Wahlreform
Unterland: Die SVP will um römischen Rückzug bitten
Um die Teilung des Unterlandes zu verhindern, will die SVP die Parteibosse in Rom – und allen voran jene der Fratelli bitten, auf die Neueinteilung des Senatswahlkreises Unterland zu verzichten. Diese Zusage erhielten die Unterlandler am gestrigen Donnerstag beim Treffen mit Obmann Steger und den SVP-Senatoren. Ob man das Ruder noch herumreißen kann, bleibt aber fraglich.
„Nein zum nächsten Kuhhandel“
Das Unterland brennt, doch SVP-Chef Dieter Steger fehlt der Feuerlöscher. Sein Angebot, „alles zu tun, damit das Unterland über einen anderen Wahlkreis in Rom vertreten ist“, schießt die SVP-Unterland in den Wind. „Beim Bürger entstand der Eindruck, das Unterland sei bei einem Kuhhandel verschachert worden. Darauf kann jetzt nicht der nächste Kuhhandel folgen“, sagt Bezirksobmann Norbert Mayr.
SVP Unterland droht mit Rücktritt
Heißer Herbst für Dieter Steger: Er hat die Wahlreform mit Rom ausgehandelt und könnte als Folge vor einem parteipolitischen Waterloo im Unterland stehen. „Wir gehen kompromisslos in das Treffen mit dem Obmann“, sagt Bezirkschef Norbert Mayr. Sollte die Teilung des Unterlandes nicht rückgängig gemacht werden, müsse die SVP gegen die Reform stimmen. Wenn nicht, tritt der Bezirksausschuss geschlossen zurück.
Bürgermeister zu Schützenbund: „Brauchen keine Selbstdarstellung“
„Wir brauchen im Unterland und Überetsch keine künstlichen Gräben zwischen Bürgermeistern, Schützen, Vereinen und der Bevölkerung. Wir brauchen keine gegenseitigen Schuldzuweisungen. Und wir brauchen vor allem keine Situation, in der jene gegeneinander ausgespielt werden, die im Grunde dasselbe Ziel verfolgen.“
„Das Unterland ist unteilbar“: Unmut über geplante Reform der Wahlkreise
Die geplante Reform der Wahlkreise und des Wahlgesetzes insgesamt sorgt in Südtirol weiterhin für Unmut – vor allem im Unterland. Mittlerweile wurden sogar Plakate angebracht, die an die dunklen Zeiten des Faschismus erinnern.



