern Novatek verkauft einem Bericht zufolge Flüssigerdgas (LNG) aus seinem sanktionierten Projekt Arctic LNG 2 zu stark reduzierten Preisen an chinesische Abnehmer. Die Abschläge betragen demnach 30 bis 40 Prozent, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Russland und Ukraine mit Angriffen auf Energieinfrastruktur
Die staatlichen Energieversorger in der Ukraine haben nach den erneuten massiven russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur des Landes großflächige Stromausfälle für Sonntag angekündigt. Die Angriffe verursachten erhebliche Schäden an ukrainischen Kraftwerken, mindestens vier Menschen wurden getötet. Die Ukraine griff indes die Energieversorgung in Russland an. In der Region Belgorod waren am Sonntag etwa 20.000 Haushalte und mehrere Straßen ohne Strom.
ORF-Kriegsreporter entging in letzter Sekunde einem Drohnenangriff
ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz (64) ist am Samstag in der Ostukraine nur knapp einem Drohnenangriff entgangen. Der Kriegsberichterstatter befand sich in einem Fahrzeug nahe der Front in der Oblast Donezk, als die Attacke erfolgte. Verletzt wurde niemand.
Ukraine greift russische Ölraffinerie an
Die Ukraine hat erneut die russische Industriestadt Saratow an der Wolga mit Drohnen beschossen. Dabei soll eine bereits zuvor angegriffene Ölraffinerie getroffen worden sei, wie in sozialen Netzwerken berichtet wurde. Veröffentlicht wurden auch Videos von einer Explosion. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte zwar die Attacken in Saratow. Offizielle Angaben zur Ölraffinerie gab es aber nicht.



