Verbindlichkeiten
Signa - 80 Mio. an Forderungen bei Benko-Stiftung anerkannt
Im Konkursverfahren gegen die Familie Benko Privatstiftung hat am Mittwoch am Landesgericht Innsbruck eine weitere, nicht-medienöffentliche Prüfungstagsatzung stattgefunden. Nachdem bei der ersten Verhandlung im Mai 2024 von 2,3 Mrd. Euro an Gläubigerforderungen lediglich rund 50 Mio. Euro anerkannt worden waren, stellte sich die Situation nunmehr etwas anders dar: Zwei Gläubiger machten 80 Mio. Euro geltend, die samt und sonders vom Masseverwalter anerkannt wurden.
Signa-Forderungen bei 27,6 Mrd. Euro – Masseverwalter erkannte 9,5 Mrd. an
Im Konkursverfahren um den Immobilienkonzern Signa von Gründer René Benko wurden bisher Forderungen in Höhe von 27,6 Mrd. Euro angemeldet. Das sagte Karl-Heinz Götze, Leiter Insolvenzen beim Kreditschutzverband von 1870, am Samstag zum ORF. Demnach erkannte der Masseverwalter davon 9,5 Milliarden an.
Ex-Signa-Berater Berninghaus fordert 115 Mio. Euro von Benko
Der ehemalige Berater und Investor des pleitegegangenen Signa-Konzerns, Dieter Berninghaus, fordert 115 Mio. Euro von René Benko. Die Forderung sei gegen die Familie Benko Privatstiftung eingereicht worden, sagte Berninghaus dem Schweizer Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ (Freitagausgabe). Der Insolvenzverwalter „hat bei allen Gläubigern 98 Prozent der Ansprüche nicht anerkannt. Auch bei mir.“ Zudem wirft Berninghaus dem inhaftierten Tiroler Bespitzelung seiner Familie vor.
Signa-Pleite: Benko unterstellt Ex-Kanzler Mitwissen
Im Rahmen des jüngsten Tatvorwurfs gegen den in U-Haft sitzenden Immobilieninvestor René Benko unterstellt dieser laut einem Bericht des „Standard“ auch dem österreichischen Ex-Kanzler und Ex-Signa Prime-Aufsichtsratsvorsitzenden Alfred Gusenbauer, über die finanzielle Lage des Unternehmers im Bild gewesen zu sein. Hintergrund ist der Vorwurf, Benko habe den Signa-Investor Hans-Peter Haselsteiner betrogen, indem er diesem im November 2023 eine Zahlungsgarantie über 4,9 Millionen Euro ausstellte.
Auch Signa Prime lange in roten Zahlen
Die im Signa-Konglomerat als werthaltig gegoltene Signa Prime Selection AG, in der René Benkos Konzern Innenstadt-Immobilien geparkt hatte, hat laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ schon seit 2014 rote Zahlen geschrieben. Gewinne seien nur durch Umgründungen und Aufwertungen möglich gewesen. Das geht laut dem Online-Bericht aus einer Klage des Masseverwalters der Signa Prime Selection gegen eine Benko-Stiftung hervor.
Signa: Erste Anklage gegen Benko rechtskräftig
Die erste Anklage der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen den gefallenen Signa-Gründer René Benko wegen betrügerischer Krida, d. h. einer betrügerischen oder grob fahrlässig herbeigeführten Zahlungsunfähigkeit, ist rechtskräftig. Dies teilte die Sprecherin des Landesgerichts Innsbruck, Birgit Fink, am Freitag auf APA-Anfrage mit. Die Rechtsverteidigung Benkos hatte in der dafür vorgesehenen zweiwöchigen Frist keinen Einspruch dagegen eingelegt. Verhandlungstermine standen noch nicht fest, der Prozess könnte indes in Wien stattfinden.
Benkos erster Strafprozess könnte in Wien stattfinden
Der erste Strafprozess für René Benko könnte in Wien stattfinden. Sein Anwalt, Norbert Wess, hat laut einem Bericht der Tageszeitung „Der Standard“ beantragt, dass eine allfällige Hauptverhandlung nicht in Innsbruck, sondern in Wien stattfindet. Eine Sprecherin des Obersten Gerichtshofs (OGH) bestätigte das gegenüber der Zeitung. Die Anklage gegen Benko war Mitte Juli am Straflandesgericht in Innsbruck eingebracht worden, rechtskräftig ist sie noch nicht.



