Vierschach
Mure verwüstet Betrieb: Wer für den Schaden zahlen muss – und wie viel
Am 28. Juli 2003 ging vom Helm über Vierschach eine Mure ab, rutschte in den Tischlerbach, der in der Folge über die Ufer trat und die Staatsstraße sowie die danebenliegenden Gebäude von Rodelbauer Otto Bachmann und eines Nachbarn überflutete. Mehr als 20 Jahre später hat das Gericht festgestellt, wer Schadenersatz zahlen muss – und zwar eine hohe Summe. Von Martin Tinkhauser
2 besondere Jubiläen: Er war 60 Jahre Musikant, 50 Jahre Kapellmeister
Wer die Geschichte der Blasmusik in den vergangenen Jahrzehnten im Pustertal verfolgt, kommt an Wilfried Egger nicht vorbei. Er ist seit 60 Jahren Musikant und seit 50 Jahren Kapellmeister. Zudem hat er 32 Jahre lang den Kirchenchor in Mitterolang und 17 Jahre lang jenen von Oberolang geleitet. Musikant bleibt er weiterhin, den Taktstock aber legt er bald nieder. Von Stephan Niederegger
Start frei für 13. Helmissimo
Das Rennen, dem so viele einen ganzen Winter entgegengefiebert haben, steht in den Startlöchern: die Rede ist vom 3 Zinnen-Helmissimo, dem längsten Riesentorlauf des Pustertals, der diesen Samstag zum 13. Mal am Helm auf 2000 Metern gestartet wird. Nur die Hartgesottenen im alpinen Skisport wagen sich auf die viereinhalb Kilometer lange Strecke, die bis in den Talboden nach Vierschach reicht und überwinden dabei fast 1000 Höhenmeter.
„Verbrechen ohne Motiv“: Freispruch gefordert
Heute soll über Mustafa Zeeshan, dem vorgeworfen wird, in der Nacht auf den 30. Jänner 2020 in Vierschach seine hochschwangere Frau Fatima (27) ermordet zu haben, das Urteil gefällt werden. Es könnte allerdings auch zu einem Paukenschlag kommen: Die Verteidigung hat gestern beantragt, die Beweisaufnahme wieder zu eröffnen – für ein neues Psycho-Gutachten.
Mord von Vierschach: Das sagt ein Experte zur Mord-im-Schlaf-These
Könnte Mustafa Zeeshan Ende Jänner 2020 in Vierschach seine Frau Fatima und ihr ungeborenes Kind im Schlaf – also versehentlich – ermordet haben? Zu dieser Frage legte ein Rechtsmediziner gestern vor dem Schwurgericht in Bozen seine Erkenntnisse vor. Sie lassen aufhorchen.
Schlafende, die einen Mord begehen: Das gibt es tatsächlich
Das Dorf Vierschach könnte im Jänner 2020 der Schauplatz eines seltenen und geradezu unglaublichen Gewaltaktes gewesen sein: Ein Schlafender, der einen Menschen ermordet. Im Prozess gegen Mustafa Zeeshan, dem die Tötung seiner hochschwangeren Frau Fatima zur Last gelegt wird, ist diese Möglichkeit nicht vom Tisch. Dafür sorgt auch das Gutachten eines anerkannten Schlafexperten.
Fall Zeeshan: „Er war wie eine Statue“
Die Aufnahmen von Mustafa Zeeshan bei seiner Haftprüfung zeigen einen völlig abwesenden, regungslosen Mann im Rollstuhl, der weder auf Ansprache noch auf körperliche Reize wie das Zwicken in die Backe reagiert. Gezeigt wurden diese Bilder im Rahmen des gestrigen Verhandlungstages vor dem Bozner Schwurgericht. Für Gefängnisärztin Dr. Maria Elisa Bigarelli Symptome einer Katatonie: „Er war wie eine Statue“.
Im Schlaf die Ehefrau getötet? Das sagen die Fachleute
Im Traum kämpfen – im Bett wirklich zuschlagen: Ob eine Schlafstörung dazu geführt haben könnte, dass Mustafa Zeeshan in der Nacht auf den 30. Jänner 2020 in Vierschach seine hochschwangere Frau tötete, stand im Mittelpunkt der Verhandlung vor dem Bozner Schwurgericht. + Von Michele Manca und Isabelle Hansen
Mord von Vierschach: Das liest der „Tatort-Flüsterer“ aus den Blutspuren heraus
Löst Kommissar „High-Tech“ das Rätsel um die Bluttat von Vierschach, wo die hochschwangere Fatima Zeeshan (38) in der Nacht auf den 30. Jänner 2020 brutal ermordet wurde (auch das ungeborene Kind verlor sein Leben)? Ein Spezialist des RIS-Labors in Parma erfasste die Blutspuren in der Wohnung und lieferte gestern dem Schwurgericht in Bozen völlig neue Details zum Tathergang.
Mord von Vierschach: Was sich im Haus wirklich abspielte
Die 27 Jahre junge Fatima Zeeshan wird in der Nacht auf den 30. Jänner 2020 in Vierschach brutal ermordet; mit ihr stirbt ihre noch ungeborene Tochter. Der Mann bzw. Vater gibt später an, sich nicht zu erinnern, er leidet an einer Schlafstörung. Hat er also unbewusst im Schlaf getötet? Eine schockierende und schwer belastende Aussage am Rande des Schwurgerichtsprozesses lässt an dieser Version größte Zweifel aufkommen.



